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Lanreotid Viatris 60 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze – Beipackzettel

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Rezeptpflichtig
Stärke des Medikaments:
60 mg, 120 mg, 90 mg
Enthält den Wirkstoff:
ATC-Gruppe:
Ähnliche Medikamente?:

Beipackzettel - Lanreotid Viatris 60 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

1. Was ist Lanreotid Viatris und wofür wird es angewendet?

Was Lanreotid Viatris ist und wie es wirkt

Der Name Ihres Arzneimittels ist Lanreotid Viatris.

Es handelt sich dabei um eine Lanreotid-Formulierung mit Langzeitwirkung.

Lanreotid - der Wirkstoff - gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als „wachstumshemmende Hormone“ bezeichnet werden. Es ist einer anderen Substanz (Hormon), die „Somatostatin“ genannt wird, ähnlich.

Lanreotid senkt im Körper die Menge an Hormonen, wie z. B. Wachstumshormon (GH) und Insulin-ähnlichem-Wachstumsfaktor 1 (IGF-1), und hemmt die Freisetzung einiger Hormone im Magen-Darm-Trakt sowie die Sekretion im Darm. Des Weiteren wirkt es auf einige fortgeschrittene Tumore des Darms und der Bauchspeicheldrüse (sogenannte neuroendokrine Tumore), indem es deren Wachstum stoppt oder verlangsamt.

Wofür Lanreotid Viatris angewendet wird:

  • zur Langzeitbehandlung von Akromegalie (eine Erkrankung, bei der Ihr Körper zu viel Wachstumshormon produziert)
  • zur Linderung von Symptomen im Zusammenhang mit Akromegalie – wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwitzen, Gelenkschmerzen und taube Hände und Füße.
  • zur Linderung von Symptomen wie z. B. Hitzewallungen und Diarrhoe, die manchmal bei Patienten mit neuroendokrinen Tumoren (NET) auftreten.
  • zur Behandlung und Kontrolle des Wachstums einiger fortgeschrittener Tumore des Darms und der Bauchspeicheldrüse, die als gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumore oder GEP-NET bezeichnet werden. Die Anwendung erfolgt, wenn diese Tumore nicht operativ entfernt werden können.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Lanreotid Viatris beachten?

Lanreotid Viatris darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Lanreotid, Somatostatin oder verwandte Arzneimittel (Somatostatin-Analoga) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden, wenn

  • Sie Diabetiker sind, da Lanreotid einen Einfluss auf Ihren Blutzuckerspiegel haben kann. Während der Anwendung von Lanreotid wird Ihr Arzt möglicherweise Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren und Ihre Diabetesbehandlung anpassen.
  • Sie Gallensteine haben, da Lanreotid zur Bildung von Gallensteinen in der Gallenblase führen kann. In diesem Fall kann es nötig sein, dass Ihre Gallenblase regelmäßig überwacht wird. Ihr Arzt kann beschließen, die Behandlung mit Lanreotid einzustellen, wenn Komplikationen durch Gallensteine auftreten.
  • Sie Schilddrüsenprobleme haben, da Lanreotid Ihre Schilddrüsenfunktion leicht herabsetzen kann.
  • Sie Herzerkrankungen haben, da unter Lanreotid-Behandlung Sinusbradykardie (verlangsamter Herzschlag) auftreten kann. Bei Patienten mit Bradykardie (Herzrhythmusstörung) ist zu Beginn der Lanreotid-Behandlung besondere Vorsicht geboten.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lanreotid Viatris anwenden, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Sprechen Sie während der Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker:

  • wenn Sie fettigen Stuhlgang, lockeren Stuhlgang, Blähungen oder Gewichtsverlust haben, da Lanreotid die Ausschüttung von Enzymen der Bauchspeicheldrüse, die an der Verdauung der Nahrung beteiligt sind, beeinträchtigen kann.

Kinder und Jugendliche

Lanreotid Viatris wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.

