Fachinformation - Befodair 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm pro Sprühstoß Druckgasinhalation, Lösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Befodair 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm pro Sprühstoß Druckgasinhalation, Lösung.
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jeder Sprühstoß (aus dem Dosierventil) enthält:
200 Mikrogramm Beclometasondipropionat und 6 Mikrogramm Formoterolfumarat-Dihydrat. Dies entspricht einer über das Mundstück abgegebenen Dosis von 169,2 Mikrogramm Beclometasondipropionat und 5,0 Mikrogramm Formoterolfumarat-Dihydrat.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung
Dieses Arzneimittel enthält 9 mg Alkohol (Ethanol, wasserfrei) pro Sprühstoß (aus dem Dosierventil)
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Druckgasinhalation, Lösung.
Farblose bis gelbliche Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Befodair ist indiziert für die regelmäßige Behandlung von Asthma, bei der die Anwendung eines Kombinationsprodukts (inhalatives Kortikosteroid und lang wirkender Beta-2-Agonist) angezeigt ist:
Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden und inhalativen schnell wirkenden Beta-2-
Agonisten zur bedarfsweisen Inhalation nicht ausreichend eingestellt sind oder • Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden und lang wirkenden Beta-2-Agonisten in
Kombination bereits ausreichend eingestellt sind.
Befodair wird bei Erwachsenen angewendet.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Befodair ist nicht zur Anfangsbehandlung von Asthma bestimmt. Die Dosierung der Einzelkomponenten von Befodair erfolgt individuell und sollte dem Schweregrad der Erkrankung angepasst werden. Dies sollte nicht nur bei Beginn der Behandlung mit Kombinationspräparaten beachtet werden, sondern auch bei Dosisanpassungen. Wenn ein Patient Dosiskombinationen benötigt, die nicht mit dem Kombinationspräparat zur Verfügung stehen, sollten geeignete Dosierungen eines Beta-2-Agonisten und/oder eines Kortikosteroids in separaten Inhalatoren verordnet werden.
Das Beclometasondipropionat in Befodair ist gekennzeichnet durch eine extrafeine Partikelgröße-Verteilung; dies sorgt für eine stärkere Wirkung als bei Formulierungen, die eine nicht-extrafeine Partikelgröße-Verteilung des Beclometasondipropionats haben (100 Mikrogramm Beclometasondipropionat extrafein in Befodair entsprechen 250 Mikrogramm Beclometasondipropionat in einer nicht-extrafeinen Formulierung).
Daher sollte die gesamte täglich verabreichte Dosis von Beclometasondipropionat in Befodair geringer sein als die gesamte täglich verabreichte Dosis von Beclometasondipropionat in einer nichtextrafeinen Formulierung. Dies sollte Berücksichtigung finden, wenn ein Patient vom Beclometasondipropionat einer nicht-extrafeinen Formulierung zu Befodair transferiert wird; die Dosis von Beclometasondipropionat sollte geringer sein und wird an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst werden müssen
Empfohlene Dosierung für Erwachsene ab 18 Jahren:
Zwei Inhalation zweimal täglich.
Die maximale Tagesdosis beträgt 4 Inhalationen.
Befodair 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm ist nur als Erhaltungstherapie zu verwenden. Eine geringere Stärke (Befodair 100 Mikrogramm/6 Mikrogramm), ist für eine Erhaltungs-, und Bedarfstherapie verfügbar.
Patienten sind darauf hinzuweisen, dass sie jederzeit ihr separates kurz wirksames Bronchodilatator für die Notfallbehandlung zur Verfügung haben sollten.
Patienten sollen regelmäßig von einem Arzt untersucht werden, sodass die optimale Dosierung von Befodair gewahrt bleibt und nur auf ärztlichen Rat hin geändert wird. Die Dosierung sollte auf die niedrigste Dosis eingestellt werden, mit der eine effektive Langzeitkontrolle der Symptome erreicht wird. In Fällen, in denen die Kontrolle der Symptomatik mit der niedrigsten empfohlenen Dosisstärke erreicht wird, könnte der nächste Schritt darin bestehen, ein inhalatives Kortikosteroid allein anzuwenden. Befodair 200/6 Mikrogramm sollte nicht für die Step-Down-Behandlung verwendet werden, aber eine niedrigere dosierte Beclometasondipropionat-Komponente im gleichen Befodair-Inhalator ist für eine „Step-down-Behandlung“ verfügbar (Befodair 100/6 Mikrogramm).
Die Patienten sind anzuweisen, Befodair jeden Tag anzuwenden, auch wenn sie keine Symptome aufweisen.
Kinder und Jugendliche
Empfohlene Dosierung für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:
Befodair 200/6 Mikrogramm darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten:
Bei älteren Patienten sind keine Dosisanpassungen erforderlich.
Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen:
Für die Anwendung von Befodair bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen liegen keine Daten vor (siehe Abschnitt 5.2).
Art der Anwendung
Befodair ist zur Inhalation bestimmt.
Um die korrekte Anwendung des Arzneimittels sicherzustellen, sollte ein Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft dem Patienten zeigen, wie der Inhalator richtig benutzt wird. Eine korrekte Verwendung des Druckgasinhalators ist essenziell, damit die Therapie erfolgreich ist. Dem Patienten sollte angeraten werden, die Gebrauchsinformation sorgfältig zu lesen, und den darin beschriebenen Instruktionen zu folgen.
Befodair wird mit einem Dosiszähler auf der Rückseite des Inhalators zur Verfügung gestellt, der anzeigt, wie viele Dosen noch verfügbar sind. Jedes Mal, wenn der Patient das Druckbehältnis nach unten drückt, wird ein Sprühstoß des Arzneimittels freigesetzt und das Zählwerk zählt um 1 herunter. Der Patient sollte darauf hingewiesen werden, den Inhalator nicht fallen zu lassen, da dies bewirken kann, dass der Dosiszähler bzw. die Dosisanzeige weiterzählt.
Überprüfung des Inhalators
Vor der ersten Verwendung des Inhalators sowie nach Nichtgebrauch über 14 oder mehr Tage sollte der Patient einen Sprühstoß in die Luft abgeben, um eine einwandfreie Funktion festzustellen. Nach der ersten Überprüfung sollte das Zählwerk 120 anzeigen.
Anwendung des Inhalators
Wenn der Inhalator starker Kälte ausgesetzt war, sollten die Patienten ihn einige Minuten lang mit den Händen anwärmen, bevor sie ihn benutzen. Sie sollten ihn niemals künstlich erwärmen.
Wenn möglich, sollte der Patient die Inhalation in aufrechter Körperhaltung – stehend oder sitzend – durchführen.
- 1.
Die Patienten sollten die Schutzkappe vom Mundstück entfernen und überprüfen, ob das
Mundstück sauber ist und frei von Staub, Schmutz oder anderen fremden Objekten. 2. Die Patienten sollten so langsam und tief wie möglich ausatmen.
- 3. Die Patienten sollten das Druckbehältnis unabhängig von der eigenen Körperposition senkrecht mit dem Behälterboden nach oben halten und das Mundstück mit den Lippen umschließen, ohne dabei in das Mundstück zu beißen.
- 4.
Die Patienten sollten langsam und tief durch den Mund einatmen. Nachdem mit dem
Einatmen begonnen wurde, sollten sie auf den oberen Teil des Inhalators drücken, um einen Sprühstoß freizusetze.
- 5.
Die Patienten sollten den Atem so lange wie möglich anhalten und anschließend den
Inhalator aus dem Mund nehmen und langsam ausatmen. Die Patienten sollten nicht in den Inhalator hinein ausatmen.
Um einen weiteren Sprühstoß zu inhalieren, sollten die Patienten den Inhalator etwa eine halbe Minute aufrecht halten und anschließend die Schritte 2 bis 5 wiederholen.
WICHTIG: Die Patienten sollten die Schritte 2 bis 5 nicht überhastet vornehmen.
Nach der Anwendung sollten die Patienten den Inhalator mit der Schutzkappe wieder verschließen und den Dosiszähler überprüfen
Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, daran zu denken, sich einen neuen Inhalator zu besorgen, wenn der Dosiszähler oder die Dosisanzeige den Wert „20“ anzeigt. Die Patienten sollten den Inhalator nicht mehr verwenden, wenn das Zählwerk den Wert „0“ anzeigt, da die noch im Behältnis verbleibende Menge dann nicht mehr ausreichend sein könnte, um eine vollständige Dosis abzugeben und sollten den neuen Inhalator verwenden.
Wenn nach der Inhalation entweder vom Inhalator oder seitlich aus dem Mund Sprühnebel entweicht, sollte erneut mit Schritt 2 begonnen werden.
Für Patienten mit kraftlosen Händen kann es leichter sein, den Inhalator mit beiden Händen zu halten. Dazu wird der Inhalator mit beiden Zeigefingern von oben und beiden Daumen von unten gehalten.
Die Patienten sind darauf hinzuweisen, nach jeder Anwendung den Mund auszuspülen, mit Wasser zu gurgeln oder die Zähne zu putzen. (siehe Abschnitt 4.4).
Reinigung
Die Patienten sind darauf hinzuweisen, die Anweisungen zur Reinigung des Inhalators in der Gebrauchsinformation genau durchzulesen. Zur regelmäßigen Reinigung des Inhalators sollten die Patienten die Schutzkappe vom Mundstück entfernen und die Außenseite und Innenseite des Mundstücks mit einem trockenen Tuch abwischen. Sie sollten das Druckbehältnis nicht aus dem Standardinhalator entfernen und kein Wasser oder andere Flüssigkeiten zur Reinigung des Mundstücks verwenden.
Patienten, die Schwierigkeiten haben die Bedienung des Dosieraerosols mit dem Einatmen zu synchronisieren, können die Inhalationshilfe AeroChamber Plus® verwenden. Sie sollten von ihrem Arzt oder Apotheker im korrekten Gebrauch und der Pflege des Inhalators und der Inhalationshilfe unterwiesen werden. Die Anwendung sollte überprüft werden, um die optimale Abgabe der inhalierten Wirkstoffe in der Lunge zu gewährleisten. Dies kann von den Patienten, die AeroChamber Plus® anwenden, durch einen kontinuierlichen, langsamen und tiefen Atemzug durch die Inhalationshilfe, ohne Verzögerung zwischen Betätigung des Inhalators und der Inhalation, erreicht werden.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 gelisteten sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Beclometasone dipropionate/Formoterol sollte mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen (z.B. Überwachung) bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen, besonders mit: AV-Block III. Grades und Tachyarrhythmien (beschleunigter und/oder unregelmäßiger Herzschlag), idiopathische subvalvuläre Aortenstenose, hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie, ischämische Herzkrankheit, dekompesierte Herzinsuffizienz, , schwere arterielle Hypertonie und Aneurysma verwendet werden.
Vorsicht ist auch geboten bei Patienten mit bekanntem oder vermutetem verlängertem QTc-Intervall, entweder Arzneimittel-induziert oder erblich bedingt (QTc >0,44 Sek). Formoterol kann selbst eine Verlängerung des QTc-Intervalls hervorrufen.
Ebenso ist Vorsicht geboten, wenn Befodair von Patienten mit Thyreotoxikose, Diabetes mellitus, Phäochromozytom und unbehandelter Hypokaliämie angewendet wird.
Durch eine Beta-2-Agonisten-Behandlung kann eine potenziell schwere Hypokaliämie hervorgerufen werden. Bei schwerem Asthma ist besondere Vorsicht geboten, da diese Wirkung durch Hypoxie verstärkt werden kann. Hypokaliämie kann auch durch Begleitbehandlung mit anderen Arzneimitteln, die ihrerseits Hypokaliämie verursachen können, wie z.B.: Xanthinderivate, Steroide und Diuretika (siehe Abschnitt 4.5), verstärkt werden. Vorsicht wird auch empfohlen bei instabilem Asthma, wenn häufig Bronchodilatatoren als Notfallmedikation nötig sind. Bei betroffenen Patienten wird eine Überwachung der Serumkaliumspiegel empfohlen.
Bei der Inhalation von Formoterol kann der Blutglukosespiegel ansteigen. Daher muss der Blutzuckerspiegel bei Diabetikern engmaschig überwacht werden.
Wenn eine Narkose unter Verwendung von halogenierten Anästhetika geplant ist, muss sichergestellt sein, dass Befodair mindestens 12 Stunden vor Narkosebeginn nicht mehr angewendet wird, da ein Risiko von Herzrhythmusstörungen besteht.
Wie alle inhalativen kortikosteroidhaltigen Medikamente muss auch Befodair bei Patienten mit aktiver oder inaktiver Lungentuberkulose, Mykosen und viralen Infektionen der Atemwege mit Vorsicht angewendet werden.
Es wird empfohlen, eine abrupte Beendigung der Behandlung mit Befodair zu vermeiden.
Wenn Patienten die Behandlung als wirkungslos empfinden, ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt notwendig. Ein zunehmender Gebrauch von Bronchodilatatoren als Notfallmedikation weist auf eine Verschlechterung der Grunderkrankung hin und macht ein Überdenken der Asthmatherapie notwendig. Eine plötzliche und zunehmende Verschlechterung der Asthma -Kontrolle ist potenziell lebensbedrohlich, daher sollte der Patient dringend von einem Arzt untersucht werden. Zu überlegen ist der Bedarf einer verstärkten Behandlung mit Kortikosteroiden in inhalativer oder oraler Therapie, oder eine Behandlung mit Antibiotika, wenn eine Infektion vermutet wird.
Die Behandlung mit Befodair sollte nicht während einer Exazerbationsphase eingeleitet werden, oder wenn sich das Asthma signifikant oder akut verschlechtert. Schwerwiegende, Asthma-ähnliche Nebenwirkungen und Exazerbationen können während der Behandlung mit Befodair auftreten. Die Patienten sollten die Behandlung dennoch fortführen, aber medizinischen Rat suchen, wenn die Asthma-Symptome nach Beginn der Befodair Anwendung unkontrolliert bleiben oder sich verschlechtern.
Wie bei anderen inhalativen Arzneimitteln kann ein paradoxer Bronchospasmus auftreten, der mit stärkeren pfeifenden Atemgeräuschen und Atemnot unmittelbar nach der Dosierung verbunden ist. Dies sollte sofort mit einem schnellwirksamen inhalativen Bronchodilatator behandelt werden. In diesem Fall muss Befodair umgehend abgesetzt werden; der Patient sollte untersucht und ggf. eine andere Therapie eingeleitet werden.
Befodair sollte nicht zur Erstbehandlung von Asthma verwendet werden.
Zur Behandlung akuter Asthma-Anfälle sollten die Patienten angewiesen werden, ihren schnellwirksamen Bronchodilatator immer verfügbar zu haben.
Die Patienten sind daran zu erinnern, Befodair täglich wie verschrieben anzuwenden, auch wenn sie symptomfrei sind.
Sobald die Asthma-Symptome kontrolliert sind, sollte eine schrittweise Reduzierung der Befodair Dosis überlegt werden. Während die Behandlung reduziert wird, ist eine regelmäßige Überprüfung der Patienten wichtig. Die geringste wirksame Dosis von Befodair sollte verwendet werden. (Beclometasondipropionat/Formoterol ist auch in niedrigerer Dosierung – 100/6 Mikrogramm – erhältlich, siehe Abschnitt 4.2).
Systemische Wirkungen können bei jedem inhalativen Kortikosteroid auftreten, besonders bei hohen Dosen über einen langen Zeitraum. Diese Wirkungen sind jedoch viel unwahrscheinlicher unter der Inhalationsbehandlung als bei oralen Kortikosteroiden. Mögliche systemische Wirkungen sind: Cushing Syndrom, Cushingoide Eigenschaften, Nebennierensuppression, Abnahme der Knochenmineraldichte, Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen, Katarakt und Glaukom und, weitaus seltener, eine Reihe an psychologischen Effekten oder Verhaltensänderungen einschließlich psychomotorischer Hyperaktivität, Schlafstörungen, Ängstlichkeit, Depression oder Aggression (besonders bei Kindern).
Es ist deshalb wichtig, dass der Patient regelmäßig untersucht wird und das inhalative Kortikosteroid auf die niedrigste Dosierung eingestellt wird, mit der eine wirksame Kontrolle des Asthmas aufrechterhalten werden kann.
Bei Einzelgaben haben die Daten zur Pharmakokinetik (siehe Abschnitt 5.2) gezeigt, dass durch die Anwendung von Befodair mit der Inhalationshilfe AeroChamber Plus®, verglichen mit dem Standard-Inhalator, die systemische Exposition von Formoterol nicht erhöht und von Beclometason-17-monopropionat reduziert wird, während mehr unverändertes Beclometasondipropionat von der Lunge in den Körperkreislauf gelangt. Da sich aber die totale systemische Exposition von Beclometasondipropionat und dessen aktiven Metaboliten nicht verändert, ergibt sich kein erhöhtes Risiko für systemische Effekte, wenn Befodair mit der genannten Inhalationshilfe angewendet wird
Die Behandlung von Patienten mit hohen Dosierungen inhalativer Kortikosteroide über längere Zeit kann zu einer Nebennierensuppression bis zur akuten adrenalen Krise führen. Kinder unter 16 Jahren, die mehr als die empfohlene Dosis von Beclometasondipropionat einnehmen/inhalieren könnten ein besonderes Risiko haben. Situationen, die möglicherweise eine akute Nebenniereninsuffizienz auslösen könnten, sind Traumata, Operationen, Infektionen oder eine rasche Dosisreduzierung. Die Symptome sind in der Regel vage, wie z. B. Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Hypotonie, Bewusstseinseinschränkungen, Hypoglykämie und Krampfanfälle. Die zusätzliche Gabe von systemischen Kortikosteroiden sollte während Stresssituationen oder im Rahmen einer geplanten Operation in Erwägung gezogen werden. Wenn es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass die Nebennierenfunktion durch eine frühere systemische Kortikosteroidtherapie eingeschränkt ist, sollten Patienten nur mit Vorsicht auf Befodair umgestellt werden.
Bei Patienten, die von oralen Kortikosteroiden auf eine Inhalationstherapie umgestellt werden, kann über einen längeren Zeitraum das Risiko einer eingeschränkten Funktion der Nebennieren bestehen. Für Patienten, die in der Vorgeschichte eine hoch dosierte Kortikosteroidgabe als Notfallmedikation benötigt haben oder über längere Zeit damit behandelt wurden, oder hohe Dosen von inhalativen Kortikosteroiden erhalten haben, kann ebenfalls ein Risiko bestehen. Eine mögliche eingeschränkte Funktion der Nebennieren sollte vor allem während Stresssituationen, wie bei Notfällen oder bei einer anstehenden Operation, berücksichtigt und die zusätzliche Gabe von systemischen Kortikosteroiden in Erwägung gezogen werden. Wegen des erhöhten Risikos einer Nebennierenfunktionsstörung sollte vor geplanten operativen Eingriffen ein Spezialist hinzugezogen werden.
Die Patienten sollten darüber informiert werden, dass Beclometason/Formoterol Cipla eine geringe Menge an Ethanol enthält (ca. 9 mg pro Sprühstoß). Die in normalen Dosen vorhandene Ethanolmenge ist jedoch vernachlässigbar gering und stellt für den Patienten kein Risiko dar.
Dieses Arzneimittel enthält 9 mg Alkohol (Ethanol) pro Sprühstoß. Die Menge in einem Sprühstoß dieses Arzneimittels entspricht weniger als 1ml Bier oder 1 ml Wein. Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine wahrnehmbaren Auswirkungen.
Um das Risiko einer Candida-Infektion der Mund- und Rachenschleimhaut zu vermindern, sollte der Patient darauf hingewiesen werden, nach jeder Inhalation den Mund mit Wasser auszuspülen, mit Wasser zu gurgeln oder die Zähne zu putzen.
Sehstörung
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Kortikosteroide gemeldet wurden.
Doping
Die Anwendung des Arzneimittels Beclometason/Formoterol Cipla kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Pharmakokinetische Wechselwirkungen
Beclometasondipropionat wird über Esterasen sehr rasch verstoffwechselt. Beclometason ist weniger abhängig vom CYP3A-Metabolismus als einige andere Kortikosteroide, und Wechselwirkungen sind im Allgemeinen unwahrscheinlich. Die Möglichkeit systemischer Wirkungen bei der gleichzeitigen Anwendung starker CYP3AInhibitoren (z. B. Ritonavir, Cobicistat) kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, weshalb bei der Anwendung solcher Mittel Vorsicht geboten ist und eine entsprechende Überwachung empfohlen wird.
Pharmakodynamische Wechselwirkungen
Beta-Adrenorezeptorenblocker können die Wirkung von Formoterol abschwächen oder hemmen.
Beclometasondipropionat/Formoterol sollte daher nicht zusammen mit Beta-Adrenorezeptorenblockern (einschließlich Augentropfen) angewendet werden, sofern dies nicht zwingend erforderlich ist.
Andererseits kann die gleichzeitige Anwendung von anderen beta-adrenergen Arzneimitteln einen potenziell additiven Effekt haben, daher ist Vorsicht geboten bei der gleichzeitigen Verschreibung von Theophyllin oder anderen beta-adrenergen Arzneimitteln mit Formoterol.
Die gleichzeitige Behandlung mit Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Phenothiazinen, Antihistaminika, Monoaminoxidasehemmern und trizyklischen Antidepressiva kann das QTc-Intervall verlängern und das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien erhöhen.
Zusätzlich können L-Dopa, L-Thyroxin, Oxytocin und Alkohol die kardiale Toleranz gegenüber Beta-2-Sympathomimetika beeinträchtigen.
Die gleichzeitige Behandlung mit Monoaminoxidase-Hemmern, einschließlich Wirkstoffen mit ähnlichen Eigenschaften wie Furazolidon und Procarbazin, kann die hypertensiven Reaktionen verstärken.
Ein erhöhtes Arrhythmierisiko besteht bei Patienten, die gleichzeitig mit Anästhetika behandelt werden, die halogenierte Kohlenwasserstoffe enthalten.
Gleichzeitige Behandlung mit Xanthinderivaten, Steroiden oder Diuretika kann einen möglichen hypokaliämischen Effekt von Beta-2-Agonisten verstärken (siehe Abschnitt 4.4). Bei Patienten, die mit Digitalisglykosiden behandelt werden, kann eine ggf. auftretende Hypokaliämie die Anfälligkeit für Arrhythmien erhöhen.
Befodair enthält eine geringe Menge von Ethanol. Es gibt ein theoretisches Potential zur Interaktion bei besonders empfindlichen Patienten, die Disulfiram oder Metronidazol einnehmen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Es gibt keine Erfahrung oder Belege zur Sicherheit des Treibmittels HFA-134a in der Schwangerschaft oder Stillzeit beim Menschen. In Studien zur Auswirkung von HFA-134a zur Reproduktionsfähigkeit und Embryonalentwicklung in Tieren zeigten sich keine relevanten Nebenwirkungen.
Es liegen keine relevanten klinischen Daten für die Anwendung von Befodair bei schwangeren Frauen vor. In Tierstudien mit einer Beclometasondipropionat –FormoterolKombination zeigten sich Hinweise auf Reproduktionstoxizität nach hoher systemischer Exposition (siehe Abschnitt 5.3 „Präklinische Daten zur Sicherheit“). Wegen der bekannten Wehen-hemmenden Wirkung von Beta2-Sympathomimetika ist kurz vor der Entbindung eine besondere Sorgfalt angebracht. Formoterol sollte während der Schwangerschaft und besonders am Ende der Schwangerschaft oder während der Wehen nicht zum Gebrauch empfohlen werden, es sei denn, es gibt keine andere (sicherere) etablierte Alternative.
Befodair sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen größer als das mögliche Risiko ist.
Stillzeit
Es liegen keine relevanten klinischen Daten für die Anwendung von Befodair während der Stillzeit beim Menschen vor.
Obwohl keine tierexperimentellen Befunde vorliegen, ist zu erwarten, dass Beclometasondipropionat, wie andere Kortikosteroide, in die Muttermilch übergeht.
Es ist zwar nicht bekannt, ob Formoterol beim Menschen in die Muttermilch übergeht, es wurde aber in der Milch von säugenden Tieren nachgewiesen.
Die Anwendung von Befodair bei stillenden Müttern sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn der erwartete Nutzen größer als das mögliche Risiko ist.
Es muss entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder die
Beclometasondipropionat/Formoterol-Therapie abgesetzt/abgebrochen werden soll, wobei der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen ist.
Fertilität
Es liegen keine Daten beim Menschen vor. In Tierstudien an Ratten wurde das Vorhandensein von Beclometasondipropionat in hohen Dosen in der Kombination mit einer verminderten weiblichen Fruchtbarkeit und Embryotoxizität in Verbindung gebracht (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Beclometason/Formoterol Cipla hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Da Befodair Beclometasondipropionat und Formoterolfumarat--Dihydrat enthält, können die für jede der Substanzen bekannten Nebenwirkungen in gleicher Art und Weise auftreten. Es gibt keine Hinweise auf zusätzliche Nebenwirkungen nach gleichzeitiger Verabreichung der beiden Substanzen.
Unerwünschte Wirkungen, die mit der Anwendung der fixen Kombination (Befodair) von Beclometasondipropionat und Formoterol, als auch der einzelnen Wirkstoffe in Verbindung gebracht werden, sind im Folgenden aufgeführt, geordnet nach Organsystemklassen. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert:
sehr häufig (≥1/10),
häufig (≥1/100 bis <1/10),
gelegentlich (≥1/1,000 bis <1/100),
selten (≥1/10,000 bis < 1/1,000),
sehr selten (≤1/10,000),
unbekannt (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).
Häufige und gelegentliche Nebenwirkungen wurden aus den Daten klinischer Studien mit Asthma- und COPD-Patienten abgeleitet.
| Organsystemklasse | Nebenwirkung | Häufigkeit |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | Pharyngitis, orale Candidiasis | Häufig |
| Influenza, orale Pilzinfektion, Oropharyngeale Candidamykose, Ösophagus-Candidamykose, Vulvovaginale Candidamykose, Gastroenteritis, Sinusitis, Rhinitis, Pneumonie* | Gelegentlich | |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Granulozytopenie | Gelegentlich |
| Thrombozytopenie | Sehr selten | |
| Erkrankungen des Immunsystems | Allergische Dermatitis | Gelegentlich |
| Überempfindlichkeitsreaktionen, inklusive Erythema, Ödeme der Lippen, des Gesichts, der Augen und des Rachens | Sehr selten | |
| Endokrine Erkrankungen | Nebennierensuppression | Sehr selten |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Hypokaliämie, Hyperglykämie | Gelegentlich |
| Psychische Erkrankungen | Ruhelosigkeit | Gelegentlich |
| Psychomotorische Hyperaktivität, Schlafstörungen, Ängstlichkeit, Depression, Aggression, Verhaltensänderung (vor allem bei Kindern) | Unbekannt | |
| Erkrankungen des Nervensystems | Kopfschmerzen | Häufig |
| Tremor, Benommenheit | Gelegentlich | |
| Augenerkrankungen | Glaukoma, Katarakt | Sehr selten |
| Verschwommenes Sehen (siehe auch Abschnitt 4.4) | Unbekannt | |
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | Otosalpingitis | Gelegentlich |
| Herzerkrankungen | Palpitationen, Verlängerung des Frequenz-korrigierten QTIntervalls, EKG-Veränderungen, Tachykardie, Tachyarrhythmie, Vorhofflimmern* | Gelegentlich |
| Ventrikuläre Extrasystolen, Angina pectoris | Selten | |
| Gefäßerkrankungen | Hyperämie, Hitzewallung | Gelegentlich |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Dysphonie | Häufig |
| Husten, produktiver Husten, Rachenreizung, Asthma-Anfall, Rachenerythem | Gelegentlich | |
| Paradoxer Bronchospasmus | Selten | |
| Dyspnoe, Verschlechterung des Asthmas | Sehr selten |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Diarrhoe, Mundtrockenheit, Dyspepsie, Dysphagie, Brennen der Lippen, Nausea, Dysgeusie | Gelegentlich |
| Erkrankungen der Haut Gelegentlich und des Unterhautzellgewebes | Pruritus, Exanthem, Hyperhidrosis, Urtikaria | Gelegentlich |
| Angioödem | Selten | |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Muskelkrämpfe, Myalgie | Gelegentlich |
| Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen | Sehr selten | |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Nephritis | Selten |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Periphere Ödeme | Sehr selten |
| Untersuchungen | Erhöhung von: C-reaktivem Protein, Thrombozytenzahl, freien Fettsäuren, Insulinspiegel, Ketonkörper im Blut; Verringerung des Cortisolspiegels im Blut* | Gelegentlich |
| Erhöhung des Blutdrucks, | Gelegentlich | |
| Senkung des Blutdrucks | Selten | |
| Verringerung der Knochendichte | Sehr selten |
| * Ein nicht schwerwiegender Fall einer Pneumonie wurde bei einem mit Befodair 100 |
| Mikrogramm/ 6 Mikrogramm behandelten Patienten in einer klinischen Schlüsselstudie mit |
| COPD-Patienten berichtet. Andere Nebenwirkungen, die mit Befodair 100 Mikrogramm/ 6 |
| Mikrogramm in einer klinischen COPD-Studie beobachtet wurden, waren: Verringerung des |
| Cortisolspiegels im Blut und Vorhofflimmern. |
Wie bei anderen Inhalationstherapien können paradoxe Bronchospasmen auftreten (siehe Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).
Unter den beobachteten Nebenwirkungen treten typischerweise folgende unter Formoterol auf: Hypokaliämie, Kopfschmerzen, Tremor, Palpitationen, Husten, Muskelkrämpfe und Verlängerung des QTc-Intervalls.
Nebenwirkungen, die typischerweise in Verbindung mit Beclometasondipropionat auftreten, sind: orale Pilzinfektionen, orale Candidamykose, Dysphonie, Rachenreizung.
Dysphonie und Candidamykose können erleichtert werden durch Gurgeln oder Ausspülen des Mundes mit Wasser oder durch Zähneputzen nach Anwendung des Arzneimittels. Symptomatische Candidamykose kann durch topische Antipilztherapie behandelt werden, solange die Befodair Therapie fortgeführt wird.
Systemische Effekte können vor allem dann auftreten, wenn inhalative Kortikosteroide (z.B. Beclometasondipropionat) in hohen Dosen über lange Zeit angewendet werden. Dazu können zählen: Nebennierensuppression, eine Abnahme der Knochenmineraldichte, Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen, Katarakt und Glaukom (siehe Abschnitt 4.4).
Überempfindlichkeitsreaktionen wie Exanthem, Urtikaria, Pruritus, Erythem und Ödeme der Augen, des Gesichts, der Lippen und des Rachens können ebenfalls auftreten.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
AT-1200 Wien
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
4.9 Überdosierung
Bei Asthmapatienten wurden bis zu zwölf kumulative Sprühstöße von Befodair (Gesamt: Beclometasondipropionat 1200 Mikrogramm, Formoterol 72 Mikrogramm) untersucht. Die kumulativen Behandlungen verursachten keine nachteiligen Wirkungen auf die Vitalparameter und es wurden weder schwerwiegende noch schwere unerwünschte Ereignisse beobachtet.
Eine Überdosierung von Formoterol kann zu den für beta-2-adrenerge Agonisten typischen Wirkungen führen, wie: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Tremor, Schläfrigkeit, Palpitationen, Tachykardie, ventrikuläre Arrhythmien, Verlängerung des QTc-Intervalls, metabolischer Azidose, Hypokaliämie, Hyperglykämie.
Im Falle einer Überdosierung von Formoterol ist eine unterstützende und symptomatische Behandlung angezeigt. Bei schweren Fällen ist eine Klinikeinweisung anzuraten. Die Anwendung von kardioselektiven Beta-Adrenorezeptorenblockern kann in Betracht gezogen werden, jedoch ist in diesem Fall extreme Vorsicht geboten, da die Anwendung von Beta-Adrenorezeptorenblockern Bronchospasmen auslösen kann. Der Serumkaliumspiegel sollte überwacht werden.
Die akute Inhalation von Beclometasondipropionat in höheren als den empfohlenen Dosierungen kann zu einer vorübergehenden Nebennierensuppression führen. Notfallmaßnahmen sind nicht erforderlich, da sich die Nebennierenfunktion innerhalb weniger Tage normalisiert, was durch Messungen des Cortisolspiegels im Plasma überprüft werden kann. Bei diesen Patienten ist die Behandlung mit einer Dosierung fortzusetzen, die eine ausreichende Kontrolle der Asthmasymptome gewährleistet.
Chronische Überdosierung mit inhalativem Beclometasondipropionat: Risiko der Nebennierensuppression (siehe Abschnitt 4.4). Gegebenenfalls ist eine Überwachung der Nebennierenreserve erforderlich. Die Behandlung sollte mit einer Dosierung fortgesetzt werden, die eine ausreichende Kontrolle der Asthmasymptome gewährleistet.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen; inhalative Sympathomimetika. Sympathomimetika in Kombination mit Corticosteroiden oder anderen Mitteln, exkl. Anticholinergika
ATC-Code: R03AK08
Wirkungsmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen
Befodair enthält Beclometasondipropionat und Formoterol, die unterschiedliche Wirkweisen haben. Eine Gemeinsamkeit mit anderen Kombinationen von inhalativen Kortikosteroiden und Beta-2-Agonisten ist, dass sie bei der Verminderung der Asthmaexazerbation additiv wirken.
Beclometasondipropionat
Das Kortikosteroid Beclometasondipropionat hat bei inhalativer Anwendung in den empfohlenen Dosierungen eine glukokortikoide, entzündungshemmende Wirkung in der Lunge. Hieraus resultiert eine Abnahme der Asthmasymptome und -exazerbationen, mit weniger Nebenwirkungen als bei einer systemischen Kortikosteroidtherapie.
Formoterol
Formoterol ist ein selektiver beta-2-adrenerger Agonist, der bei Patienten mit reversibler Obstruktion der Atemwege eine Erschlaffung der glatten Bronchialmuskulatur bewirkt. Die bronchodilatatorische Wirkung setzt rasch innerhalb von 1-3 Minuten nach Inhalation ein und hat nach Gabe einer Einzeldosis eine durchschnittliche Wirkdauer von 12 Stunden.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit von Beclometasondipropionat/Formoterol
In klinischen Studien bei Erwachsenen führte der Zusatz von Formoterol zu Beclometasondipropionat zu einer Verbesserung der Asthmasymptome und der Lungenfunktion sowie zu einer Reduktion der Exazerbationen.
In einer 24-wöchigen Studie war die Wirkung von Befodair auf die Lungenfunktion mindestens gleich wie die Wirkung einer freien Kombination von Beclometasondipropionat und Formoterol und stärker als die von Beclometasondipropionat allein.
Die Wirksamkeit von Beclometasondipropionat/Formoterol 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm HFA, 2 Sprühstöße zweimal täglich, wurde in einer 12-wöchigen Zulassungsstudie untersucht, in der die Wirkung auf die Lungenfunktion im Vergleich zu einer Behandlung mit Beclometasondipropionat-Monotherapie bei Asthmapatienten, die mit der vorherigen Behandlung (hochdosierte ICS oder mitteldosierte ICS+LABA-Kombinationen) nicht ausreichend kontrolliert werden konnten, verglichen wurde. Die Studie belegte die Überlegenheit von Beclometasondipropionat/Formoterol 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm HFA im Vergleich zu BDP HFA in Bezug auf die Veränderung des durchschnittlichen morgendlichen PEF-Wertes vor der Dosis gegenüber dem Ausgangswert (bereinigte mittlere Differenz 18,53 L).
In einer 24-wöchigen Zulassungsstudie war das Sicherheitsprofil von
Beclometasondipropionat/Formoterol 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm HFA, 2 Sprühstöße zweimal täglich, vergleichbar mit dem einer zugelassenen Festdosiskombination (Fluticason/Salmeterol 500 Mikrogramm/50 Mikrogramm, 1 Sprühstoß zweimal täglich). Bei Beclometasondipropionat/Formoterol 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm HFA wurde nach sechsmonatiger Behandlung keine klinisch relevante Wirkung auf die HPA-Achse beobachtet. Die Studie zeigte, dass sowohl Beclometasondipropionat/Formoterol 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm als auch die zugelassene Festdosiskombination der Monotherapie mit nicht extrafeinem Beclometasondipropionat (2000 Mikrogramm/Tag) hinsichtlich der Veränderung des morgendlichen FEV1-Wertes vor der Einnahme und des Prozentsatzes der Tage ohne Asthmasymptome nicht überlegen waren.
5.2 PHARMAKOKINETISCHE EIGENSCHAFTEN
Die systemische Exposition gegenüber den beiden Wirkstoffen Beclometasondipropionat und Formoterol wurde in der fixen Kombination Befodair in einer klinischen Studie mit den jeweiligen Einzelkomponenten verglichen.
In einer pharmakokinetischen Studie, durchgeführt bei gesunden Probanden, die mit einer einzelnen Dosis der fixen Kombination Befodair (4 Sprühstöße mit 100/6 Mikrogramm) oder einer einzelnen Dosis von Beclometasondipropionat CFC (4 Sprühstöße mit 250 Mikrogramm) und Formoterol HFA (4 Sprühstöße mit 6 Mikrogramm) behandelt wurden, war die Fläche unter der Kurve (AUC) bzw. die maximale Plasmakonzentration des aktiven Hauptmetaboliten von Beclometasondipropionat (Beclometason-17-Monopropionat) nach Gabe der fixen Kombination um 35% und 19% geringer als bei der nicht- extrafeinen Beclometasondipropionat CFC Formulierung, jedoch war die Resorptionsgeschwindigkeit (0,5 zu 2h) der fixen Kombination im Vergleich mit der Anwendung von nicht-extrafeinem Beclometasondipropionat CFC alleine erhöht.
Die maximale Plasmakonzentration von Formoterol war nach Verabreichung der fixen oder der freien Kombination vergleichbar. Die systemische Exposition war nach Verabreichung von Befodair etwas höher als nach Gabe der freien Kombination
Es gab keine Hinweise auf pharmakokinetische oder pharmakodynamische (systemische) Wechselwirkungen zwischen Beclometasondipropionat und Formoterol.
Eine pharmakokinetische Studie, die an gesunden Freiwilligen mit Aktivkohleblockade durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass die Lungenbioverfügbarkeit von Beclometason-17-monopropionat in der 200-Mikrogramm/6-Mikrogramm-Formulierung von Beclometason-Dipropionat/Formoterol dosisproportional zu der der 100-Mikrogramm/6-Mikrogramm-Stärke ist, und zwar nur für die AUC {mittleres Verhältnis zwischen der systemischen Bioverfügbarkeit in der 200-Mikrogramm/6-Mikrogramm-Formulierung und in der 100-Mikrogramm/6-Mikrogramm-Stärke gleich 91. 63 (90 % Konfidenzintervall: 83,79; 100,20)}. Für Formoterolfumarat betrug das mittlere Verhältnis zwischen der systemischen Bioverfügbarkeit in der 200-Mikrogramm/6-Mikrogramm-Formulierung und in der 100-Mikrogramm/6-Mikrogramm-Stärke 86,15 (90 % Konfidenzintervall: 75,94; 97,74).
In einer anderen pharmakokinetischen Studie, die an gesunden Probanden ohne Aktivkohleblockade durchgeführt wurde, erwies sich die systemische Exposition von Beclometason-17-monopropionat in der Beclometason-Dipropionat/Formoterol-Formulierung mit 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm als dosisproportional zu der der 100 Mikrogramm/6 Mikrogramm-Stärke {mittleres Verhältnis zwischen der systemischen Bioverfügbarkeit in der 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm-Formulierung und in der 100 Mikrogramm/6 Mikrogramm-Stärke gleich 89. 2 (90 % Konfidenzintervall: 79,8; 99,7)}. Die systemische Gesamtexposition von Formoterolfumarat war unverändert; {mittleres Verhältnis zwischen der systemischen Bioverfügbarkeit in der 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm-Formulierung und in der 100 Mikrogramm/6 Mikrogramm-Stärke gleich 102,2 (90 % Konfidenzintervall: 90,4; 115,5)}.
Die Anwendung von Beclometasondipropionat/Formoterol 200 Mikrogramm/6 Mikrogramm mit Aerochamber Plus Spacer erhöhte die Lungenabgabe des aktiven Metaboliten von Beclometasondipropionat, Beclometason-17-monopropionat, und Formoterol bei gesunden Freiwilligen um 25 % bzw. 32 %, während die systemische Gesamtexposition für Beclometason-17-monopropionat (um 17 %) und Formoterol (um 17 %) leicht reduziert und für unverändertes Beclometasondipropionat (um 54 %) erhöht war.
Beclometasondipropionat
Beclometasondipropionat ist eine Arzneimittelvorstufe (Prodrug) mit schwacher Bindungsaffinität für den Glukokortikoid-Rezeptor und wird über Esterasen zum aktiven Metaboliten Beclometason-17-monopropionat hydrolysiert. Dieser hat eine stärkere topische entzündungshemmende Wirkung verglichen mit der Arzneimittelvorstufe (Prodrug) Beclometasondipropionat.
Resorption, Verteilung und Biotransformation
Inhaliertes Beclometasondipropionat wird rasch über die Lunge resorbiert. Vor der Resorption findet eine weitgehende Umwandlung zu seinem Hauptmetaboliten Beclometason-17-monopropionat statt, und zwar durch Esteraseenzyme, die in den meisten Geweben vorkommen. Die systemische Verfügbarkeit des Hauptmetaboliten resultiert aus der Deposition in der Lunge (36%) und aus der gastrointestinalen Resorption des verschluckten Dosisanteils. Die Bioverfügbarkeit von verschlucktem Beclometasondipropionat ist vernachlässigbar gering, allerdings resultiert die präsystemische Umwandlung zu Beclometason-17-Monopropionat daraus, dass 41% der Dosis als aktiver Metabolit resorbiert wird.
Die systemische Exposition zeigt einen ungefähr linearen Anstieg parallel zu steigenden inhalierten Dosierungen.
Die absolute Bioverfügbarkeit nach der Inhalation mit einem Dosieraerosol beträgt etwa 2% bzw. 62 % der nominalen Dosis für unverändertes Beclometasondipropionat bzw. Beclometason-17-monopropionat.
Nach intravenöser Gabe ist die Verteilung von Beclometasondipropionat und Beclometason-17-monopropionat durch eine hohe Plasma-Clearance (150 bzw. 120 L/Stunde) bei kleinem Verteilungsvolumen im Steady-State für Beclometasondipropionat (20 Liter) und größerer Gewebeverteilung für den aktiven Metaboliten (424 Liter) charakterisiert.
Die Plasmaproteinbindung liegt im moderat hohen Bereich.
Elimination
Beclometasondipropionat wird hauptsächlich mit den Fäzes als polare Metaboliten ausgeschieden. Die renale Ausscheidung von Beclometasondipropionat und seinen Metaboliten ist vernachlässigbar gering. Die terminalen Eliminationshalbwertszeiten sind 0,5 Stunden und 2,7 Stunden für Beclometasondipropionat bzw. Beclometason-17-monopropionat.
Risikogruppen
Die Pharmakokinetik von Beclometasondipropionat bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder Leberinsuffizienz wurde nicht untersucht. Da Beclometasondipropionat sehr rasch über Esterasen, die sich in der Darmflüssigkeit, dem Serum, den Lungen und der Leber befinden, zu den stärker polaren Produkten Beclometason-21-monopropionat, Beclometason-17-monopropionat und Beclometason abgebaut wird, ist durch eine beeinträchtigte Leberfunktion keine Veränderung der Pharmakokinetik und des Sicherheitsprofils von Beclometasondipropionat zu erwarten.
Weder Beclometasondipropionat noch seine Stoffwechselprodukte konnten im Urin nachgewiesen werden. Daher ist bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen nicht mit einer erhöhten systemischen Exposition zu rechnen
Formoterol
Resorption und Verteilung
Nach Inhalation wird Formoterolfumarat-Dihydrat sowohl aus den Lungen als auch vom Gastrointestinaltrakt rasch resorbiert. Der Anteil einer inhalierten Dosis, der nach Anwendung eines Dosieraerosols geschluckt wird, beträgt zwischen 60 und 90 %. Mindestens 65 % einer verschluckten Formoterol-Dosis werden vom Gastrointestinaltrakt resorbiert. Maximale Plasmakonzentrationen der unveränderten Substanz liegen innerhalb von einer halben bis einer Stunde nach oraler Gabe vor. Die Plasmaproteinbindung von Formoterol beträgt 61–64 %, wobei 34 % an Albumin gebunden sind. Eine Sättigung der Bindung innerhalb des Konzentrationsbereichs therapeutischer Dosen trat nicht auf. Die Eliminationshalbwertszeit nach oraler Verabreichung beträgt 2–3 Stunden. Nach Inhalation von 12 bis 96 Mikrogramm Formoterolfumarat zeigt die Resorption von Formoterol einen linearen Verlauf. Biotransformation
Formoterol wird überwiegend durch die direkte Konjugation an der phenolischen Hydroxylgruppe metabolisiert. Das Glukuronsäurekonjugat ist nicht aktiv. Der zweite Hauptabbauweg ist die O-Demethylierung mit nachfolgender Kopplung an der phenolischen 2'-Hydroxylgruppe. Die Cytochrom-P450-Isoenzyme CYP2D6, CYP2C19 und CYP2C9 sind an der O-Demethylierung von Formoterol beteiligt. Die Leber scheint der Hauptabbauort zu sein. In therapeutisch relevanten Konzentrationen hemmt Formoterol nicht die CYP450-Enzyme.
Elimination
Die Ausscheidung von Formoterolfumarat-Dihydrat im Urin nach einmaliger Inhalation mit einem Trockenpulverinhalator nahm linear im Dosisbereich 12–96 Mikrogramm zu. Durchschnittlich wurden 8 % und 25 % der Dosis unverändert bzw. als Gesamtformoterol ausgeschieden. Berechnet aufgrund der Plasmakonzentrationen, die nach Inhalation einer Einzeldosis von 120 Mikrogramm bei 12 gesunden Probanden gemessen wurden, wurde die mittlere terminale Eliminationshalbwertszeit von 10 Stunden bestimmt. Die (R,R)- und (S,S)-Enantiomere machten etwa 40 % bzw. 60 % der unverändert im Urin ausgeschiedenen Substanz aus. Der relative Anteil der beiden Enantiomere blieb über den untersuchten Dosisbereich konstant. Nach Mehrfachgabe gab es keinen Hinweis auf eine relative Kumulation des einen Enantiomers im Verhältnis zum anderen Enantiomer.
Nach oraler Gabe (40–80 Mikrogramm) wurden bei gesunden Probanden 6 % bzw. 10 % der Dosis im Urin als unveränderte Substanz gefunden. Bis zu 8 % der Dosis wurde als Glukuronid wiedergefunden. Insgesamt 67 % einer oralen Dosis Formoterol werden im Urin (hauptsächlich als Metaboliten) ausgeschieden, der Rest in den Fäzes. Die renale Clearance von Formoterol beträgt 150 ml/min.
Risikogruppen
Leber-/Niereninsuffizienz
Die Pharmakokinetik von Formoterol wurde bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz nicht untersucht, jedoch ist eine erhöhte Exposition bei Patienten mit schwerer Leberzirrhose zu erwarten, da Formoterol primär durch hepatische Biotransformation ausgeschieden wird.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Die Toxizität, die in Tierstudien mit Beclometasondipropionat und Formoterol, als Kombination oder einzeln verabreicht, beobachtet wurde, bestand hauptsächlich in übersteigerten pharmakologischen Effekten. Sie hängen mit der immunsuppressiven Aktivität von Beclometasondipropionat und den bekannten kardiovaskulären Effekten von Formoterol zusammen, die sich hauptsächlich bei Hunden zeigen. Nach Verabreichung der Kombination wurde weder eine erhöhte Toxizität beobachtet noch traten unerwartete Ergebnisse auf.
In Reproduktionsstudien bei Ratten traten Dosis-abhängige Effekte auf. Die Kombination wurde mit reduzierter weiblicher Fertilität und embryofetaler Toxizität in Verbindung gebracht. Kortikosteroide in hohen Dosierungen können bei trächtigen Tieren zu Abnormalitäten bei der fetalen Entwicklung einschließlich Gaumenspalte und intrauteriner Wachstumsverzögerung führen und es ist wahrscheinlich, dass dieser Effekt der Beclometasondipropionat/Formoterol-Kombination auf das Beclometasondipropionat zurückzuführen ist. Diese Auswirkungen zeigten sich nur nach hoher systemischer Exposition gegenüber dem aktiven Metaboliten Beclometason-17-Monopropionat (200- fach höher als der erwartete Plasmalevel bei Patienten). In Tierstudien wurde zusätzlich eine Verlängerung der Tragzeit und der Geburtsdauer beobachtet, ein Effekt, der der bekanntermaßen Wehenhemmenden Wirkung von Beta-2-Sympathomimetika zuordenbar ist. Diese Auswirkungen wurden bei Muttertieren mit einem geringeren Formoterol-Plasmaspiegel beobachtet, als bei mit Befodair behandelten Patienten erwartet wird.
Genotoxizitätsstudien, die mit der Kombination aus Beclometasondipropionat und Formoterol durchgeführt wurden, zeigten kein mutagenes Potential. Mit der vorgeschlagenen Kombination wurden keine Kanzerogenitätsstudien durchgeführt. Die Daten, die für die einzelnen Bestandteile vorliegen, weisen nicht auf ein mögliches Kanzerogenitätsrisiko beim Menschen hin.
Präklinische Daten über das CFC-freie Treibmittel HFA-134a zeigen keine speziellen Gefahren für den Menschen basierend auf konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei mehrmaliger Verabreichung, Genotoxizität, kanzerogenem Potential und Reproduktionstoxizität.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Norfluran (HFKW-134a)
Ethanol wasserfrei
Salzsäure
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
21 Monate.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Bis zur Abgabe an den Patienten:
Im Kühlschrank lagern (2 – 8 °C), nicht länger als 18 Monate.
Nach der Abgabe:
Nicht über 25 °C für nicht länger als 3 Monate lagern.
Das Behältnis enthält eine unter Druck stehende Flüssigkeit. Nicht Temperaturen über 50°C aussetzen. Behältnis nicht gewaltsam öffnen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Die Lösung zur Druckgasinhalation befindet sich in einem 19 ml Druckbehältnis aus Aluminium, verschlossen mit einem Dosierventil. Das Druckbehältnis ist in einen Inhalator aus Polypropylen-Kunststoff mit Dosiszähler eingefügt, bestehend aus Mundstück und Schutzkappe.
Packungsgrößen:
1 Druckbehälter, der 120 Sprühstöße ermöglicht, oder
2 Druckbehälter, die jeweils 120 Sprühstöße ermöglichen
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur
Handhabung
Für Apotheken:
Schreiben Sie das Datum der Abgabe an den Patienten auf die Packung.
Es ist darauf zu achten, dass zwischen Abgabedatum und aufgedrucktem Verfallsdatum ein Zeitraum von mindestens 3 Monaten liegt
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Zentiva k.s.
U Kabelovny 130
102 37 Prag 10
Tschechische Republik
8. ZULASSUNGSNUMMER
Z.Nr.: 141972
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG
12.04.2024
10. STAND DER INFORMATION
Dezember 2024
REZEPTPFLICHT / APOTHEKENPFLICHT
Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.
