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Cefazolin AptaPharma 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung – Fachinformation

Die Fachinformation ist für Ärztinnen, Ärzte und Apotheken bestimmt. Leicht verständliche Angaben für Patientinnen und Patienten stehen im Beipackzettel: Dosierung, Nebenwirkungen, Andere Medikamente, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Rezeptpflichtig
Stärke des Medikaments:
2 g
Enthält den Wirkstoff:
ATC-Gruppe:
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Fachinformation - Cefazolin AptaPharma 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Cefazolin AptaPharma 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthält 2,096 g Cefazolin-Natrium entsprechend 2 g Cefazolin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Durchstechflasche Cefazolin AptaPharma 2 g enthält 101,2 mg (4,4 mmol) Natrium.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung.

Weißes oder fast weißes Pulver.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Cefazolin ist ein antibakterieller Wirkstoff, der zur Behandlung folgender Infektionen Mikroorganismen bei Patienten im Alter von 1 Monat oder älter indiziert ist, die durch Cefazolin-empfindliche verursacht werden:

  • Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes
  • Infektionen der Knochen und Gelenke

Cefazolin ist auch indiziert als perioperative Prophylaxe bei Patienten im Alter von 1 Monat oder älter. Für chirurgische Operationen mit erhöhtem Infektionsrisiko mit anaeroben Pathogenen, z. B. kolorektale Operationen, wird eine Kombination mit einem geeigneten Arzneimittel mit einer Aktivität gegen Anaerobier empfohlen.

Die Anwendung von Cefazolin ist auf Fälle zu beschränken, bei denen eine parenterale Behandlung erforderlich ist.

Die Empfindlichkeit des Erregers auf die Behandlung ist (wenn möglich) zu prüfen, obwohl die Therapie vor Erhalt der Ergebnisse begonnen werden kann.

Die offiziellen Richtlinien zum angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Arzneimitteln sind zu berücksichtigen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Dosierung hängt von der Empfindlichkeit des Erregers (siehe Abschnitt 5.1) und dem Schweregrad der Infektion sowie vom klinischen und bakteriologischen Verlauf ab. Lokale therapeutische Richtlinien sind zu berücksichtigen.

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche (älter als 12 Jahre mit einem Körpergewicht ≥ 40 kg) mit normaler Nierenfunktion

  • Bei Infektionen, die durch empfindliche Mikroorganismen hervorgerufen werden: 1 g - 2 g

    Cefazolin pro Tag aufgeteilt in 2 - 3 gleiche Dosen (1 Dosis alle 8 oder 12 Stunden). • Bei Infektionen, die durch weniger empfindliche Mikroorganismen hervorgerufen werden:

    3 g - 4 g Cefazolin pro Tag aufgeteilt in 3 - 4 gleiche Dosen (1 Dosis alle 6 oder 8 Stunden).

Bei schweren Infektionen können Dosen bis zu 6 g pro Tag in drei oder vier gleichen Dosen angewendet werden (eine Dosis alle 6 bis 8 Stunden).

Besondere Dosierungsempfehlungen

Perioperative Prophylaxe

Um eine postoperative Infektion bei infektiösen oder potenziell infektiösen Operationen zu vermeiden, sind die folgenden Dosierungen empfohlen:

  • 1 g Cefazolin verabreicht 30 bis 60 Minuten vor Beginn der Operation. - Bei längeren chirurgischen Eingriffen (2 Stunden oder mehr) zusätzlich 500 mg bis 1 g

    Cefazolin, zu verabreichen während des Eingriffs.

  • Eine längere Fortsetzung der Anwendung über den chirurgischen Eingriff hinaus, soll durch nationale offizielle Richtlinien gestützt werden.

Es ist wichtig, dass (1) die präoperative Dosis kurz vor Beginn des operativen Eingriffs (30 Minuten bis 1 Stunde) angewendet wird, damit bereits zum Zeitpunkt des ersten chirurgischen Schnittes ein ausreichender Antibiotika-Spiegel im Serum und Gewebe vorhanden ist; Und (2) Cefazolin, falls erforderlich, in angemessenen Abständen während der Operation angewendet wird, damit zum Zeitpunkt der größten Belastung durch infektiöse Erreger ein ausreichend hoher Antibiotika-Spiegel vorhanden ist.

Erwachsene Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Erwachsene mit eingeschränkter Nierenfunktion benötigen möglicherweise eine niedrigere Dosis, um eine Kumulation zu vermeiden.