Anwendung von Lanreotid Viatris zusammen mit anderen Arzneimitteln

Manche Arzneimittel beeinflussen die Wirkung anderer Arzneimittel. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei gleichzeitiger Anwendung mit:

  • Ciclosporin (ein Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems, das z. B. nach Transplantation oder bei Autoimmunerkrankung eingenommen wird).
  • Bromocriptin (Dopaminagonist zur Behandlung von bestimmten Hirntumorarten und von Parkinson oder zum Abstillen).
  • einer antidiabetischen Behandlung (Arzneimittel zur Senkung eines hohen Blutzuckerspiegels)
  • Bradykardie verursachenden Arzneimitteln (Arzneimittel, die den Herzschlag herabsetzen, wie z. B. Betablocker).

Bei gleichzeitiger Anwendung solcher Arzneimittel wird Ihr Arzt Dosisanpassungen in Erwägung ziehen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Lanreotid Viatris ist nur anzuwenden, wenn Ihr Arzt dies für eindeutig erforderlich hält.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Symbol: Achtung

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Es ist unwahrscheinlich, dass Lanreotid Viatris Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat. Bei der Behandlung mit Lanreotid Viatris können jedoch möglicherweise Nebenwirkungen wie Schwindel auftreten. Lenken Sie keine Fahrzeuge oder bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie davon betroffen sind.

3. Wie ist Lanreotid Viatris anzuwenden?

Wenden Sie Lanreotid Viatris immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Empfohlene Dosis

Behandlung von Akromegalie

Die empfohlene Dosis ist eine Injektion alle 28 Tage. Ihr Arzt kann die Dosis Ihrer Injektionen mittels der drei Wirkungsstärken von Lanreotid Viatris (60 mg, 90 mg oder 120 mg) anpassen.

Wenn Sie gut auf Ihre Behandlung eingestellt sind, kann Ihr Arzt empfehlen, die Häufigkeit der Injektionen von Lanreotid Viatris 120 mg auf eine Injektion alle 42 oder 56 Tage umzustellen.

Ihr Arzt wird auch entscheiden, wie lange Sie behandelt werden.

Linderung von Beschwerden wie z. B. Hitzewallungen und Diarrhoe in Verbindung mit neuroendokrinen Tumoren

Die empfohlene Dosis ist eine Injektion alle 28 Tage. Ihr Arzt kann die Dosis Ihrer Injektionen mittels der drei Wirkungsstärken von Lanreotid Viatris (60 mg, 90 mg oder 120 mg) anpassen.

Wenn Sie gut auf ein Somatostatin-Analogon oder auf Lanreotid Viatris 60 mg bzw. 90 mg eingestellt sind, kann Ihr Arzt empfehlen, die Häufigkeit der Injektionen von Lanreotid Viatris 120 mg auf eine Injektion alle 42 oder 56 Tage umzustellen.

Ihr Arzt wird auch entscheiden, wie lange Sie behandelt werden.

Behandlung fortgeschrittener Tumore des Darms und der Bauchspeicheldrüse, die als gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumore oder GEP-NET bezeichnet werden, wenn diese Tumore nicht operativ entfernt werden können

Die empfohlene Dosis beträgt 120 mg alle 28 Tage. Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie mit Lanreotid Viatris behandelt werden, um den Tumor zu kontrollieren.

Art der Anwendung

Lanreotid Viatris wird als tiefe subkutane Injektion angewendet.

Die Injektion ist vom medizinischen Fachpersonal oder einer entsprechend unterwiesenen Person (z. B. Familienmitglied oder Freund) oder von Ihnen selbst nach entsprechender Schulung durch das medizinische Fachpersonal vorzunehmen.

Die Entscheidung, ob die Injektion selbst oder durch eine entsprechend unterwiesene Person vorgenommen werden kann, liegt bei Ihrem Arzt. Wenn Sie Zweifel haben, wie diese Injektion durchzuführen ist, wenden Sie sich bitte jederzeit an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, um beraten oder weiter trainiert zu werden.

Wenn die Injektion durch medizinisches Fachpersonal bzw. von einer entsprechend unterwiesenen Person (z. B. Familienmitglied oder Freund) vorgenommen wird, erfolgt die Injektion in das obere äußere Viertel des Gesäßes oder in den oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite (siehe Abbildungen 5a & 5b, nachfolgend).

Wenn Sie sich Lanreotid Viatris nach einem angemessenen Training selbst injizieren, soll die Injektion in den oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite (siehe Abbildung 5b, nachfolgend) erfolgen.

Hinweise zur Anwendung

Achtung: Bitte lesen Sie die folgenden Hinweise zur Anwendung sorgfältig durch, bevor Sie die Injektion durchführen. Die Injektion ist eine tiefe subkutane Injektion, die eine spezielle Technik, die sich von der normalen subkutanen Injektion unterscheidet, erfordert.

Die folgenden Hinweise erklären, wie Lanreotid Viatris injiziert wird.

Lanreotid Viatris wird in einer gebrauchsfertigen Fertigspritze mit automatischem Sicherheitssystem geliefert. Die Nadel wird nach vollständiger Verabreichung des Arzneimittels automatisch zurückgezogen, um Nadelstichverletzungen zu verhindern.

Abbildung: Das Bild zeigt eine schematische Darstellung der vorgefüllten Spritze vor und nach der Anwendung mit dem Nadelschutz.

Oben (vor der Nutzung): Die Spritze liegt in einer Schutzverpackung. Die Nadel ist mit einer Kappe abgedeckt.
Unten (nach der Nutzung): Die Spritze ist benutzt, und eine Schutzhülle hat sich über die Nadel geschoben. Eine Feder ist sichtbar, die vermutlich die Nadel automatisch sichert.
Das Bild veranschaulicht den Sicherheitsmechanismus einer Injektionsvorrichtung.

Vor Anwendung

Nadelkappe

Schale

Spritzenkörper

Nach Anwendung (Nadelschutz)

  1. 1. Nehmen Sie Lanreotid Viatris 30 Minuten vor Anwendung aus dem Kühlschrank; die Injektion von „kaltem“ Arzneimittel könnte schmerzhaft sein. Lassen Sie den beschichteten Beutel bis unmittelbar vor der Injektion verschlossen.
Die Abbildung zeigt Lanreotid mit einer 30-Minuten-Stoppuhr, die das Warten nach der Entnahme aus dem Kühlschrank bis zur Nutzung symbolisiert.
  1. 2.

    Achtung: Überprüfen Sie vor dem Öffnen des Beutels, dass dieser unbeschädigt und das Verfalldatum des Arzneimittels nicht überschritten ist.

    Sie dürfen die Fertigspritze nicht anwenden, wenn

    • Sie die Fertigspritze fallen gelassen oder beschädigt haben oder die Fertigspritze bzw. der Beutel anderweitig beschädigt sind.
    • das angegebene Verfalldatum für das Arzneimittel überschritten ist; das Verfalldatum ist auf dem Umkarton und dem Beutel angegeben.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der oben genannten Punkte zutrifft.

  1. 3. Waschen Sie Ihre Hände mit Seife.
  1. 4. Reißen Sie den Beutel entlang der gestrichelten Linie auf und entnehmen Sie die Fertigspritze. Der Inhalt der Fertigspritze ist eine viskose Formulierung mit gelartigem Aussehen, mit viskosen Eigenschaften und einer Farbe, die von weiß bis blassgelb variiert. Die übersättigte Lösung kann auch Mikroblasen enthalten, die sich während der Injektion auflösen können. Diese Unterschiede sind normal und beeinträchtigen die Produktqualität nicht.
Die Abbildung zeigt, wie der Beutel mit der Fertigspritze geöffnet wird.

Nachdem der schützende, beschichtete Beutel geöffnet wurde, ist das Produkt sofort anzuwenden.

  1. 5.

    Wählen Sie eine Injektionsstelle:

    5a.Wenn medizinisches Fachpersonal oder eine entsprechend unterwiesene Person (z. B. Familienmitglied oder Freund) die Injektion vornehmen: Anwendung im oberen äußeren Viertel des Gesäßes (Abb. 5a) oder in den oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite (Abb. 5b).

    5b.Wenn Sie sich selbst injizieren: Anwendung im oberen Abschnitt der Oberschenkelaußenseite (Abb. 5b).

Die Abbildung zeigt geeignete Injektionsstellen für die Spritze.

Die linke Abbildung (5a) zeigt die Injektion der Spritze für medizinsches Fachpersonal oder geschultes Personal in den oberen äußeren Bereich des Gesäßes.
Die rechte Abbildung (5b) zeigt die Injektionsstelle für die Selbstinjektion oder durch Fachpersonal im oberen Abschnitt des äußeren Oberschenkels.
  • Folgeinjektionen von Lanreotid Viatris sollten abwechselnd in die rechte oder linke Seite erfolgen. Vermeiden Sie Bereiche mit Muttermalen, Narbengewebe, geröteter Haut oder Hautstellen, die sich uneben anfühlen.

Injektion durch medizinisches Fachpersonal oder entsprechend unterwiesene Person

Selbstinjektion oder Injektion durch medizinisches Fachpersonal

oder

  1. 6. Reinigen Sie die Injektionsstelle.
  1. 7. Entnehmen Sie die Fertigspritze vor Injektion aus der Schale. Entsorgen Sie die Schale.
Die Abbildung zeigt die Fertigspritze, wie sie vorsichtig aus der Schale entnommen wird.
  1. 8. Entfernen Sie die Nadelkappe durch Abziehen und entsorgen Sie diese.
Die Abbildung zeigt das Entfernen der Nadelkappe von der Fertigspritze vor der Injektion.
  1. 9. Halten Sie die Haut um den Injektionsbereich flach, indem Sie mit Daumen und Zeigefinger der Hand, die nicht die Fertigspritze hält, die Haut dehnen. Die Haut nicht zusammendrücken. Führen Sie eine kräftige, geradlinige Bewegung (wie bei einem Wurfpfeil) aus, um die Nadel zügig und in der gesamten Länge, senkrecht zur Haut (90-Grad-Winkel) einzuführen. Es ist sehr wichtig, dass Sie die Nadel vollständig einführen. Wenn die Nadel vollständig eingeführt ist, sollte sie nicht mehr zu sehen sein.
Die Abbildung zeigt, wie die Haut vor der Injektion flach gezogen wird und die Nadel in einem 90-Grad-Winkel mit einer schnellen, geradlinigen Bewegung vollständig eingeführt wird.

Nicht aspirieren (nicht zurückziehen).

Injektion durch medizinisches Fachpersonal oder entsprechend unterwiesene Person

Selbstinjektion

oder

  1. 10. Lösen Sie die Dehnung der um die Injektionsstelle flach gehaltenen Haut. Drücken Sie den Kolben mit gleichbleibendem, sehr festem Druck nach unten. Das Arzneimittel ist dicker und schwerer zu injizieren als Sie es möglicherweise erwarten.

Üblicherweise braucht man dazu 20 Sekunden. Injizieren Sie die gesamte Dosis und drücken Sie ein letztes Mal, um sicherzustellen, dass sich der Kolben nicht weiter herunterdrücken lässt.

Die Abbildung zeigt eine Stoppuhr, die 20 Sekunden anzeigt.

Achtung: Halten Sie auch nach dem Injizieren den Druck auf den Kolben mit dem Daumen weiter aufrecht, um die vorzeitige Aktivierung des automatischen Sicherheitssystems zu verhindern.

Die Abbildung zeigt eine Hand, die die Spritze hält, mit einem Pfeil, der den anhaltenden Druck auf den Kolben nach der Injektion andeutet, um eine vorzeitige Aktivierung des Sicherheitssystems zu vermeiden.
  1. 11. Ziehen Sie die Injektionsnadel aus der Haut heraus, ohne dabei den Druck auf den Kolben zu verringern.
  1. 12. Lösen Sie dann den Druck auf den Kolben. Die Nadel wird automatisch in den Nadelschutz zurückgezogen und dauerhaft verschlossen.
  1. 13. Üben Sie mit einem trockenen Wattebausch oder sterilem Mull sanften Druck auf die Injektionsstelle aus, um Blutungen vorzubeugen. Die Injektionsstelle nach Verabreichung nicht reiben oder massieren.
  1. 14. Entsorgen Sie die verwendete Fertigspritze entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes oder des medizinischen Fachpersonals. Entsorgen Sie die Fertigspritze nicht in Ihrem allgemeinen Hausmüll.

Wenn Sie eine größere Menge von Lanreotid Viatris angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie sich eine größere Menge von Lanreotid Viatris injiziert haben als empfohlen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie sich zu viel Lanreotid Viatris injiziert haben oder Ihnen zu viel verabreicht wurde, können zusätzliche oder schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten (siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Wenn Sie die Anwendung von Lanreotid Viatris vergessen haben

Sobald Sie feststellen, dass Sie eine Injektion vergessen haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt in Verbindung. Er wird Ihnen den Zeitpunkt Ihrer nächsten Injektion nennen. Injizieren Sie sich keine zusätzlichen Injektionen selbst, um eine versäumte Injektion nachzuholen, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt besprochen zu haben.

Wenn Sie die Anwendung von Lanreotid Viatris abbrechen

Eine Unterbrechung für mehr als eine Dosis oder eine vorzeitige Beendigung der Behandlung mit Lanreotid Viatris kann den Erfolg der Behandlung beeinträchtigen. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Abbildung zeigt das Herausziehen nach der Injektionsnadel, wobei ein Pfeil andeutet, dass der Druck auf den Kolben weiterhin gehalten werden muss, um eine vorzeitige Aktivierung des Sicherheitssystems zu vermeiden.
Die Abbildung zeigt das Loslassen des Kolbens, wodurch die Nadel automatisch in den Nadelschutz zurückgezogen und dauerhaft verschlossen wird.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

  • Verstärktes Gefühl von Durst und Müdigkeit sowie Auftreten von Mundtrockenheit - dies können Anzeichen dafür sein, dass Sie einen hohen Blutzuckerspiegel haben oder Diabetes entwickeln.
  • Verstärktes Gefühl von Hunger, Zittern, Schwitzen oder Verwirrtheit - dies können Anzeichen für einen niedrigen Blutzuckerspiegel sein.

Diese Nebenwirkungen treten häufig auf. Sie können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie bemerken, dass

  • Ihr Gesicht rot oder geschwollen wird oder sich Flecken oder ein Hautausschlag bilden.
  • Ihre Brust sich eng anfühlt, Sie kurzatmig werden oder keuchen.
  • Sie sich schwach fühlen, möglicherweise als Folge eines Blutdruckabfalls.

Die oben genannten Symptome können auf eine allergische Reaktion hinweisen.

Die Häufigkeit dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt und kann auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden.

Andere Nebenwirkungen

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken.

Die am häufigsten zu erwartenden Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden, Probleme mit der Gallenblase und Reaktionen an der Injektionsstelle. Mögliche Nebenwirkungen von Lanreotid Viatris sind entsprechend ihren Häufigkeiten nachstehend aufgeführt.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen:

  • Durchfall, weiche Stühle, Schmerzen im Bauchraum
  • Gallensteine und andere Probleme mit der Gallenblase. Sie können Symptome wie schwere und plötzlich auftretende Bauchschmerzen, hohes Fieber, Gelbsucht (gelbliche Verfärbung der Haut und des weißen Teils der Augen), Schüttelfrost, Appetitlosigkeit und juckende Haut haben.

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen:

  • Gewichtsverlust
  • Antriebslosigkeit
  • Langsamer Herzschlag
  • starke Müdigkeit
  • verringerter Appetit
  • generelles Gefühl der Schwäche
  • übermäßiger Fettanteil im Stuhl
  • Schwindelgefühl, Kopfschmerzen
  • Haarverlust oder spärlicher Körperhaarwuchs
  • Schmerzen, die sich auf Muskeln, Bänder, Sehnen und Knochen auswirken
  • Reaktionen an der Injektionsstelle, wie z. B. Schmerzen, Hautverhärtungen oder Juckreiz
  • abnorme Leber- und Bauchspeicheldrüsen-Laborwerte und Änderungen im Blutzuckerspiegel
  • Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Blähungen, Bauchblähung oder Bauchbeschwerden, Verdauungsstörungen
  • biliäre Dilatation (Erweiterung der Gallengänge zwischen Ihrer Leber und Gallenblase und dem Darm). Sie haben möglicherweise Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Gelbsucht und Fieber.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen:

  • Hitzewallungen
  • Schlafstörungen
  • Änderung der Farbe des Stuhls
  • Änderung der Plasmaspiegel für Natrium und alkalische Phosphatase (im Bluttest feststellbar)

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

  • plötzliche, schwere Schmerzen im Unterleib - diese können Anzeichen einer entzündeten Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) sein.
  • Rötung, Schmerz, Wärme und Schwellung an der Injektionsstelle, die sich beim Drücken flüssigkeitsgefüllt anfühlen kann, Fieber – dies kann ein Zeichen für einen Abszess sein
  • plötzliche, starke Schmerzen im oberen rechten oder mittleren Bauchraum, die sich auf die Schulter oder den Rücken ausbreiten können, Druckempfindlichkeit des Bauches, Übelkeit, Erbrechen und hohes Fieber – dies kann ein Zeichen für eine Entzündung der Gallenblase sein (Cholezystitis).
  • Schmerzen im oberen rechten Bauchraum, Fieber, Schüttelfrost, gelbliche Verfärbung der Haut und der Augen (Gelbsucht), Übelkeit, Erbrechen, lehmfarbener Stuhlgang, dunkler Urin, Müdigkeit – diese können Zeichen für eine Entzündung des Gallengangs (Cholangitis) sein.
  • Verminderung der Bauchspeicheldrüsen-Enzyme. Da Lanreotid die Freisetzung von Enzymen der Bauchspeicheldrüse, die an der Verdauung der Nahrung beteiligt sind, beeinträchtigen kann, kann es bei Ihnen zu Symptomen wie fettigem Stuhlgang, lockerem Stuhlgang, Blähungen oder Gewichtsverlust kommen.

Lanreotid kann Ihren Blutzuckerspiegel verändern, deshalb wird Ihr Arzt möglicherweise, insbesondere bei Behandlungsbeginn, Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren.

Bei dieser Art von Arzneimitteln können Probleme mit der Gallenblase auftreten, deshalb wird Ihr Arzt möglicherweise, bei Behandlungsbeginn mit Lanreotid Viatris und danach in regelmäßigen Abständen, auch Ihre Gallenblase überwachen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bemerken.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Lanreotid Viatris aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Etiketten nach „Verwendbar bis/Verw. bis“ bzw. „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Die Chargennummer bzw. Chargenbezeichnung wird nach der Abkürzung „Ch.-B.“ bzw.„Lot“ angeführt.

Lanreotid Viatris im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Produkt kann im versiegelten Beutel zur weiteren Lagerung und Anwendung in den Kühlschrank zurückgelegt werden (die Anzahl der Temperaturschwankungen darf „3-mal“ nicht überschreiten), wenn es nach Entnahme aus dem Kühlschrank insgesamt nicht länger als 72 Stunden bei unter 30 °C gelagert wurde.

Jede Fertigspritze ist einzeln verpackt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Lanreotid Viatris enthält

Der Wirkstoff ist:

Jede Fertigspritze enthält 60 mg, 90 mg oder 120 mg Lanreotid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Wasser für Injektionszwecke

Essigsäure (zur pH-Wert-Einstellung)

Wie Lanreotid Viatris aussieht und Inhalt der Packung

Lanreotid Viatris ist eine viskose Injektionslösung in einer gebrauchsfertigen Fertigspritze, die mit einem automatischen Sicherheitssystem ausgestattet ist. Es ist eine weiße bis blassgelbe, viskose Formulierung.

Jede Fertigspritze ist in einem beschichteten Beutel und einer Faltschachtel verpackt.

Packungsgrößen:

Faltschachtel mit einer 0,5-ml-Fertigspritze mit einem automatischen Sicherheitssystem und einer Nadel (1,2 mm x 20 mm).

Faltschachtel mit drei Beuteln, die jeweils eine 0,5-ml-Fertigspritze und eine Nadel (1,2 mm x 20 mm) enthalten.

1 x 60 mg, 3 x 60 mg

1 x 90 mg, 3 x 90 mg

1 x 120 mg, 3 x 120 mg

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Übersetzung der englischen Information auf dem Etikett der Fertigspritze:

Der Name des Produkts ist Lanreotid.

Zur tiefen subkutanen Anwendung. Nur zur einmaligen Anwendung.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Viatris Limited

Damastown Industrial Park, Mulhuddart

Dublin 15

DUBLIN

Irland

Hersteller

Sun Pharmaceutical Industries (Europe) B.V.

Polarisavenue 87

2132 JH Hoofddorf

Niederlande

oder

Terapia S.A.

Strada Fabricii Nr. 124

400640 Cluj-Napoca

Rumänien

Lanreotid Viatris 60 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze Z.Nr.:

Lanreotid Viatris 90 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze Z.Nr.:

Lanreotid Viatris 120 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze Z.Nr.:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

BelgienLanreotide Viatris 60 mg/90 mg/120 mg oplossing voor injectie in een voorgevulde spuit
DänemarkLanreotid Viatris
DeutschlandLanreotid Viatris 60 mg/90 mg/120 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
FinnlandLanreotide Viatris 60 mg/90 mg/120 mg injektioneste, liuos, esitäytetty ruisku
FrankreichLanréotide Viatris 60 mg/90 mg/120 mg, solution injectable en seringue préremplie
IrlandLanreotide Viatris 60 mg/90 mg/120 mg solution for injection in prefilled syringe
ItalienLANRENET 60 mg/90 mg/120 mg soluzione iniettabile in siringa preriempita
NorwegenLanreotide Viatris 60 mg/90 mg/120 mg injeksjonsvæske, oppløsning i ferdigfylt sprøyte
ÖsterreichLanreotid Viatris 60 mg/90 mg/120 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2025.

Über dieses Dokument

Quelle: BASG – Medikamente Info Austria, Stand 03/2025 · Zulassungsnummer (Z.Nr.): 142613

Was die Abschnitte und die Häufigkeiten der Nebenwirkungen bedeuten: Beipackzettel richtig lesen

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat Ihrer Ärztin, Ihres Arztes oder Ihrer Apotheke.

Angaben zum Medikament Lanreotid Viatris 60 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

Was diese Angaben bedeuten

Abgabe?
Rezeptpflichtig?
  • Dieses Medikament ist rezeptpflichtig: Sie bekommen es nur mit einem ärztlichen Rezept. Bei einmaliger Abgabe gilt das Rezept für eine Abgabe, außer die Ärztin oder der Arzt ordnet die wiederholte Abgabe ausdrücklich an. Bei wiederholter Abgabe darf die Apotheke das Medikament noch bis zu fünfmal abgeben, wenn auf dem Rezept nichts anderes steht.
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf ärztliche Verschreibung
Abgabestelle? Apotheke
Wirkstoff? Lanreotid acetat
Darreichungsform? Injektionslösung in einer Fertigspritze
ATC-Klassifikation?
  1. H Systemische Hormonpräparate, exkl. Sexualhormone und Insuline
    1. H01 Hypophysen- und Hypothalamushormone und Analoga
      1. H01C Hypothalamushormone
        1. H01CB Somatostatin und Analoga
          1. H01CB03 Lanreotid
Zulassung (Z.Nr.)? 142613; seit 31.03.2025; Verfahren: DE/H/7954/001
Inverkehrbringen? keine Einstellung gemeldet
Zulassungsinhaber? Viatris Limited, Damastown Industrial Park Mulhuddart -, D15XD71 Dublin 15, Irland

Quelle: BASG – Medikamente Info Austria, Daten vom 27.10.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat.