Fachinformation - Appizmit 10 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Appizmit 10 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen
Appizmit 20 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
10 mg/15 ml: Nach dem Anmischen sind in je 15 ml Lösung zum Einnehmen 10 mg Omeprazol enthalten.
20 mg/15 ml: Nach dem Anmischen sind in je 15 ml Lösung zum Einnehmen 20 mg Omeprazol enthalten.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:
10 mg/15 ml: Nach dem Anmischen sind in jedem ml Lösung zum Einnehmen 0,593 mg Propylenglycol und 9,14 mg (0,4 mmol) Natrium enthalten.
20 mg/15 ml: Nach dem Anmischen sind in jedem ml Lösung zum Einnehmen 0,447 mg Propylenglycol und 9,14 mg (0,4 mmol) Natrium enthalten.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Lösung zum Einnehmen
10 mg/15 ml: Cremeweiße bis blassgelbe visköse Lösung mit Mentholaroma.
20 mg/15 ml: Cremeweiße bis blassgelbe visköse Lösung mit Menthol- und Zitronenaroma.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Omeprazol ist angezeigt für:
Erwachsene
- Behandlung von Ulcera duodeni
- Rezidivprophylaxe bei Ulcera duodeni
- Behandlung von Ulcera ventriculi
- Rezidivprophylaxe bei Ulcera ventriculi
- In Kombination mit geeigneten Antibiotika: Eradikation von Helicobacter pylori (H. pylori) bei peptischer Ulkuserkrankung
Behandlung von Ulcera ventriculi und duodeni, die durch die Anwendung von nichtsteroidalen
Antirheumatika (NSAR) bedingt sind
- Prophylaxe von NSAR-bedingten Ulcera ventriculi und duodeni bei Risikopatienten • Behandlung von Refluxösophagitis
- Langzeitbehandlung von Patienten mit ausgeheilter Refluxösophagitis • Behandlung der symptomatischen gastroösophagealen Refluxkrankheit Kinder und Jugendliche
Kinder über 1 Monat
- Behandlung von Refluxösophagitis
Symptomatische Behandlung von Sodbrennen und Säurereflux bei gastroösophagealer
Refluxkrankheit
Kinder über 4 Jahre und Jugendliche
- In Kombination mit Antibiotika zur Behandlung von durch H. pylori verursachte Ulcera duodeni
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Erwachsene
Behandlung von Ulcera duodeni
Die empfohlene Dosis bei Patienten mit einem aktiven Ulcus duodeni beträgt 20 mg Omeprazol einmal täglich. Bei den meisten Patienten erfolgt die Heilung innerhalb von zwei Wochen. Bei den Patienten, die während der ersten Behandlungsphase nicht vollständig geheilt werden können, wird eine Heilung normalerweise während einer weiteren zweiwöchigen Behandlung erreicht. Bei Patienten mit einem schlecht ansprechenden Duodenalulkus wird eine Dosis von 40 mg Omeprazol einmal täglich empfohlen und eine Heilung wird in der Regel innerhalb von vier Wochen erreicht.
Rezidivprophylaxe bei Ulcera duodeni
Zur Rezidivprophylaxe beim Ulcus duodeni bei H. pylori-negativen Patienten oder wenn eine H. pylori-Eradikation nicht möglich ist, beträgt die empfohlene Dosis 20 mg Omeprazol einmal täglich. Bei einigen Patienten ist eine Tagesdosis von 10 mg möglicherweise ausreichend. Bei ausbleibendem Therapieerfolg kann die Dosis auf 40 mg erhöht werden.
Behandlung von Ulcera ventriculi
Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg Omeprazol einmal täglich. Bei den meisten Patienten erfolgt die Heilung innerhalb von vier Wochen. Bei den Patienten, die während der ersten Behandlungsphase nicht vollständig geheilt werden können, wird eine Heilung normalerweise während einer weiteren vierwöchigen Behandlung erreicht. Bei Patienten mit Ulcus ventriculi, die schlecht auf die Behandlung ansprechen, wird 40 mg Omeprazol einmal täglich empfohlen und ein Abheilen wird normalerweise innerhalb von 8 Wochen erreicht.
Rezidivprophylaxe bei Ulcera ventriculi
Zur Rezidivprophylaxe bei Patienten mit Ulcus ventriculi, die schlecht auf die Behandlung ansprechen, beträgt die empfohlene Dosis 20 mg Omeprazol einmal täglich. Bei Bedarf kann die Dosis auf 40 mg Omeprazol einmal täglich erhöht werden.
Eradikation von H. pylori bei peptischer Ulkuskrankheit
Bei der Eradikation von H. pylori muss die Auswahl der Antibiotika die Verträglichkeit für den individuellen Patienten berücksichtigen und nach den nationalen, regionalen und lokalen Resistenzmustern und Behandlungsleitlinien erfolgen.
Omeprazol 20 mg + Clarithromycin 500 mg + Amoxicillin 1.000 mg, jeweils zweimal täglich
über eine Woche, oder
Omeprazol 20 mg + Clarithromycin 250 mg (alternativ 500 mg) + Metronidazol 400 mg (oder
500 mg oder Tinidazol 500 mg), jeweils zweimal täglich über eine Woche, oder
Omeprazol 40 mg einmal täglich, mit Amoxicillin 500 mg und Metronidazol 400 mg (oder
500 mg oder Tinidazol 500 mg), beides dreimal täglich über eine Woche.
Bei jedem Dosierungsschema kann die Therapie wiederholt werden, wenn der Patient immer noch H.-pylori-positiv ist.
Behandlung von NSAR-bedingten Ulcera ventriculi und duodeni
Für die Behandlung von NSAR-assoziierten Ulcera ventriculi und duodeni beträgt die empfohlene Dosis 20 mg Omeprazol einmal täglich. Bei den meisten Patienten erfolgt die Heilung innerhalb von vier Wochen. Bei den Patienten, die während der ersten Behandlungsphase nicht vollständig geheilt werden können, wird eine Heilung normalerweise während einer weiteren vierwöchigen Behandlung erreicht.
Rezidivprophylaxe von NSAR-bedingten Ulcera ventriculi und duodeni bei Risikopatienten Zur Rezidivprophylaxe von NSAR-bedingten Ulcera ventriculi und duodeni bei Risikopatienten (Alter > 60 Jahre, Magen- oder Duodenalulkus in der Vorgeschichte, Blutung aus dem oberen Gastrointestinaltrakt in der Vorgeschichte) beträgt die empfohlene Dosis 20 mg Omeprazol einmal täglich.
Behandlung von Refluxösophagitis
Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg Omeprazol einmal täglich. Bei den meisten Patienten erfolgt die Heilung innerhalb von vier Wochen. Bei den Patienten, die während der ersten Behandlungsphase nicht vollständig geheilt werden können, wird eine Heilung normalerweise während einer weiteren vierwöchigen Behandlung erreicht.
Für Patienten mit schwerer Ösophagitis wird eine Dosis von 40 mg Omeprazol einmal täglich empfohlen und ein Abheilen wird normalerweise innerhalb von 8 Wochen erreicht.
Langzeitbehandlung von Patienten mit ausgeheilter Refluxösophagitis
Für die Langzeitbehandlung von Patienten mit ausgeheilter Refluxösophagitis beträgt die empfohlene Dosis 10 mg Omeprazol einmal täglich. Bei Bedarf kann die Dosis auf 20–40 mg Omeprazol einmal täglich erhöht werden.
Behandlung der symptomatischen gastroösophagealen Refluxkrankheit
Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg Omeprazol täglich. Einige Patienten könnten ausreichend auf 10 mg täglich ansprechen, deshalb soll eine individuelle Dosisanpassung in Erwägung gezogen werden.
Wenn die Kontrolle der Symptome nach einer vierwöchigen Behandlung mit 20 mg Omeprazol täglich nicht erreicht wurde, wird eine weitergehende Abklärung empfohlen.
Kinder und Jugendliche
Kinder über 1 Monat
Behandlung der Refluxösophagitis
Symptomatische Behandlung von Sodbrennen und Säurereflux bei gastroösophagealer Refluxkrankheit
Die Dosierungsempfehlungen sind wie folgt:
| Alter | Gewicht | Dosierung |
| 1 Monat bis 1 Jahr | - | 1 mg/kg einmal täglich. |
| ≥ 1 Jahr | 10–20 kg | 10 mg einmal täglich. Die Dosis kann bei Bedarf auf 20 mg einmal täglich erhöht werden. |
| ≥ 2 Jahre | > 20 kg | 20 mg einmal täglich. Die Dosis kann bei Bedarf auf 40 mg einmal täglich erhöht werden. |
Für Kinder im Alter zwischen 1 Monat und 1 Jahr ist Appizmit 10 mg/15 ml geeignet.
Die Dosierungsempfehlungen für Appizmit 10 mg/15 ml bei Kindern unter 1 Jahr mit einem Gewicht ≤ 10 kg sind wie folgt:
| Gewicht in kg | Empfohlene Omeprazol-Dosis | Volumen (in ml) der zubereiteten Appizmit 10 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen |
| 3 kg | 3 mg | 4,5 ml |
| 4 kg | 4 mg | 6 ml |
| 5 kg | 5 mg | 7,5 ml |
| 6 kg | 6 mg | 9 ml |
| 7 kg | 7 mg | 10,5 ml |
| 8 kg | 8 mg | 12 ml |
| 9 kg | 9 mg | 13,5 ml |
| 10 kg | 10 mg | 15 ml |
Refluxösophagitis: Die Behandlungsdauer beträgt 4–8 Wochen.
Symptomatische Behandlung von Sodbrennen und Säurereflux bei gastroösophagealer Refluxkrankheit: Die Behandlungsdauer beträgt 2–4 Wochen. Wenn die Kontrolle der Symptome nach 2 bis 4 Wochen nicht erreicht wurde, wird eine weitergehende Abklärung empfohlen.
Kinder über 4 Jahre und Jugendliche
Behandlung von Ulcera duodeni durch H. pylori
Bei der Auswahl der geeigneten Kombinationstherapie sind die offiziellen nationalen, regionalen und lokalen Leitlinien zu bakteriellen Resistenzen, zur Behandlungsdauer (meist 7 Tage, aber manchmal bis zu 14 Tage) und zur angemessenen Anwendung von Antibiotika zu berücksichtigen.
Die Behandlung soll von einem Facharzt überwacht werden.
Die Dosierungsempfehlungen sind wie folgt:
| Gewicht | Dosierung |
| 15–30 kg | Kombination mit zwei Antibiotika: Omeprazol 10 mg, Amoxicillin 25 mg/kg Körpergewicht und Clarithromycin 7,5 mg/kg Körpergewicht werden zusammen zweimal täglich über eine Woche angewendet. |
| 31–40 kg | Kombination mit zwei Antibiotika: Omeprazol 20 mg, Amoxicillin 750 mg und Clarithromycin 7,5 mg/kg Körpergewicht werden zusammen zweimal täglich über eine Woche angewendet. |
| > 40 kg | Kombination mit zwei Antibiotika: Omeprazol 20 mg + Amoxicillin 1.000 mg + Clarithromycin 500 mg werden zusammen zweimal täglich über eine Woche angewendet. |
Besondere Patientengruppen
Nierenfunktionsstörung
Eine Dosisanpassung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Leberfunktionseinschränkungen
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kann eine Tagesdosis von 10–20 mg ausreichend sein (siehe Abschnitt 5.2).
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung bei älteren Patienten ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Art der Anwendung
Appizmit ist auf nüchternen Magen einzunehmen, mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit . Es wird empfohlen, das Arzneimittel morgens einzunehmen.
Die Stärke 10 mg/15 ml ist für Kinder im Alter zwischen 1 Monat und 1 Jahr und zur Anwendung einer 10-mg-Dosis angezeigt. Für 20- und 40-mg-Dosen ist die Stärke 20 mg/15 ml geeignet. Eine skalierte Dosierpipette (15 ml) liegt der Stärke 10 mg/15 ml bei, um bei der richtigen Abmessung der Dosis für Kinder von 1 Monat bis 1 Jahr zu helfen.
Appizmit ist ein Zweikammersystem, welches Lösung sowohl im Deckel als auch in der Flasche enthält. Die beiden Lösungen müssen vor der oralen Anwendung gemischt werden. Für Hinweise zur Zubereitung der oralen Lösung vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.
Nach dem Öffnen der Flasche ist die Lösung zum Einnehmen gebrauchsfertig. Es ist keine weitere Verdünnung des Arzneimittels erforderlich.
Für Hinweise zur Anwendung über eine nasogastrale (NG) oder PEG-Sonde siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, substituierte Benzimidazole oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Wie andere Protonenpumpenhemmer darf auch Omeprazol nicht zusammen mit Nelfinavir angewendet werden (siehe Abschnitt 4.5).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Wenn Warnsymptome (z. B. signifikanter unbeabsichtigter Gewichtsverlust, wiederholtes Erbrechen, Schluckstörungen, Bluterbrechen oder Teerstuhl) auftreten und ein Magengeschwür vermutet wird oder existiert, müssen maligne Veränderungen ausgeschlossen werden, da die Behandlung Symptome abmildern und die Diagnose verzögern kann.
Die gleichzeitige Anwendung von Atazanavir und Protonenpumpenhemmern wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5). Wenn die Kombination von Atazanavir mit einem Protonenpumpenhemmer als unvermeidbar beurteilt wird, werden engmaschige klinische Kontrollen (z. B. der Viruslast) in Kombination mit einer Erhöhung der Atazanavir-Dosis auf 400 mg mit 100 mg Ritonavir empfohlen. 20 mg Omeprazol sollen nicht überschritten werden.
Wie alle säurehemmenden Arzneimittel kann Omeprazol die Resorption von Vitamin B12 (Cyanocobalamin) aufgrund von Hypo- oder Achlorhydrie verringern. Dies muss bei Patienten mit verringertem Körperspeicher oder Risikofaktoren für eine reduzierte Vitamin-B12-Resorption unter Langzeittherapie beachtet werden.
Omeprazol ist ein CYP2C19-Hemmer. Zu Beginn und am Ende einer Behandlung mit Omeprazol soll daher die Möglichkeit von Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, die über CYP2C19 metabolisiert werden, berücksichtigt werden. Eine Wechselwirkung wurde zwischen Clopidogrel und Omeprazol beobachtet (siehe Abschnitt 4.5). Die klinische Bedeutung dieser Wechselwirkung ist ungewiss. Sicherheitshalber soll von einer gleichzeitigen Anwendung von Omeprazol und Clopidogrel abgeraten werden.
Eine schwere Hypomagnesiämie wurde bei Patienten berichtet, die mindestens drei Monate, in den meisten Fällen jedoch ein Jahr lang mit Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol behandelt wurden. Es können schwerwiegende Manifestationen einer Hypomagnesiämie wie Erschöpfungszustände, Tetanie, Delir, Krämpfe, Schwindelgefühl und ventrikuläre Arrhythmien auftreten, aber sie können sich schleichend entwickeln und dann übersehen werden. Bei den meisten betroffenen Patienten verbesserte sich die Hypomagnesiämie nach Anwendung von Magnesium und Absetzen des PPIs.
Bei geplanter Langzeitbehandlung oder gleichzeitiger Anwendung von PPI mit Digoxin oder anderen Arzneimitteln, die eine Hypomagnesiämie hervorrufen können (z. B. Diuretika), soll der Arzt vor und periodisch während der PPI-Behandlung eine Kontrolle der Magnesiumwerte in Betracht ziehen.
Schwere kutane Nebenwirkungen (SCARs), einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) sowie akuter generalisierter exanthematischer Pustulose (AGEP) wurden sehr selten bzw. selten im Zusammenhang mit einer Omeprazol-Behandlung berichtet.
Protonenpumpenhemmer, besonders wenn sie in einer hohen Dosierung und über eine längere Zeit (> 1 Jahr) angewendet werden, können das Risiko von Hüft-, Handgelenks- und Wirbelsäulenfrakturen, insbesondere bei älteren Patienten oder bei Vorliegen anderer bekannter Risikofaktoren, mäßig erhöhen. Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Protonenpumpenhemmer das Risiko von Frakturen möglicherweise um 10–40% erhöhen, wobei dieses erhöhte Risiko teilweise auch durch andere Risikofaktoren bedingt sein kann. Patienten mit Osteoporoserisiko sollen entsprechend den gültigen klinischen Richtlinien behandelt werden und Vitamin D und Calcium in ausreichendem Maße erhalten.
Subakuter kutaner Lupus erythematodes (SCLE)
Protonenpumpenhemmer sind mit sehr seltenen Fällen von SCLE assoziiert. Falls Läsionen, insbesondere in den der Sonne ausgesetzten Hautbereichen, auftreten und falls dies von Arthralgien begleitet ist, muss der Patient umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und der Arzt soll erwägen, Omeprazol abzusetzen. Ist schon einmal ein SCLE nach Behandlung mit einem Protonenpumpenhemmer aufgetreten, kann das Risiko eines SCLE unter der Einnahme anderer Protonenpumpenhemmer erhöht sein.
Nierenfunktionsstörung
Akute tubulointerstitielle Nephritis (TIN) wurde bei Patienten, die Omeprazol einnehmen, beobachtet und kann zu jedem Zeitpunkt während der Behandlung mit Omeprazol auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Akute tubulointerstitielle Nephritis kann zu Nierenversagen führen.
Bei Verdacht auf TIN muss Omeprazol abgesetzt und umgehend eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.
Beeinflussung von Laboruntersuchungen
Erhöhte Chromogranin-A(CgA)-Spiegel können Untersuchungen auf neuroendokrine Tumoren beeinflussen. Um dies zu vermeiden, soll die Behandlung mit Omeprazol mindestens fünf Tage vor den CgA-Messungen ausgesetzt werden (siehe Abschnitt 5.1). Liegen die CgA- und Gastrinspiegel nach der ersten Messung nicht im Referenzbereich, sind die Messungen 14 Tage nach dem Absetzen des Protonenpumpenhemmers zu wiederholen.
Bei einigen Kindern mit chronischen Erkrankungen kann eine Langzeitbehandlung notwendig sein, obwohl diese nicht empfohlen wird.
Unter Behandlung mit Protonenpumpenhemmern kann das Risiko für Infektionen des Magen-Darm-Trakts, wie z. B. Infektionen mit Salmonella und Campylobacter, bei Krankenhauspatienten möglicherweise auch mit Clostridium difficile, leicht erhöht sein (siehe Abschnitt 5.1).
Wie bei allen Langzeittherapien sollen Patienten regelmäßig überwacht werden, insbesondere wenn ein Behandlungszeitraum von 1 Jahr überschritten wird.
Appizmit 10 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen enthält 0,593 mg Propylenglycol pro ml, und Appizmit 20 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen enthält 0,447 mg 0,447 mg Propylenglycol pro ml. Sowohl Appizmit 10 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen als auch Appizmit 20 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen enthalten 9,14 mg (0,4 mmol) Natrium pro ml bzw. 137 mg (5,96 mmol) Natrium pro 15-ml-Dosis; dies entspricht (für die 15-ml-Dosis) 6,85% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wirkungen von Omeprazol auf die Pharmakokinetik anderer Wirkstoffe
Wirkstoffe mit pH-abhängiger Resorption
Die während der Behandlung mit Omeprazol verminderte intragastrische Azidität kann die Aufnahme von Wirkstoffen mit einer vom Magen-pH-Wert abhängigen Resorption herauf- oder herabsetzen.
Nelfinavir, Atazanavir
Bei gleichzeitiger Anwendung von Omeprazol sind die Plasmaspiegel von Nelfinavir und Atazanavir verringert.
Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol und Nelfinavir ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol (40 mg einmal täglich) verringerte die mittlere Nelfinavir-Exposition um ca. 40%, und die mittlere Exposition des pharmakologisch aktiven Metaboliten M8 war um ca. 75–90% verringert. An dieser Interaktion ist möglicherweise auch eine Hemmung von CYP2C19 beteiligt.
Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol und Atazanavir wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol (40 mg einmal täglich) und Atazanavir 300 mg/Ritonavir 100 mg führte bei gesunden Probanden zu einer Verringerung der Atazanavir-Exposition um 75%. Eine Erhöhung der Atazanavir-Dosis auf 400 mg glich die Auswirkung von Omeprazol auf die Atazanavir-Exposition nicht aus. Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol (20 mg einmal täglich) und Atazanavir 400 mg/Ritonavir 100 mg führte bei gesunden Probanden zu einer Verringerung der Atazanavir-Exposition um ca. 30% im Vergleich zu Atazanavir 300 mg/Ritonavir 100 mg einmal täglich.
Digoxin
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Omeprazol (20 mg täglich) und Digoxin erhöhte sich die Bioverfügbarkeit von Digoxin bei gesunden Probanden um 10%. Über eine Digoxin-Toxizität wurde selten berichtet. Die Anwendung hoher Omeprazol-Dosen muss bei älteren Patienten jedoch mit Vorsicht erfolgen. Die Digoxin-Spiegel sollen dann verstärkt therapeutisch kontrolliert werden.
Clopidogrel
Ergebnisse aus Studien an gesunden Probanden zeigten eine pharmakokinetisch-pharmakodynamische (PK/PD-)Wechselwirkung zwischen Clopidogrel (300 mg Aufsättigungsdosis / 75 mg/d Erhaltungsdosis) und Omeprazol (80 mg/d p.o.), die zu einer verringerten Exposition gegenüber dem aktiven Metaboliten von Clopidogrel um durchschnittlich 46% und zu einer verringerten maximalen Hemmung der (ADP-induzierten) Thrombozytenaggregation um durchschnittlich 16% führte.
Sowohl aus Beobachtungsstudien als auch aus klinischen Studien wurden widersprüchliche Daten zu den klinischen Auswirkungen einer PK/PD-Wechselwirkung von Omeprazol in Bezug auf schwerwiegende kardiovaskuläre Nebenwirkungen berichtet. Als Vorsichtsmaßnahme soll von der gleichzeitigen Anwendung von Omeprazol und Clopidogrel abgeraten werden (siehe Abschnitt 4.4).
Andere Wirkstoffe
Die Resorption von Posaconazol, Erlotinib, Ketoconazol und Itraconazol wird signifikant verringert und daher kann die klinische Wirksamkeit beeinträchtigt sein. Die gleichzeitige Anwendung mit Posaconazol oder Erlotinib soll vermieden werden.
Wirkstoffe, die über CYP2C19 metabolisiert werden
Omeprazol ist ein moderater Hemmer des Enzyms CYP2C19, über das Omeprazol hauptsächlich verstoffwechselt wird. Daher kann der Metabolismus von gleichzeitig angewendeten Wirkstoffen, die ebenfalls über CYP2C19 verstoffwechselt werden, verringert und die systemische Exposition dieser Substanzen erhöht sein. Beispiele für derartige Wirkstoffe sind R-Warfarin und andere Vitamin-K-Antagonisten, Cilostazol, Diazepam und Phenytoin.
Cilostazol
Omeprazol, das bei gesunden Probanden in einer Cross-Over-Studie in einer Dosis von 40 mg angewendet wurde, erhöhte Cmax und AUC von Cilostazol um 18% bzw. 26% und die eines seiner aktiven Metaboliten um 29% bzw. 69%.
Phenytoin
Es wird empfohlen, die Plasmakonzentration von Phenytoin während der ersten zwei Wochen nach Beginn einer Behandlung mit Omeprazol zu kontrollieren; wenn daraufhin eine Anpassung der Phenytoin-Dosis vorgenommen wird, soll nach dem Ende der Omeprazol-Behandlung eine erneute Kontrolle und ggf. Dosisanpassung erfolgen.
Unbekannter Mechanismus
Saquinavir
Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol und Saquinavir/Ritonavir führte bei Patienten mit einer HIV-Infektion zu einem Anstieg der Saquinavir-Plasmaspiegel um bis zu ca. 70% bei guter Verträglichkeit.
Tacrolimus
Bei gleichzeitiger Anwendung von Omeprazol wurde über eine Erhöhung der Serumspiegel von Tacrolimus berichtet. Die Tacrolimus-Konzentrationen sowie die Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance) sollen verstärkt kontrolliert und die Tacrolimus-Dosis soll gegebenenfalls angepasst werden.
Methotrexat
Bei einigen Patienten wurde über eine Erhöhung der Methotrexat-Spiegel berichtet, wenn Methotrexat zusammen mit PPI angewendet wurde. Wird Methotrexat in hohen Dosen angewendet, muss möglicherweise ein zeitweiliges Absetzen von Omeprazol in Betracht gezogen werden.
Wirkungen anderer Wirkstoffe auf die Pharmakokinetik von Omeprazol
CYP2C19- und/oder CYP3A4-Inhibitoren
Da Omeprazol über CYP2C19 und CYP3A4 metabolisiert wird, können Wirkstoffe, die CYP2C19 oder CYP3A4 hemmen (wie z. B. Clarithromycin und Voriconazol), durch Erniedrigung der Stoffwechselrate von Omeprazol zu erhöhten Serumspiegeln von Omeprazol führen. Die gleichzeitige Behandlung mit Voriconazol führte zu einer mehr als doppelt so hohen Omeprazol-Exposition. Da hohe Dosen von Omeprazol gut vertragen wurden, ist eine Anpassung der Omeprazol-Dosis nicht generell erforderlich. Jedoch soll bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung und wenn eine Langzeittherapie indiziert ist, eine Anpassung der Dosis in Erwägung gezogen werden.
CYP2C19- und/oder CYP3A4-Induktoren
Wirkstoffe, die CYP2C19 oder CYP3A4 oder beide induzieren (wie z. B. Rifampicin und Johanniskraut), können durch Erhöhung der Stoffwechselrate von Omeprazol zu einer erniedrigten Omeprazol-Konzentration im Serum führen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Die Ergebnisse von drei prospektiven epidemiologischen Studien (mehr als 1.000 exponierte Schwangere) ergaben keine Hinweise auf Nebenwirkungen von Omeprazol auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen. Omeprazol kann während der Schwangerschaft angewendet werden.
Stillzeit
Omeprazol wird in die Muttermilch ausgeschieden, bei Anwendung in therapeutischer Dosierung sind Auswirkungen auf das Kind jedoch unwahrscheinlich.
Fertilität
Aus tierexperimentellen Studien mit oraler Anwendung des racemischen Gemischs von Omeprazol ergeben sich keine Hinweise auf Auswirkungen auf die Fertilität.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen
Eine Beeinflussung der Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durch Omeprazol ist unwahrscheinlich. Jedoch können Nebenwirkungen wie Schwindelgefühl und Sehstörungen auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Davon betroffene Patienten sollen kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die häufigsten Nebenwirkungen (1–10% der Patienten) sind Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Obstipation, Diarrhö, Meteorismus und Übelkeit/Erbrechen.
Im Zusammenhang mit der Behandlung mit Omeprazol wurden schwere kutane Nebenwirkungen (SCARs), einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) sowie akuter generalisierter exanthematischer Pustulose (AGEP), berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Tabellarische Auflistung der unerwünschten Arzneimittelreaktionen
Die folgenden Arzneimittelnebenwirkungen wurden im klinischen Studienprogramm und nach der Markteinführung von Omeprazol festgestellt oder vermutet. Keine dieser Nebenwirkungen war dosisabhängig. Die im Folgenden aufgeführten Nebenwirkungen sind nach Häufigkeit und Systemorganklasse geordnet angegeben. Bei den Häufigkeitsangaben werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
| Systemorganklasse/ Häufigkeit | Nebenwirkung |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | |
| Selten: | Leukopenie, Thrombozytopenie |
| Sehr selten: | Agranulozytose, Panzytopenie |
| Erkrankungen des Immunsystems | |
| Selten: | Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Fieber, Angioödem und anaphylaktische Reaktion/Schock |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | |
| Selten: | Hyponatriämie |
| Nicht bekannt: | Hypomagnesiämie; eine schwere Hypomagnesiämie kann zu Hypokalzämie führen, Hypomagnesiämie kann auch mit Hypokaliämie einhergehen |
| Psychiatrische Erkrankungen | |
| Gelegentlich: | Schlaflosigkeit |
| Selten: | Erregungszustände, Verwirrtheit, Depression |
| Sehr selten: | Aggressivität, Halluzinationen |
| Erkrankungen des Nervensystems | |
| Häufig: | Kopfschmerzen |
| Gelegentlich: | Schwindel, Parästhesien, Schläfrigkeit |
| Selten: | Geschmacksveränderungen |
| Augenerkrankungen | |
| Selten: | Verschwommenes Sehen |
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | |
| Gelegentlich: | Vertigo |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | |
| Selten: | Bronchospasmen |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | |
| Häufig: | Bauchschmerzen, Obstipation, Diarrhö, Meteorismus, Übelkeit/Erbrechen, Fundusdrüsenpolypen (gutartig) |
| Selten: | Mundtrockenheit, Stomatitis, gastrointestinale Candidiasis |
| Nicht bekannt: | Mikroskopische Kolitis |
| Leber- und Gallenerkrankungen | |
| Gelegentlich: | Erhöhte Leberenzymwerte |
| Selten: | Hepatitis mit und ohne Ikterus |
| Sehr selten: | Leberversagen, Enzephalopathie bei Patienten mit vorbestehender |
| Lebererkrankung Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | |
| Gelegentlich: | Dermatitis, Juckreiz, Hautausschlag, Urtikaria |
| Selten: | Alopezie, Photosensibilität, akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) |
| Sehr selten: | Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (TEN) |
| Nicht bekannt: | Subakuter kutaner Lupus erythematosus (siehe Abschnitt 4.4) |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | |
| Gelegentlich | Fraktur der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule |
| Selten: | Arthralgien, Myalgien |
| Sehr selten: | Muskelschwäche |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | |
| Selten: | Tubulointerstitielle Nephritis (mit möglichem Fortschreiten zu Nierenversagen) |
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | |
| Sehr selten: | Gynäkomastie |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | |
| Gelegentlich: | Unwohlsein, periphere Ödeme |
| Selten: | Vermehrtes Schwitzen |
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit von Omeprazol wurde an insgesamt 310 Kindern zwischen 0 und 16 Jahren mit magensäurebedingten Erkrankungen untersucht. Zur Sicherheit der Langzeitbehandlung liegen begrenzte Daten von 46 Kindern vor, die im Rahmen einer klinischen Studie bis zu 749 Tage lang eine Erhaltungstherapie mit Omeprazol zur Behandlung einer schweren erosiven Ösophagitis erhielten. Das Nebenwirkungsprofil war sowohl bei Kurz- als auch bei Langzeitbehandlung generell dasselbe wie bei Erwachsenen. Es liegen keine Daten zur Wirkung einer Langzeitbehandlung mit Omeprazol auf die Pubertät oder das Wachstum vor.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
4.9 Überdosierung
Zu den Auswirkungen einer Überdosierung mit Omeprazol beim Menschen liegen nur begrenzte Informationen vor. In der Literatur sind Dosen von bis zu 560 mg beschrieben und es gibt gelegentliche Berichte, nach denen orale Einzeldosen von bis zu 2.400 mg Omeprazol (dem 120-Fachen der üblichen empfohlenen klinischen Dosierung) erreicht wurden. Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl, Bauchschmerzen, Durchfall und Kopfschmerzen wurden berichtet. Apathie, Depression und Verwirrtheit wurden in Einzelfällen beschrieben.
Die im Zusammenhang mit einer Überdosierung mit Omeprazol beschriebenen Symptome waren reversibel und es wurde nicht über schwerwiegende Folgen berichtet. Die Eliminationsrate war bei erhöhten Dosen unverändert (Kinetik erster Ordnung). Falls eine Behandlung erforderlich ist, erfolgt diese symptomatisch.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei säurebedingten Erkrankungen, Protonenpumpenhemmer; ATC-Code: A02BC01.
Wirkmechanismus
Omeprazol, ein razemisches Gemisch aus zwei Enantiomeren, vermindert die Sekretion von Magensäure über einen hochgradig zielgerichteten Wirkmechanismus. Es ist ein spezifischer Hemmer der Protonenpumpe in der Parietalzelle. Es wirkt schnell und kontrolliert bei einer einmal täglichen Anwendung die Beschwerden durch reversible Hemmung der Sekretion von Magensäure.
Omeprazol ist eine schwache Base und wird im stark sauren Milieu der intrazellulären Canaliculi in der Parietalzelle, wo es das Enzym H+/K+-ATPase – die Protonenpumpe – hemmt, konzentriert und in die aktive Form umgewandelt. Diese Wirkung auf den letzten Schritt der Magensäurebildung ist dosisabhängig und sorgt stimulusunabhängig für eine hochgradig wirksame Hemmung sowohl der basalen als auch der stimulierten Säuresekretion.
Pharmakodynamische Wirkungen
Alle beobachteten pharmakodynamischen Wirkungen können mit der Wirkung von Omeprazol auf die Säuresekretion erklärt werden.
Wirkungen auf die Magensäuresekretion
Die orale Anwendung von Omeprazol einmal täglich bewirkt eine schnelle und effektive Hemmung der Magensäuresekretion am Tag und in der Nacht, wobei die maximale Wirkung innerhalb von vier Behandlungstagen erreicht wird. Mit 20 mg Omeprazol wird bei Patienten mit Ulcus duodeni eine mittlere Reduktion der intragastrischen Azidität von mindestens 80% über 24 Stunden aufrechterhalten, wobei die maximale Pentagastrin-stimulierte Säureproduktion 24 Stunden nach der Anwendung um durchschnittlich 70% vermindert ist.
Durch die orale Anwendung von 20 mg Omeprazol wird bei Patienten mit Ulcus duodeni während eines 24-Stunden-Zeitraums für durchschnittlich 17 Stunden im Magen ein pH-Wert von ≥ 3 aufrechterhalten.
Als Folge der verringerten Säuresekretion und der intragastrischen Azidität reduziert/normalisiert Omeprazol dosisabhängig die Säure-Exposition der Speiseröhre bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit. Die Hemmung der Säuresekretion steht in Beziehung zur Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve (AUC) von Omeprazol und nicht zur tatsächlichen Plasmakonzentration zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Während der Therapie mit Omeprazol wurde keine Tachyphylaxie beobachtet.
Wirkungen auf H. pylori
Es besteht ein Zusammenhang zwischen H. pylori und peptischen Ulkuserkrankungen, einschließlich Zwölffingerdarm- und Magengeschwüren. H. pylori ist ein bedeutender Faktor für die Entwicklung von Gastritiden. H. pylori und Magensäure sind zusammen bedeutende Faktoren für die Entwicklung einer peptischen Ulkuskrankheit. H. pylori ist ein bedeutender Faktor für die Entwicklung einer atrophischen Gastritis, die mit einem erhöhten Risiko für das Entstehen eines Magenkarzinoms einhergeht.
Die Eradikation von H. pylori mit Omeprazol und Antibiotika ist mit einer hohen Heilungsrate und langfristiger Remission peptischer Ulzera verbunden.
Zweifachtherapien wurden geprüft mit dem Ergebnis, dass sie weniger wirksam sind als Dreifachtherapien. Sie könnten jedoch für Fälle in Erwägung gezogen werden, bei denen die Verwendung einer Dreifachkombination aufgrund einer bekannten Überempfindlichkeit ausgeschlossen ist.
Andere mit der Säurehemmung verbundene Wirkungen
Während der Langzeitbehandlung wurden Magendrüsenzysten mit etwas erhöhter Häufigkeit gemeldet. Diese Veränderungen sind eine physiologische Folge der ausgeprägten Hemmung der Säuresekretion; sie sind gutartig und scheinen reversibel zu sein.
Ein verringerter Säuregrad im Magen erhöht, unabhängig von seinen Ursachen (einschließlich Protonenpumpenhemmer), die Anzahl der Bakterien im Magen, die normalerweise den Magen-Darm-Trakt besiedeln. Eine Behandlung mit säurereduzierenden Substanzen kann zu einem leicht erhöhten Risiko für Infektionen des Magen-Darm-Trakts führen, wie z. B. mit Salmonella und Campylobacter sowie bei hospitalisierten Patienten möglicherweise auch mit Clostridium difficile.
Während der Behandlung mit sekretionshemmenden Arzneimitteln steigt der Serumgastrinspiegel als Reaktion auf die verminderte Säuresekretion an. Auch CgA steigt aufgrund der erniedrigten gastrischen Azidität an. Die erhöhten CgA-Spiegel können Untersuchungen auf neuroendokrine Tumoren beeinflussen. Vorliegende veröffentlichte Daten legen den Schluss nahe, dass Protonenpumpenhemmer fünf Tage bis zwei Wochen vor einer CgA-Messung abgesetzt werden sollen, damit die durch eine PPI-Behandlung fälschlicherweise erhöhten CgA-Spiegel wieder in den Referenzbereich absinken können.
Bei einigen Patienten (sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen) wurde unter Langzeitbehandlung mit Omeprazol ein Anstieg der Zahl an ECL-Zellen beobachtet, der möglicherweise mit den erhöhten Serumgastrinwerten in Zusammenhang steht. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Befund keine klinische Signifikanz hat.
Kinder und Jugendliche
In einer nicht kontrollierten Studie bei Kindern (1 bis 16 Jahre alt) mit schwerer Refluxösophagitis verbesserte sich der Grad der Ösophagitis bei Omeprazol-Dosierungen von 0,7 bis 1,4 mg/kg in 90% der Fälle, wobei sich die Refluxsymptome signifikant verringerten. In einer einfach-blinden Studie wurden Kinder (0–24 Monate alt) mit klinisch diagnostizierter gastroösophagealer Refluxkrankheit mit 0,5, 1,0 bzw. 1,5 mg Omeprazol/kg behandelt. Die Häufigkeit des Auftretens von Erbrechen/Rückfluss des Mageninhalts verringerte sich nach 8 Behandlungswochen um 50%, unabhängig von der Dosierung.
Eradikation von H. pylori bei Kindern
Eine randomisierte, doppelblinde Studie (Héliot-Studie) zeigte, dass die Behandlung von H.-pylori-Infektionen mit Omeprazol in Kombination mit zwei Antibiotika (Amoxicillin und Clarithromycin) bei Kindern über 4 Jahren mit Gastritis sicher und effektiv war: H.-pylori-Eradikationsrate: 74,2% (23/31 Patienten) mit Omeprazol + Amoxicillin + Clarithromycin gegenüber 9,4% (3/32 Patienten) mit Amoxicillin + Clarithromycin. Hinweise auf einen klinischen Nutzen in Bezug auf dyspeptische Symptome wurden allerdings nicht gefunden. Informationen über die Behandlung von Kindern unter 4 Jahren gibt die Studie nicht.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Omeprazol ist säurelabil und wird deshalb oral als gepufferte Lösung angewendet. Der Puffer schützt Omeprazol vor dem Abbau durch Säuren und unterstützt so die Resorption. Omeprazol aus Appizmit wird schnell resorbiert, wobei maximale Plasmaspiegel etwa 0,33 (0,17–1,50)* Stunden nach der Anwendung erreicht werden. Die Resorption von Omeprazol findet im Dünndarm statt und ist normalerweise innerhalb von 3–6 Stunden abgeschlossen. Die systemische Verfügbarkeit (Bioverfügbarkeit) einer oralen Einzeldosis von Omeprazol beträgt ca. 40%. Nach wiederholter einmal-täglicher Anwendung steigt die Bioverfügbarkeit auf ca. 60% an.
*Median (Min.–Max.)
Verteilung
Das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt bei gesunden Probanden ca. 0,3 l/kg Körpergewicht. Omeprazol wird zu 97% an Plasmaproteine gebunden.
Biotransformation
Omeprazol wird vollständig durch das Cytochrom-P450-System (CYP) metabolisiert. Der Großteil des Stoffwechsels von Omeprazol ist von dem polymorph exprimierten CYP2C19 abhängig, das für die Bildung von Hydroxyomeprazol, dem Hauptmetaboliten im Plasma, verantwortlich ist. Der verbleibende Teil ist abhängig von einer anderen spezifischen Isoform, CYP3A4, die für die Bildung von Omeprazolsulfon verantwortlich ist. Aufgrund der hohen Affinität von Omeprazol zu CYP2C19 besteht die Möglichkeit einer kompetitiven Hemmung und metabolischer Wirkstoff-Wirkstoff-Interaktionen mit anderen Substraten von CYP2C19. Mit seiner geringen Affinität zu CYP3A4 hat Omeprazol jedoch kein Potenzial zur Hemmung des Metabolismus anderer CYP3A4-Substrate. Zudem hat Omeprazol keine Hemmwirkung auf die Haupt-CYP-Enzyme.
Ungefähr 3% der kaukasischen und 15–20% der asiatischen Bevölkerung haben kein funktionstüchtiges CYP2C19-Enzym und sind daher so genannte poor metabolisers (langsame Verstoffwechsler). Bei diesen Personen wird der Metabolismus von Omeprazol wahrscheinlich hauptsächlich durch CYP3A4 katalysiert. Nach wiederholter einmal-täglicher oraler Anwendung von 20 mg Omeprazol war die durchschnittliche AUC bei poor metabolisers ungefähr 5- bis 10-mal höher als bei Personen mit einem funktionstüchtigen CYP2C19-Enzym (extensive metabolisers). Die durchschnittlichen Plasmaspitzenspiegel waren ebenfalls 3- bis 5-mal höher. Diese Ergebnisse haben keine Auswirkungen auf die Dosierung von Omeprazol.
Elimination
Die Plasma-Eliminationshalbwertszeit von Omeprazol beträgt normalerweise sowohl nach einmaliger Anwendng als auch nach wiederholter oraler täglicher Einmalanwendung weniger als eine Stunde. Omeprazol wird bei einmal-täglicher Anwendung innerhalb des Dosierungsintervalls vollständig aus dem Plasma eliminiert und zeigt keine Tendenz zur Kumulation. Fast 80% der oralen Omeprazol-Dosis werden als Metaboliten über den Urin ausgeschieden, der Rest mit dem Stuhl, vornehmlich bedingt durch Gallensekretion.
Linearität/Nicht-Linearität
Die AUC von Omeprazol nimmt mit wiederholter Anwendung zu. Diese Zunahme ist dosisabhängig und führt nach mehrfacher Anwendung zu einer nicht linearen Dosis-AUC-Beziehung. Diese Abhängigkeit von der Zeit und der Dosis beruht auf einer Abnahme des First-pass-Metabolismus und der systemischen Clearance, was wahrscheinlich durch eine Hemmung des CYP2C19-Enzyms durch Omeprazol und/oder seine Metaboliten (z. B. das Sulfon) bewirkt wird.
Es wurde kein Metabolit gefunden, der eine Wirkung auf die Magensäuresekretion hat.
Besondere Patientengruppen
Leberfunktionseinschränkungen
Bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung ist der Metabolismus von Omeprazol beeinträchtigt und die AUC erhöht. Es gibt keinen Hinweis auf eine Kumulation von Omeprazol bei einmal-täglicher Anwendung.
Nierenfunktionsstörung
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Pharmakokinetik von Omeprazol, einschließlich der systemischen Bioverfügbarkeit und der Eliminationsrate, unverändert.
Ältere Patienten
Die Stoffwechselrate von Omeprazol ist bei älteren Personen (75–79 Jahre) etwas verringert.
Kinder und Jugendliche
Bei der Behandlung von Kindern im Alter von über 1 Jahr mit den empfohlenen Dosierungen wurden ähnliche Plasmakonzentrationen erzielt wie bei Erwachsenen. Bei Kindern unter 6 Monaten ist die Clearance von Omeprazol aufgrund der geringen Kapazität zur Metabolisierung von Omeprazol gering.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
In lebenslangen Studien an Ratten, die mit Omeprazol behandelt wurden, wurden gastrische ECL-Zell-Hyperplasien und -Karzinoide beobachtet. Diese Veränderungen sind das Ergebnis einer andauernden, ausgeprägten Hypergastrinämie infolge der Säurehemmung. Nach einer Therapie mit H2-Rezeptor-Antagonisten, Protonenpumpenhemmern und nach einer teilweisen Fundektomie wurden vergleichbare Befunde erhoben. Somit sind diese Veränderungen nicht auf eine direkte Wirkung einzelner Wirkstoffe zurückzuführen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Glycerin (E422)
Xanthangummi (E415)
Polysorbat 80
Natriumedetat
Acetylcystein
Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat
Natriumhydroxid
Simethicon-Emulsion 30% (wasserlösliche Form von Simethicon; Inhaltsstoffe: Simethicon, Emulgatoren, Konservierungsmittel, Wasser)
Gereinigtes Wasser
Carmellose-Natrium (E468)
Sucralose (E955)
Natriumhydrogencarbonat
Domiphenbromid
Mentholaroma
Gummi arabicum (E414)
Aromakomponenten
Geschmacksüberdeckender Aromastoff
Wasser
Propylenglykol (E1520)
Aromakomponenten
Zitronenaroma (für 20 mg/15 ml Lösung)
Maltodextrin aus Mais
Aromakomponenten
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
2 Jahre.
Nach dem Anmischen muss das Arzneimittel innerhalb von 20 Minuten verbraucht werden. Nicht verwendete Reste sind zu verwerfen.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C).
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Das ungeöffnete Arzneimittel kann aus dem Kühlschrank (2°C – 8°C) entfernt und für bis zu 28 Tage bei Temperaturen unter 25°C aufbewahrt werden. Angaben zur Haltbarkeit nach dem Anmischen siehe bitte Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Die 15-ml-Zweikammerprimärverpackung von Appizmit 10 mg/15 ml besteht aus: - HDPE-Deckel mit Sicherheitsring, mit einem PP-Kolben und einer PE-Membran, gefüllt mit 5 ml
Omeprazol-Lösung (2 mg/ml)
HDPE-Flasche, Flaschenhals gefüllt mit 10 ml Verdünnungsmittel für Appizmit 10 mg/15 ml
Lösung zum Einnehmen
Die 15-ml-Zweikammerprimärverpackung von Appizmit 20 mg/15 ml besteht aus: - HDPE-Deckel mit Sicherheitsring, mit einem PP-Kolben und einer PE-Membran, gefüllt mit 5 ml
Omeprazol-Lösung (4 mg/ml)
HDPE-Flasche, Flaschenhals gefüllt mit 10 ml Verdünnungsmittel für Appizmit 20 mg/15 ml
Lösung zum Einnehmen
Faltschachtel mit 14 Einzeldosis-Zweikammerflaschen aus HDPE auf einer PVC-Unterlage und einer beiliegenden Packungsbeilage. Der Umkarton für die Stärke 10 mg/15 ml enthält eine 15 ml fassende Dosierpipette mit einem Kolben aus PS sowie einem Körper und einer Kappe aus LDPE, mit einer 0,5-ml-Skalierung.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur
Handhabung
Zubereitung und Einnahme der Lösung
Das Behältnis ist ein Zweikammersystem, welches Lösung sowohl im Deckel als auch in der Flasche enthält. Die beiden Lösungen müssen zunächst vereinigt und dann vom Patienten eingenommen werden.
Nach dem Öffnen der Flasche ist die Lösung zum Einnehmen gebrauchsfertig. Es ist keine weitere Verdünnung des Arzneimittels erforderlich.
Nach dem Anmischen muss das Arzneimittel innerhalb von 20 Minuten verbraucht werden.
Hinweise zur Zubereitung der gebrauchsfertigen Lösung zum Einnehmen
- 1. Entfernen Sie den Sicherheitsring.
- 2.
Drücken Sie den Deckel nach unten und drehen Sie ihn im Uhrzeigersinn bis zum Ende des
Schraubgewindes.
- 3. Schütteln Sie die Flasche mindestens 15 Sekunden lang, um die Lösungen zu vermischen. 4. Lassen Sie die Lösung zum Einnehmen sich 60 Sekunden lang setzen. 5. Drehen Sie den Kunststoffdeckel gegen den Uhrzeigersinn ab und entfernen Sie ihn. 6. Vergewissern Sie sich, dass die Unterseite des Deckels durchstochen wurde und sich geöffnet hat.
- 7. Nehmen bzw. verabreichen Sie die Lösung direkt aus der Flasche.
Für die Stärke 10 mg/15 ml ist die zubereitete, gebrauchsfertige Lösung eine cremeweiße bis blassgelbe visköse Lösung mit Mentholaroma.
Entsorgen Sie die Lösung, wenn sich diese dunkel verfärbt hat oder Bodensatz aufweist.
Für die Stärke 20 mg/15 ml ist die zubereitete, gebrauchsfertige Lösung eine cremeweiße bis blassgelbe visköse Lösung mit Menthol- und Zitronenaroma.
Entsorgen Sie die Lösung, wenn sich diese dunkel verfärbt hat oder Bodensatz aufweist.
Verwenden Sie für Dosen ≤ 10 mg (Anwendung für Kinder unter einem Jahr mit einem Körpergewicht von ≤ 10 kg) die Stärke 10 mg/15 ml und die beiliegende Pipette:
- 1. Entfernen Sie den Sicherheitsring.
- 2.
Drücken Sie den Deckel nach unten und drehen Sie ihn im Uhrzeigersinn bis zum Ende des
Schraubgewindes.
- 3. Schütteln Sie die Flasche mindestens 15 Sekunden lang, um die beiden Lösungen zu vermischen.
- 4. Lassen Sie die Lösung zum Einnehmen sich vor der Verwendung der Pipette 5 Minuten lang setzen.
- 5. Nehmen Sie die Kappe von der Pipette ab.
- 6.
Stellen Sie die Flasche auf eine feste, gerade Oberfläche und tauchen Sie die Pipette in die
Flasche.
- 7. Ziehen Sie den Kolben der Pipette langsam hoch bis zur Markierung auf der Pipettenskala, die der vom Arzt verordneten Menge in Millilitern (ml) entspricht.
- 8. Nehmen Sie die Pipette aus der Flasche.
- 9. Ihr Kind soll für die Einnahme aufrecht angelehnt sitzen oder stehen.
- 10. Legen Sie dem Kind die Spitze der Pipette in den Mund und drücken Sie den Kolben langsam in die Pipette, um so das Arzneimittel vorsichtig abzugeben.
- 11. Lassen Sie dem Kind etwas Zeit, um das Arzneimittel zu schlucken.
- 12. Waschen Sie die Pipette nach der Anwendung mit warmem Wasser und lassen Sie sie trocknen. 13. Entsorgen Sie die benutzte Flasche mit der evtl. übrig gebliebenen Lösung.
Hinweise zur Anwendung über eine nasogastrale (NG) oder PEG-Sonde:
Stellen Sie vor der Verabreichung sicher, dass die Magensonde frei von Verstopfungen ist. 1. Spülen Sie die Magensonde mit 5 ml Wasser.
- 2. Verabreichen Sie die erforderliche Dosis Appizmit mit einem geeigneten Messgerät innerhalb von 20 Minuten nach der Zubereitung der gebrauchsfertigen Lösung.
- 3. Spülen Sie die Magensonde mit mindestens 20 ml Wasser.
Dieses Arzneimittel ist geeignet für die Anwendung mit nasogastralen (NG) und perkutanen endoskopischen Gastrostomie(PEG)-Sonden der Größe 6 CH bis 15 CH aus Polyurethan. Bei den Sonden mit dem kleinsten Durchmesser (6 CH) kann bei sehr kleinen Kindern ein geringeres Spülvolumen von 3 ml verwendet werden, wenn die Beschränkung der Flüssigkeitsaufnahme relevant ist.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Proveca Pharma Ltd
2 Dublin Landings
North Wall Quay
D01 V4A3 Dublin 1
Irland
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
Appizmit 10 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen Z.Nr.: 143289
Appizmit 20 mg/15 ml Lösung zum Einnehmen Z.Nr.: 143290
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 26.03.2026
10. STAND DER INFORMATION
April 2026
REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT
Rezept- und apothekenpflichtig.