Diese niedrigere Dosis kann sich nach einer Bestimmung der Blutspiegel richten. Falls dies nicht möglich ist, kann die Dosierung anhand der Kreatinin-Clearance bestimmt werden.

Cefazolin Erhaltungstherapie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Kreatinin-Clearance (ml/min)Serumkreatinin (mg/100 ml)DosisDosierungsintervall
≥ 55≤ 1,5normale Dosis*normales Dosierungsintervall
35 – 541,6 – 3,0normale Dosis*alle 8 Stunden
11 – 343,1 – 4,5Hälfte der normalen Dosis*alle 12 Stunden
≤ 10≥ 4,6Hälfte der normalen Dosis*alle 18-24 Stunden

*Tägliche Dosis bei erwachsenen Patienten mit normaler Nierenfunktion

Bei Hämodialysepatienten hängt das Behandlungsschema von den Bedingungen der Dialyse ab.

Kinder und Jugendliche:

Infektionen, die durch empfindliche Mikroorganismen hervorgerufen werden

Eine Dosis von 25 – 50 mg/kg Körpergewicht, aufgeteilt auf zwei bis vier gleiche Dosen pro Tag, wird empfohlen (eine Dosis alle 6, 8 oder 12 Stunden).

Infektionen, die durch weniger empfindliche Mikroorganismen hervorgerufen werden

Eine Dosis von bis zu 100 mg/kg Körpergewicht, aufgeteilt auf drei bis vier gleiche Dosen, wird empfohlen (eine Dosis alle 6 oder 8 Stunden).

Frühgeborene und Säuglinge im Alter von unter 1 Monat

Da die Sicherheit der Anwendung bei Frühgeborenen und Säuglingen im Alter von unter einem Monat nicht belegt ist, wird die Anwendung von Cefazolin bei diesen Patienten nicht empfohlen. Siehe auch Abschnitt 4.4.

Richtlinien für die pädiatrische Dosierung

Intravenöse Injektion

Der Inhalt von 1 Durchstechflasche (2000 mg Cefazolin) wird in 10 ml eines kompatiblen Lösungsmittels (z. B. Konzentration ca. 180 mg/ml) gelöst.

Das jeweilige Volumen der zu verwendenden Lösung ist in Tabelle 1 zusätzlich zur Dosis in mg angegeben.

Tabelle 1: Geeignete Volumina für die intravenöse Injektion bei Kindern und Jugendlichen

Körpergewicht5 kg10 kg15 kg20 kg25 kg
Geteilte Dosis alle 12 Stunden bei 25 mg/kg Körpergewicht/ Tag63 mg125 mg188 mg250 mg;313 mg
0,35 ml0,69 ml1,04 ml1,39 ml1,74 ml
Geteilte Dosis alle 8 Stunden bei 25 mg/kg Körpergewicht/ Tag42 mg85 mg125 mg167 mg208 mg
0,23 ml0,38 ml0,69 ml0,93 ml1,15 ml
Geteilte Dosis alle 6 Stunden bei 25 mg/kg Körpergewicht/ Tag31 mg62 mg94 mg125 mg156 mg
0,17 ml0,34 ml0,52 ml0,69 ml0,87 ml
Geteilte Dosis alle 12 Stunden bei 50 mg/kg Körpergewicht/ Tag125 mg250 mg375 mg500 mg625 mg
0,69 ml1,39 ml2,08 ml2,78 ml*3,47 ml
Geteilte Dosis alle 8 Stunden bei 50 mg/kg Körpergewicht/ Tag83 mg166 mg250 mg333 mg417 mg
0,46 ml0,92 ml1,39 ml1,85 ml2,32 ml
Geteilte Dosis alle 6 Stunden bei 50 mg/kg Körpergewicht/ Tag63 mg125 mg188 mg250 mg313 mg
0,35 ml0,69 ml1,04 ml1,39 ml1,74 ml
Geteilte Dosis alle 8 Stunden bei 100 mg/kg Körpergewicht/ Tag167 mg333 mg;500 mg667 mg833 mg
0,93 ml1,85 ml2,78 ml3,7 ml4,63 ml
Geteilte Dosis alle 6 Stunden bei 100 mg/kg Körpergewicht/ Tag125 mg250 mg375 mg500 mg625 mg
0,69 ml1,39 ml2,08 ml2,78 ml3,47 ml

Für eine bessere Dosiergenauigkeit verwenden Sie bitte für Volumina unter 1 ml eine 0,5 ml Spritze. Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Kinder und Jugendliche mit eingeschränkter Nierenfunktion

Kinder mit eingeschränkter Nierenfunktion können (wie Erwachsene) eine niedrigere Dosis benötigen, um eine Kumulation zu vermeiden.

Diese niedrigere Dosis kann sich nach einer Bestimmung der Blutspiegel richten. Ist dies nicht möglich, kann die Dosierung anhand der Kreatinin-Clearance gemäß den folgenden Richtwerten bestimmt werden.

Bei Kindern mit moderater Insuffizienz (Kreatinin-Clearance von 40 - 20 ml/min) sind 25 % der normalen Tagesdosis, aufgeteilt in Einzeldosen alle 12 Stunden, ausreichend. Bei Kindern mit schwerer Insuffizienz (Kreatinin-Clearance von 20 – 5 ml/min) sind 10 % der normalen Tagesdosis, angewendet alle 24 Stunden, ausreichend.

Alle diese Richtwerte gelten nach initialer Startdosis. Siehe auch Abschnitt 4.4.

Ältere Patienten:

Bei älteren Patienten mit normaler Nierenfunktion sind keine Anpassungen der Dosierung notwendig.

Art der Anwendung

Cefazolin AptaPharma 2 g kann als langsame intravenöse Injektion oder als intravenöse Infusion nach Verdünnung angewendet werden.

Das Volumen des für die Rekonstitution zu verwendenden Lösungsmittels hängt von der Art der Anwendung ab.

Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung hängt von der Schwere der Infektion sowie vom klinischen und bakteriologischen Verlauf ab.

4.3 Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.
  • Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cephalosporin-Antibiotika. • Vorgeschichte schwerer Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion) gegen jede andere Art von Betalactam-Antibiotika (Penicilline, Monobactame und Carbapeneme).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeit

Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Penicillinen oder anderen Betalactam-Antibiotika ist auf mögliche Kreuzallergien zu achten (siehe Abschnitt 4.3).

Wie bei allen Betalactam-Antibiotika wurden schwerwiegende und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen muss die Behandlung mit Cefazolin sofort abgebrochen und geeignete Notfallmaßnahmen eingeleitet werden.

Vor Beginn der Behandlung ist festzustellen, ob bei dem Patienten in der Vergangenheit schwere Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Cefazolin, andere Cephalosporine oder jede andere Art von Betalactam-Antibiotika aufgetreten sind. Vorsicht ist geboten, wenn Cefazolin bei Patienten mit nicht schwerer Überempfindlichkeit gegen andere Betalactam-Antibiotika in der Vorgeschichte angewendet wird.

Cefazolin ist nur mit besonderer Vorsicht bei Patienten mit allergischer Reaktivität (z. B. allergische Rhinitis oder Asthma bronchiale) anzuwenden, da das Risiko einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion erhöht ist.

Kounis Syndrom

Bei Patienten, die mit Cefazolin behandelt wurden, wurden Fälle des Kounis-Syndroms berichtet. Das Kounis-Syndrom ist definiert als kardiovaskuläre Symptome, die als Folge einer allergischen oder überempfindlichen Reaktion auftreten, mit einer Verengung der Koronararterien einhergehen und möglicherweise zu einem Myokardinfarkt führen können.

Antibiotika-assoziierte pseudomembranöse Kolitis

Bei Verwendung von Cefazolin wurde über eine Antibiotika-bedingte pseudomembranöse Kolitis berichtet, deren Schweregrad von leicht bis lebensbedrohlich reichen kann. Diese Diagnose muss bei Patienten mit Diarrhoe während oder nach der Anwendung von Cefazolin in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.8). Der Abbruch der Therapie mit Cefazolin und die Anwendung einer spezifischen Behandlung für Clostridium difficile ist in Betracht zu ziehen. Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht verabreicht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion mit einer glomerulären Filtrationsrate unter 55 ml / min muss eine Anreicherung von Cefazolin berücksichtigt werden. Daher muss die Dosierung entsprechend reduziert oder das Dosierungsintervall verlängert werden (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die Anwendung von Cefazolin mit Anfällen verbunden sein.

Gerinnungsstörungen

Eine verlängerte Prothrombinzeit kann bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung oder schlechtem Ernährungszustand sowie bei Patienten, die eine langwierige antimikrobielle Therapie erhalten, und bei Patienten, die zuvor unter Antikoagulationstherapie stabilisiert wurden, auftreten. Bei diesen Patienten muss die Verlängerung der Prothrombinzeit unter Behandlung mit Cefazolin überwacht werden, da dies sehr selten zu plasmatischen Blutgerinnungserkrankungen führen kann (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8). Daher muss die INR (International Normalized Ratio) regelmäßig bei Patienten mit Krankheiten, die Blutungen verursachen können (z. B. Magen-Darm-Geschwüre), sowie bei Patienten mit Gerinnungsstörungen (vererbt: z. B. Hämophilie; erworben: z. B. durch parenterale Ernährung, Mangelernährung, gestörte Leber- oder Nierenfunktion oder Thrombozytopenie; verursacht durch Arzneimittel: z. B. durch Heparin oder andere orale Antikoagulanzien) gemessen werden. Vitamin K kann bei Bedarf substituiert werden (10 mg pro Woche).

Bakterienresistenz und Superinfektionen

Eine langfristige und wiederholte Anwendung kann zu übermäßigem Wachstum von resistenten Organismen führen. Wenn während der Therapie eine Superinfektion auftritt, müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

Auswirkungen auf Labortests

In seltenen Fällen können der nichtenzymatische Urinzuckertest und der Coombs-Test falsch positive Ergebnisse zeigen.

Kinder und Jugendliche

Da bisher keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, ist Cefazolin AptaPharma nicht bei Neugeborenen und Babys im ersten Lebensmonat angewendet werden.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält 101,2 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 5,06 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Antikoagulantien

Cephalosporin kann sehr selten zu Störungen der Blutgerinnung führen (siehe Abschnitt 4.4). Wenn gleichzeitig orale Antikoagulantien oder Heparin in hoher Dosierung angewendet werden, sind die Gerinnungsparameter sorgfältig zu überwachen.

Vitamin K1

Einige Cephalosporine wie Cefamandol, Cefazolin und Cefotetan können den Metabolismus von Vitamin K1 stören, insbesondere bei Vitamin K1-Mangel. Dies kann eine Vitamin K1- Substituierung erforderlich machen.

Probenecid

Aufgrund seiner hemmenden Wirkung auf die Nierendiurese induziert die Anwendung von Probenecid eine höhere Konzentration und eine längere Retentionszeit von Cefazolin im Blut.

Nephrotoxische Substanzen

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die nephrotoxische Wirkung von Antibiotika (z. B. Aminoglycoside, Colistin, Polymyxin B), jodhaltigen Kontrastmitteln, Organoplatinverbindungen, hochdosiertem Methotrexat, einigen antiviralen Arzneimitteln (z. B. Aciclovir, Foscarnet), Pentamidin, Ciclosporin, Tacrolimus und Diuretika (z. B. Furosemid) erhöht wird. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Cefazolin sind Nierenfunktionstests sorgfältig zu überwachen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Cefazolin erreicht den Embryo / Fötus über die Plazenta. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Cefazolin beim Menschen vor. Als Vorsichtsmaßnahme ist die Anwendung von Cefazolin AptaPharma während der Schwangerschaft zu vermeiden, wenn die Anwendung nicht erforderlich ist.

Stillzeit

Cefazolin geht in sehr geringen Konzentrationen in die Muttermilch über. Bei therapeutischen Dosen sind jedoch keine Auswirkungen auf das Neugeborene zu erwarten. Wenn beim Säugling während des Stillens Diarrhoe oder Candidose auftritt, hat die Mutter das Stillen zu beenden oder Cefazolin abzusetzen.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien haben keine Auswirkungen auf die Fertilität gezeigt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Cefazolin hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Die folgende Terminologie wurde verwendet, um das Auftreten von Nebenwirkungen zu klassifizieren:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich (≥1/1 000 bis <1/100)

Selten (≥1/10 000 bis <1/1 000)

Sehr selten (<1/10 000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

MedDRA-Systemorgan-klasseHäufigGelegentlichSeltenSehr seltenNicht bekannt
Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Mundsoor (bei Langzeit-

anwendung)

Genitale Candidose (Moniliasis),

Vaginitis

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Erhöhung oder Verringerung der Blutzuckerkonzentr ation

(Hyperglykämie oder

Hypoglykämie). Leukopenie,

Granulozytopenie, Neutropenie,

Thrombozytopenie, Leukozytose,

Granulozytose, Monozytose,

Lymphozytopenie, Basophilie und Eosinophilie

wurden im Blutbild beobachtet. Diese Effekte sind selten und reversibel.

Gerinnungs-störungen (Blutgerinn-ungsstörung-en) und

Blutungen als Folge.

Ein Risiko für diese

Nebenwirk-ungen

besteht bei Patienten mit einem

Mangel an Vitamin K oder anderen Blutgerinn-ungsfaktoren oder bei

Patienten mit künstlicher Ernährung, Mangel-

ernährung, verminderte Leber- und Nierenfunkti on,

Thrombo-

zytopenie und

Patienten mit Störungen oder

Krankheiten, die

Blutungen verursachen (z. B.

Hämophilie, Magen- und Zwölffinger-darm-

geschwüre). Siehe auch Abschnitte 4. 4 und 4.5. Vermindertes Hämoglobin und / oder

Hämatokrit, Anämie,

Agranulo-

zytose,

aplastische Anämie,

Panzytopenie und

hämolytische Anämie.

Erkrankungen des

Immunsystems

Erythem,

Erythema

multiforme, Exanthem, Urtikaria,

reversible

lokale

Permeabilität der

Blutgefäße, Gelenke oder Schleimhäute (Angioödem), arzneimittel-induziertes Fieber und interstitielle Pneumonie oder

Pneumonitis

Toxische

epidermale

Nekrolyse (Lyell-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom

Anaphylak-tischer

Schock,

Schwellung des

Kehlkopfes mit

Verengung der

Atemwege, erhöhte

Herz-

frequenz, Atemnot, sinkender Blutdruck, geschwollene Zunge,

Analpruritus, Genital-

pruritus,

Gesichts-ödem.

Erkrankungen des Nerven-systems

Krampfanfälle (bei Patienten mit

eingeschränkte r

Nierenfunktio n, die mit

unangemessen hohen Dosen behandelt

wurden)

Schwindel,

Unwohlsein, Müdigkeit.

Alpträume,

Schwindel,

Hyperaktivität, Nervosität oder Angstzustände, Insomnie,

Somnolenz, Schwäche,

Hitzewallungen, gestörtes

Farbsehen,

Verwirrung und epileptogene Aktivität.

Herzerkrank-ungenKounis Syndrom

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums

Pleuraerguss,

Brustschmerzen, Atembeschwerden oder Atemnot, Husten, Rhinitis.

und

Mediastinums

Erkrankungen des

Gastrointest-inaltrakts

Appetit-

losigkeit,

Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Diese

Sympt-ome sind

üblicher-

weise mäßig und versch-winden oft während

oder nach der Behandlung.

Pseudo-

membranöse Kolitis

(siehe

Abschnitt 4.4 )

Leber- und Gallenerkrank-ungen

Vorübergehende Erhöhung der

Serumkonzentratio nen von AST, ALT, Gamma-GT,

Bilirubin und / oder LDH und

alkalischer

Phosphatase,

vorübergehende Hepatitis,

vorübergehender cholestatischer Ikterus

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nephrotoxizität, interstitielle

Nephritis,

undefinierte

Nephropathie,

Proteinurie,

vorübergehende Erhöhung des Blut-Harnstoff-

Stickstoffs (BUN), meist bei Patienten, die gleichzeitig mit einem anderen potenziell

nephrotoxischen Arzneimittel

behandelt werden.

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreich-ungsort

Intravenöse Anwendung kann eine Thrombo-phlebitis

verursachen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Symptome einer Überdosierung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Parästhesien, Störungen des Zentralnervensystems wie Unruhe, Myoklonie und Krämpfe.

Im Falle einer Vergiftung sind Maßnahmen zur Beschleunigung der Beseitigung angezeigt. Ein spezifisches Gegenmittel existiert nicht. Cefazolin kann hämodialysiert werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Beta-Lactam-Antibiotika, Cephalosporine der 1. Generation. ATC-Code: J01DB04

Cefazolin ist ein bakterizides Cephalosporin Antibiotikum der ersten Generation zur parenteralen Anwendung.

Cephalosporine hemmen die Zellwandsynthese (im Wachstumsstadium), indem sie die Penicillin-Bindungsproteine (PBPs) wie Transpeptidasen blockieren. Das Ergebnis ist eine bakterizide Wirkung.

PK / PD-Beziehung

Für Cephalosporine wurde gezeigt, dass der wichtigste pharmakokinetisch-pharmakodynamische Index, der mit der in-vivo-Wirksamkeit korreliert, der Prozentsatz des Dosierungsintervalls ist, in dem die ungebundene Konzentration über der minimalen Hemmkonzentration (MHK) von Cefazolin für einzelne Zielspezies (d. h. %T> MHK) bleibt.

Resistenzmechanismen

Die Resistenz gegen Cefazolin kann auf einem der folgenden Mechanismen beruhen: - Inaktivierung durch Beta-Lactamasen: Cefazolin hat eine hohe Stabilität gegen Penicillinasen von grampositiven Bakterien, aber nur eine geringe Stabilität gegen plasmidcodierte Beta-Lactamasen, z. B. Beta-Lactamasen mit erweitertem Spektrum oder chromosomal codierte Beta-Lactamasen vom AmpC-Typ.

  • Reduzierte Affinität der PBPs zu Cefazolin: Die erworbene Resistenz von Pneumokokken und anderen Streptokokken wird durch Veränderungen der PBPs aufgrund von Mutationen verursacht. Die Resistenz von Methicillin (Oxacillin) -resistenten Staphylokokken beruht auf der Bildung eines zusätzlichen PBP mit einer geringeren Affinität zu Cefazolin. - Eine unzureichende Penetration von Cefazolin durch die äußere Zellwand von gramnegativen

    Bakterien kann zu einer unzureichenden Hemmung der PBPs führen. - Cefazolin kann durch Effluxpumpen außerhalb der Zelle transportiert werden.

Es besteht eine teilweise oder vollständige Kreuzresistenz von Cefazolin mit anderen Cephalosporinen und Penicillinen.

Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung

Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung in der MHK (minimalen Hemmkonzentration) wurden vom Europäischen Ausschuss für die Untersuchung auf Antibiotikaempfindlichkeit (EUCAST) für Cefazolin festgelegt und sind hier aufgeführt: https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-micbreakpoints_en.xlsx

Mikrobiologische Empfindlichkeit

Die folgende Tabelle zeigt klinisch relevante Krankheitserreger, die auf der Grundlage von in-vitro- und in-vivo-Daten als empfindlich oder resistent eingestuft wurden. Cefazolin ist in-vitro gegen einige Arten wirksam, jedoch nicht klinisch. Daher werden diese Arten hier als resistent eingestuft. Die Prävalenz erworbener Resistenzen kann geografisch und zeitlich für ausgewählte Arten variieren, und lokale Informationen sind erstrebenswert, insbesondere bei der Behandlung schwerer Infektionen. Gegebenenfalls ist Expertenrat heranzuziehen, insbesondere wenn die lokale Resistenzprävalenz derart ist, dass der Wirksamkeit von Cefazolin fraglich ist. Insbesondere bei schweren Infektionen oder Therapieversagen ist eine mikrobiologische Diagnose einschließlich der Identifizierung des Mikroorganismus und seiner Empfindlichkeit gegenüber Cefazolin durchzuführen.

Üblicherweise empfindliche Arten

Gram-positive Aerobe

Staphylococcus aureus (Methicillin-empfindlich)

Arten bei denen erworbene Resistenzen problematisch sein können

Gram-positive Aerobe

Gruppe A, B, C und G ß- hämolytische Streptokokken

Staphylococcus epidermidis (Methicillin-empfindlich)

Streptococcus pneumoniae

Gram-negative Aerobe

Haemophilus influenzae

Von Natur aus resistente Organismen

Gram-positive Aerobe

Staphylococcus aureus, Methicillin-empfindlich

Gram-negative Aerobe

Citrobacter spp.

Enterobacter spp.

Klebsiella pneumoniae

Morganella morganii

Proteus mirabilis

Proteus stuartii

Proteus vulgaris

Pseudomonas aeruginosa

Serratia spp.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Cefazolin wird parenteral angewendet. Maximale Serumspiegel von 20-40 Mikrogramm/ml werden ungefähr eine Stunde nach Anwendung von 500 mg intramuskulär erreicht. Nach Anwendung von 1 g wurde der Maximalwert von 37-63 Mikrogramm/ml erreicht. In einer Studie an gesunden Erwachsenen über eine kontinuierliche intravenöse Infusion mit Cefazolin in Dosen von 3,5 mg/kg während einer Stunde (ca. 250 mg), gefolgt von 1,5 mg/kg für die folgenden zwei Stunden (ca. 100 mg) wurde in der dritten Stunde eine stabile Serumkonzentration von ca. 28 Mikrogramm/ml gezeigt. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Serumkonzentration von Cefazolin nach intravenöser Injektion einer einmaligen Dosis von 1 g.

Serumkonzentrationen nach 1 g intravenös (μg/ml)

5 min15 min30 min1 Stunde2 Stunden4 Stunden
188,4135,8106,873,745,616,5

Verteilung

Etwa 70-86 % sind an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt ca. 11 l/1,73 m². Bei Anwendung von Cefazolin an Patienten, die keine Verstopfung der Gallenwege aufweisen, waren die Antibiotikaspiegel 90 bis 120 Minuten nach der Anwendung im Allgemeinen höher als die Antibiotikaspiegel im Serum.

Umgekehrt waren bei einer Obstruktion die Antibiotikakonzentrationen in der Galle viel geringer als die Serumspiegel. Bei Patienten mit nicht entzündeten Meningen schwanken die Konzentrationen von Cefazolin im Liquor cerebrospinalis von 0 bis 0,4 Mikrogramm/ml nach Anwendung therapeutischer Dosen. Cefazolin dringt leicht in die entzündete Membransynovialis ein und die vom Antibiotikum im Gelenk erreichte Konzentration ist mit den Serumspiegeln vergleichbar.

Biotransformation

Cefazolin wird nicht metabolisiert.

Elimination

Die Serumhalbwertszeit beträgt etwa 1 Stunde und 35 Minuten. Cefazolin wird in einer mikrobiologischen aktiven Form mit dem Urin ausgeschieden. Bei einer intramuskulären Dosis von 500 mg werden ca. 56-89% innerhalb der ersten sechs Stunden und 80 bis fast 100 % innerhalb von 24 Stunden ausgeschieden. Nach der intramuskulären Anwendung von 500 mg und 1 g können Urinspiegel von 500 bis 4000 Mikrogramm/ml erreicht werden. Cefazolin wird hauptsächlich durch glomeruläre Filtration aus dem Serum entfernt, die renale Clearance beträgt 65 ml/min/1,73 m².

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Cefazolin hat eine geringe akute Toxizität.

Die wiederholte Verabreichung von Cefazolin bei Hunden und Ratten über 1 bis 6 Monate auf verschiedenen Verabreichungswegen zeigte keinen signifikanten Einfluss auf die hämatologischen und biochemischen Parameter. Eine Nierentoxizität wurde nach wiederholten Dosen bei Kaninchen beobachtet, jedoch nicht bei Hunden oder Ratten. Cefazolin zeigte keine teratogene oder embryotoxische Aktivität.

Es liegen keine Studien zur Mutagenität und Kanzerogenität von Cefazolin vor.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Keine.

6.2 Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Ungeöffnet: 2 Jahre.

Nach der Rekonstitution und Verdünnung:

Das rekonstituierte Arzneimittel ist zur sofortigen Anwendung oder zur sofortigen weiteren Verdünnung bestimmt.

Die chemisch-physikalische Stabilität des verdünnten Arzneimittels in 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchloridlösung bei Konzentrationen von 20 mg/ml und 40 mg/ml sowie in 50 mg/ml (5 %) Glukoselösung bei einer Konzentration von 40 mg/ml bleibt bei 25 ± 2 °C 4 Stunden und bei 5 ± 3 °C 3 Tage lang erhalten.

Aus mikrobiologischer Sicht ist das Arzneimittel (rekonstituierte Lösung/verdünnte Lösung) sofort anzuwenden. Wird es nicht sofort angewendet, liegen die Lagerungszeiten und -bedingungen vor der Verwendung in der Verantwortung des Anwenders und haben in der Regel 24 Stunden bei 2 bis 8 °C nicht zu überschreiten, es sei denn, die Rekonstitution/Verdünnung erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Lagerungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

20 ml Durchstechflasche aus farblosem Glas Typ I, verschlossen mit einem Bromobutyl-Gummistopfen und einer Aluminium-Abreißkappe, in einem Umkarton.

Packungen mit 10 Durchstechflaschen.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Herstellung der Lösung

Bei jeder Art der Anwendung finden Sie in der Tabelle das zuzufügende Volumen und die entsprechende Konzentration der Lösung, was bei Bedarf von Teildosen hilfreich sein kann.

Intravenöse Injektion

Rekonstituieren Sie Cefazolin AptaPharma mit einem der folgenden kompatiblen Lösungsmittel gemäß der folgenden Verdünnungstabelle:

  • Wasser für Injektionszwecke
  • 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchloridlösung oder
  • 50 mg/ml (5 %) Glucoselösung
  • 100 mg/ml (10 %) Glucoselösung

Rekonstitutionstabelle für die intravenöse Injektion

Inhalt pro

Durchstechflasche

Zuzugebende Mindestmenge des LösungsmittelsUngefähre Konzentration
2 g5 ml330 mg/ml*
10 ml180 mg/ml*

* unter Berücksichtigung des relativen Verdrängungsvolumens

Cefazolin AptaPharma ist langsam über einen Zeitraum von drei bis fünf Minuten zu injizieren. Die Lösung darf auf keinen Fall in weniger als 3 Minuten injiziert werden. Die Injektion hat direkt in die Vene oder in den Schlauch zu erfolgen, über den dem Patienten die intravenöse Lösung verabreicht wird.

Einzeldosen von mehr als 1 g sind als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 30 bis 60 Minuten zu verabreichen.

Richtwerte zur pädiatrischen Dosierung für die intravenöse Injektion:

Der Inhalt einer Durchstechflasche (enthält 2 g Cefazolin) wird in 10 ml eines kompatiblen Lösungsmittels aufgelöst (d. h. Konzentration ca. 180 mg/ml).

Das jeweils anzuwendende Volumen dieser Lösung ist in Abschnitt 4.2, Tabelle 1, zusätzlich zur in mg angegebenen Dosis.

Bei Volumina unter 1 ml verwenden Sie bitte eine 0,5-ml-Spritze, um eine genauere Dosierung zu gewährleisten.

Intravenöse Infusion

Cefazolin AptaPharma 2 g ist zunächst mit einem für die intravenöse Injektion als geeignet angegebenem Lösungsmittel zu rekonstituieren.

Die weitere Verdünnung hat mit einem der folgenden kompatiblen Lösungsmittel gemäß nachstehender Verdünnungstabelle zu erfolgen:

  • 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchloridlösung
  • 50 mg/ml (5 %) Glucoselösung
  • Wasser für Injektionszwecke

Verdünnungsstabelle für die intravenöse Infusion

Inhalt pro

Durchstechflasche

RekonstitutionVerdünnungUngefähre Konzentration

Zuzugebende

Mindestmenge des Lösungsmittels

Zuzugebende Menge des Lösungsmittels
2 g5 ml50 ml - 100ml40 mg/ml – 20 mg/ml

Wie bei allen parenteralen Arzneimitteln ist die rekonstituierte Lösung vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbungen zu untersuchen. Die Lösung ist nur anzuwenden, wenn die Lösung klar und praktisch frei von Partikeln ist.

Das rekonstituierte Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Apta Medica Internacional d.o.o.

Likozarjeva ul. 6

1000 Ljubljana

Slowenien

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

Z. Nr.:

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

10. STAND DER INFORMATION

06.2026

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.

Über dieses Dokument

Quelle: BASG – Medikamente Info Austria, Stand 06/2026 · Zulassungsnummer (Z.Nr.): 143699

Was die Abschnitte und die Häufigkeiten der Nebenwirkungen bedeuten: Beipackzettel richtig lesen

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Angaben zum Medikament Cefazolin AptaPharma 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Was diese Angaben bedeuten

Abgabe?
Rezeptpflichtig?
  • Dieses Medikament ist rezeptpflichtig: Sie bekommen es nur mit einem ärztlichen Rezept. Bei einmaliger Abgabe gilt das Rezept für eine Abgabe, außer die Ärztin oder der Arzt ordnet die wiederholte Abgabe ausdrücklich an. Bei wiederholter Abgabe darf die Apotheke das Medikament noch bis zu fünfmal abgeben, wenn auf dem Rezept nichts anderes steht.
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf ärztliche Verschreibung
Abgabestelle? Apotheke
Wirkstoff? Cefazolin natrium
Darreichungsform? Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
ATC-Klassifikation?
  1. J Antiinfektiva zur systemischen Anwendung
    1. J01 Antibiotika zur systemischen Anwendung
      1. J01D Andere beta-Lactam-Antibiotika
        1. J01DB Cephalosporine der 1. Generation
          1. J01DB04 Cefazolin
Zulassung (Z.Nr.)? 143699; seit 20.10.2026; Verfahren: HU/H/0615/002
Inverkehrbringen? keine Einstellung gemeldet
Zulassungsinhaber? Apta Medica Internacional d.o.o., Likozarjeva Ulica 6, 1000 Ljubljana, Slowenien

Quelle: BASG – Medikamente Info Austria, Daten vom 27.10.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat.