Info Patient Suche Menü

Teriflunomid Zentiva 14 mg Filmtabletten – Beipackzettel

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Rezeptpflichtig
Stärke des Medikaments:
14 mg
Enthält den Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Beipackzettel - Teriflunomid Zentiva 14 mg Filmtabletten

1. Was ist Teriflunomid Zentiva und wofür wird es angewendet?

Was ist Teriflunomid Zentiva?

Teriflunomid Zentiva enthält den Wirkstoff Teriflunomid, eine immunmodulatorische (das Immunsystem beeinflussende) Substanz, die das Immunsystem reguliert, damit dessen Angriffe auf das Nervensystem verringert werden.

Wofür wird Teriflunomid Zentiva angewendet?

Teriflunomid Zentiva wird bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen (ab 10 Jahren) zur Behandlung der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (MS) angewendet.

Was ist Multiple Sklerose?

MS ist eine chronische Erkrankung, die das Zentralnervensystem (ZNS) betrifft. Das ZNS umfasst das Gehirn und das Rückenmark. Bei Multipler Sklerose wird durch eine Entzündung die schützende Hülle (die sogenannte Myelinscheide) der Nerven im ZNS zerstört. Der Verlust der Myelinscheide wird als Demyelinisierung bezeichnet. Dadurch werden die Nerven daran gehindert, korrekt zu funktionieren.

Menschen mit schubförmig verlaufenden Formen der Multiplen Sklerose erleiden wiederholte Schübe der körperlichen Symptome, welche entstehen, da ihre Nerven nicht korrekt funktionieren. Diese Symptome sind von Patient zu Patient unterschiedlich, umfassen jedoch meist: - Schwierigkeiten beim Gehen

  • Sehstörungen
  • Gleichgewichtsstörungen

Die Symptome können sich nach einem Schub vollständig zurückbilden, aber im Laufe der Zeit können einige Symptome auch zwischen den Schüben weiter bestehen. Dies kann zu körperlichen Behinderungen führen, die Ihre Alltagsaktivitäten beeinträchtigen können.

Wie Teriflunomid Zentiva wirkt

Teriflunomid Zentiva hilft, das Zentralnervensystem gegen Angriffe des Immunsystems zu schützen, indem es die Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) einschränkt. Dies begrenzt die Entzündung, die zu den Nervenschäden bei MS führt.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Teriflunomid Zentiva beachten?

Teriflunomid Zentiva darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Teriflunomid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn sich bei Ihnen nach der Einnahme von Teriflunomid oder Leflunomid schon einmal ein schwerer Hautausschlag oder sich schälende Haut, Bläschenbildung und/oder Geschwüre im Mund entwickelt haben,
  • wenn Sie an schweren Leberproblemen leiden,
  • wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein, oder wenn Sie stillen, - wenn Sie an einer schweren Erkrankung leiden, die Ihr Immunsystem beeinträchtigt (z. B. erworbenes Immunschwächesyndrom (AIDS)),
  • wenn Sie schwere Probleme mit Ihrem Knochenmark haben oder bei Ihnen die Anzahl an roten oder weißen Blutkörperchen niedrig oder die Anzahl an Blutplättchen vermindert ist. - wenn Sie eine schwere Infektion haben,
  • wenn Sie an schweren Nierenproblemen leiden, die eine Dialyse erforderlich machen, - wenn der Proteinspiegel in Ihrem Blut sehr niedrig ist (Hypoproteinämie). Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Teriflunomid einnehmen, - wenn Sie Leberprobleme haben und/oder größere Mengen an Alkohol trinken. Ihr Arzt wird vor und während der Behandlung Bluttests durchführen, um zu überprüfen, wie gut Ihre Leber funktioniert. Wenn die Untersuchungsergebnisse ergeben, dass ein Problem mit Ihrer Leber besteht, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Teriflunomid Zentiva eventuell beenden. Bitte lesen Sie Abschnitt 4.

  • wenn Sie an Bluthochdruck (Hypertonie) leiden, ganz gleich ob dieser mit Arzneimitteln kontrolliert ist oder nicht. Teriflunomid Zentiva kann zu einem Anstieg des Blutdrucks führen. Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck vor Beginn der Behandlung und danach regelmäßig überprüfen. Bitte lesen Sie Abschnitt 4.
  • wenn Sie eine Infektion haben. Bevor Sie Teriflunomid einnehmen, wird Ihr Arzt sicherstellen, dass Sie genug weiße Blutkörperchen und Blutplättchen in Ihrem Blutaufweisen. Da Teriflunomid die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut senkt, kann das Ihre Widerstandsfähigkeit bei Infektionen beeinflussen. Ihr Arzt kann bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchführen, um so die Anzahl an weißen Blutkörperchen zu überprüfen,wenn Sie glauben, eine Infektion zu haben. Unter der Behandlung mit Teriflunomid können Herpesvirus-Infektionen, einschließlich Herpes am bzw. im Mund oder Herpes zoster (Gürtelrose), auftreten. In einigen Fällen sind schwerwiegende Komplikationen aufgetreten. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie vermuten, Symptome einer Herpesvirus- Infektion zu haben. Bitte lesen Sie Abschnitt 4.
  • wenn Sie schwere Hautreaktionen haben. - wenn Sie Atemwegssymptome haben.
  • wenn es bei Ihnen zu Schwächegefühl, Taubheitsgefühl und Schmerzen in Händen und Füßen kommt.

    2

  • wenn Sie sich einer Impfung unterziehen werden.
  • wenn Sie Leflunomid zusammen mit Teriflunomid Zentiva einnehmen. - wenn Sie die Einnahme von Teriflunomid Zentiva beginnen oder absetzen. - wenn bei Ihnen ein bestimmter Bluttest (Kalziumspiegel) geplant ist. Es können falsch niedrige Kalziumspiegel festgestellt werden.

Reaktionen der Atemwege

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie ungeklärten Husten und Atemnot (Kurzatmigkeit) haben. Ihr Arzt wird möglicherweise zusätzliche Tests durchführen.

Kinder und Jugendliche

Teriflunomid Zentiva ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter 10 Jahren bestimmt, da es bei MS-Patienten dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Die oben aufgeführten Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für Kinder. Die folgenden Informationen sind für Kinder und deren Betreuungspersonen wichtig: - Bei Patienten, die Teriflunomid erhielten, wurde eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse beobachtet. Bei Verdacht auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann der Arzt Ihres Kindes Bluttests durchführen.

Einnahme von Teriflunomid Zentiva zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies gilt auch für Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind.

Informieren Sie bitte insbesondere Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:

  • Leflunomid, Methotrexat und andere Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen (sie werden oft als Immunsuppressiva oder Immunmodulatoren bezeichnet), - Rifampicin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose und anderen Infektionen), - Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin zur Behandlung von Epilepsie, - Johanniskraut (ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen), - Repaglinid, Pioglitazon, Nateglinid oder Rosiglitazon zur Behandlung von Diabetes, - Daunorubicin, Doxorubicin, Paclitaxel oder Topotecan zur Behandlung von Krebs, - Duloxetin zur Behandlung von Depressionen, Harninkontinenz oder Nierenerkrankungen bei Diabetes,
  • Alosetron zur Behandlung von schwerem Durchfall, - Theophyllin zur Behandlung von Asthma,
  • Tizanidin, ein Muskelrelaxans,
  • Warfarin, ein Gerinnungshemmer, der zur Verdünnung des Blutes (d. h., damit es flüssiger wird) angewendet wird, um Blutgerinnsel zu verhindern,
  • orale Kontrazeptiva (die Ethinylestradiol und Levonorgestrel enthalten), - Cefaclor, Benzylpenicillin (Penicillin G), Ciprofloxacin zur Behandlung von Infektionen, - Indometacin, Ketoprofen zur Behandlung von Schmerzen oder Entzündungen, - Furosemid zur Behandlung von Herzerkrankungen,
  • Cimetidin zur Reduzierung der Magensäure,
  • Zidovudin zur Behandlung von HIV-Infektionen,
  • Rosuvastatin, Simvastatin, Atorvastatin, Pravastatin zur Behandlung von Hypercholesterolämie (erhöhte Cholesterinspiegel im Blut),
  • Sulfasalazin zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen oder rheumatoider Arthritis, - Colestyramin bei hohen Cholesterolspiegeln oder zur Linderung des Juckreizes bei Lebererkrankungen,
  • Aktivkohle zur Verminderung der Aufnahme von Arzneimitteln oder anderer Substanzen.

Schwangerschaft und Stillzeit

3

Nehmen Sie Teriflunomid Zentiva nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein. Wenn Sie schwanger sind oder werden, während Sie Teriflunomid Zentiva einnehmen, ist das Risiko, ein Kind mit Geburtsfehlern zu bekommen, erhöht. Frauen im gebärfähigen Alter dürfen dieses Arzneimittel nicht ohne Anwendung einer zuverlässigen Verhütungsmethode einnehmen. Wenn Ihre Tochter während der Behandlung mit Teriflunomid Zentiva ihre Regelblutung bekommt, ist der Arzt zu informieren, der Sie zur Empfängnisverhütung und zu den möglichen Risiken im Falle einer Schwangerschaft berät.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie planen, nach dem Ende der Behandlung mit Teriflunomid Zentiva schwanger zu werden, da Sie sicherstellen müssen, dass der größte Teil dieses Arzneimittels aus Ihrem Körper ausgeschieden wurde, bevor Sie versuchen, schwanger zu werden. Die natürliche Ausscheidung des Wirkstoffs kann bis zu 2 Jahren dauern. Die Dauer kann mithilfe bestimmter Arzneimittel, die das Entfernen von Teriflunomid Zentiva aus Ihrem Körper beschleunigen, auf wenige Wochen reduziert werden.

In jedem Fall ist durch einen Bluttest zu bestätigen, dass der Wirkstoff ausreichend aus Ihrem Körper ausgeschieden wurde. Außerdem benötigen Sie die Bestätigung Ihres behandelnden Arztes, dass die Teriflunomid Zentiva -Spiegel in Ihrem Blut niedrig genug sind, um eine Schwangerschaft zu ermöglichen.

Für weitere Informationen zu den Laboruntersuchungen suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Wenn Sie während der Behandlung mit Teriflunomid Zentiva oder in den zwei Jahren nach Beendigung der Behandlung vermuten, schwanger zu sein, müssen Sie unverzüglich Teriflunomid Zentiva absetzen und Ihren Arzt aufsuchen und einen Schwangerschaftstest durchführen lassen. Wenn der Test bestätigt, dass Sie schwanger sind, kann Ihr Arzt Ihnen eine Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln vorschlagen, mit denen Teriflunomid Zentiva schnell und ausreichend aus Ihrem Körper ausgeschieden werden kann, um ein mögliches Risiko für Ihr Kind zu senken.

Verhütung

Sie müssen während und nach der Behandlung mit Teriflunomid Zentiva eine wirksame Verhütungsmethode anwenden. Teriflunomid bleibt über lange Zeit nach Beendigung der Einnahme in Ihrem Blut. Wenden Sie auch nach Beendigung der Behandlung weiter eine wirksame Verhütungsmethode an.

  • Tun Sie dies so lange, bis die Teriflunomid Zentiva-Spiegel in Ihrem Blut niedrig genug sind. Ihr Arzt wird dies überprüfen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die für Sie beste Methode zur Verhütung sowie bei jedem eventuell erforderlichen Wechsel der Verhütungsmethode.

Nehmen Sie Teriflunomid Zentiva nicht ein, wenn Sie stillen, da Teriflunomid in die Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

P81#yIS1

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Teriflunomid Zentiva kann zu Schwindelgefühl führen, was Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit einschränken kann. Wenn diese Nebenwirkung bei Ihnen auftritt, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen.

Teriflunomid Zentiva enthält Lactose

Teriflunomid Zentiva enthält Lactose (eine Art von Zucker). Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

4

Teriflunomid Zentiva enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Teriflunomid Zentiva einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Behandlung mit Teriflunomid Zentiva wird von einem Arzt mit Erfahrung in der Behandlung der Multiplen Sklerose überwacht werden.

Erwachsene

Die empfohlene Dosis beträgt eine 14-mg-Filmtablette einmal täglich.

Kinder und Jugendliche (ab einem Alter von 10 Jahren) Die Dosis ist abhängig vom Körpergewicht:

  • Kinder mit einem Körpergewicht über 40 kg: eine 14-mg-Filmtablette täglich - Kinder mit einem Körpergewicht bis zu 40 kg: eine 7-mg- Filmtablette täglich.

Teriflunomid Zentiva 14 mg Filmtabletten sind für Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht ≤ 40 kg nicht geeignet.

Andere Teriflunomid-haltige Arzneimittel sind in einer niedrigeren Stärke (als 7 mg Filmtabletten) erhältlich.

Erreichen Kinder und Jugendliche ein stabiles Körpergewicht von mehr als 40 kg, wird deren Arzt sie anweisen, auf eine 14-mg- Filmtablette täglich umzustellen.

Art der/Hinweise zur Anwendung

Teriflunomid Zentiva ist zum Einnehmen bestimmt.

Teriflunomid Zentiva wird täglich als Einzeldosis zu einer beliebigen Tageszeit eingenommen. Die Filmtabletten sind unzerkaut mit etwas Wasser einzunehmen.

Teriflunomid Zentiva kann mit Nahrung oder unabhängig davon eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Teriflunomid Zentiva eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie eine zu große Menge von Teriflunomid Zentiva eingenommen haben, informieren Sie umgehend Ihren Arzt. Es könnten bei Ihnen ähnliche Nebenwirkungen auftreten, wie unter Abschnitt 4. beschrieben.

Wenn Sie die Einnahme von Teriflunomid Zentiva vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Teriflunomid Zentiva abbrechen Beenden Sie die Einnahme von Teriflunomid Zentiva nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Das Gleiche gilt für Dosisänderungen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

5

Folgende Nebenwirkungen können bei Einnahme dieses Arzneimittels auftreten.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Manche Nebenwirkungen können schwerwiegend sein oder es werden. Wenn Sie folgende Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die die Symptome Schmerzen im Bauchbereich, Übelkeit oder Erbrechen einschließen kann (die Häufigkeit ist häufig bei Kindern und Jugendlichen und gelegentlich bei erwachsenen Patienten).

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) - Allergische Reaktionen, die die Symptome Ausschlag, Quaddeln, Anschwellen der Lippen, der Zunge oder des Gesichts sowie plötzlich auftretende Schwierigkeiten beim Atmen einschließen können.

  • Schwere Hautreaktionen, die die Symptome Hautausschlag, Bläschenbildung, Fieber oder Geschwüre im Mund einschließen können.
  • Schwere Infektionen oder Sepsis (eine unter Umständen lebensbedrohliche Infektion), die die Symptome hohes Fieber, Zittern, Schüttelfrost, verringerte Urinausscheidung oder Verwirrung einschließen können.
  • Entzündung der Lunge, die die Symptome Kurzatmigkeit oder anhaltenden Husten einschließen kann.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) - Schwerwiegende Lebererkrankungen, die die Symptome Gelbfärbung der Haut oder der Augäpfel, dunklerer Urin als normal, ungeklärte Übelkeit und Erbrechen oder Bauchschmerzen einschließen können.

Weitere Nebenwirkungen können mit den folgenden Häufigkeiten auftreten:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen) - Kopfschmerzen

  • Durchfall, Übelkeit
  • Erhöhung der ALT (Anstieg der Blutspiegel bestimmter Leberenzyme) - durch Untersuchungen nachgewiesen
  • verminderte Haardichte

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Grippe, Infektion der oberen Atemwege, Harnwegsinfektion, Bronchitis, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, Blasenentzündung, viraler Magen-Darm-Infekt, Zahninfektion, Kehlkopfentzündung (Laryngitis), Fußpilzinfektion
  • Herpesvirus-Infektionen, einschließlich Herpes am bzw. im Mund und Herpes zoster (Gürtelrose), mit Symptomen wie Blasenbildung, Brennen, Juckreiz, Taubheitsgefühl oder Schmerzen der Haut, typischerweise auf einer Seite des Oberkörpers oder Gesichts, und anderen Symptomen wie Fieber und Schwächegefühl.
  • Laborwerte: Verringerte Anzahl der roten Blutkörperchen (Anämie), Veränderungen der Leberwerte und der Werte der weißen Blutkörperchen (siehe Abschnitt 2) sowie Feststellung erhöhter Werte eines Muskelenzyms (Kreatin-Phosphokinase) wurden beobachtet - leichte allergische Reaktionen
  • Gefühl der Ängstlichkeit

    6

  • Kribbeln, Schwächegefühl, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schmerz im unteren Rücken oder in den Beinen (Ischialgie); Taubheitsgefühl, Brennen, Kribbeln oder Schmerz in den Händen und Fingern (Karpaltunnelsyndrom)
  • Spüren des Herzschlags/Herzklopfen - Anstieg des Blutdrucks
  • Übelkeit (Erbrechen), Zahnschmerzen, Oberbauchschmerzen - Ausschlag, Akne
  • Schmerzen in den Sehnen, Gelenken, Knochen, Muskelschmerz (Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems)
  • häufigerer Harndrang als üblich - heftige Perioden (Menstruation) - Schmerz
  • Energiemangel oder Schwächegefühl (Asthenie) - Gewichtsverlust

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • verringerte Anzahl der Blutplättchen (leichte Thrombozytopenie) - erhöhte Empfindlichkeit, insbesondere der Haut; stechender oder pochender Schmerz entlang eines Nervs oder mehrerer Nerven, Störung der Nervenfunktion in Armen oder Beinen (periphere Neuropathie)
  • Nagelerkrankungen, schwere Hautreaktionen - posttraumatische Schmerzen
  • Psoriasis
  • Entzündung des Mundes/der Lippen - auffällige Blutfettwerte (Lipidwerte) - Entzündung des Dickdarms (Kolitis)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) - Entzündung oder Schädigung der Leber

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) - Lungenhochdruck

Kinder (ab einem Alter von 10 Jahren) und Jugendliche

Die oben aufgeführten Nebenwirkungen betreffen auch auf Kinder und Jugendliche. Die folgenden zusätzlichen Informationen sind für Kinder, Jugendliche und deren Betreuungspersonen wichtig:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) - Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 Wien ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

7

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Teriflunomid Zentiva aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Teriflunomid Zentiva enthält

  • Der Wirkstoff ist Teriflunomid.

    Jede Filmtablette enthält 14 mg Teriflunomid.

  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Hydroxypropylcellulose, Magnesiumstearat, Hypromellose, Calciumcarbonat, Triacetin, Indigocarmin, Aluminiumsalz (E 132).

Wie Teriflunomid Zentiva aussieht und Inhalt der Packung

Teriflunomid Zentiva 14 mg Filmtabletten (Tabletten) sind rund, blau, haben einen Durchmesser von 7 mm und die Prägung „C14“ auf einer Seite.

oPA-Al-PVC/Al-Blisterpackung: Jede Packung enthält 14, 28 ,84 oder 98 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer Zentiva k.s.

U Kabelovny 130

102 37 Prag 10 Tschechische Republik

Hersteller

Coripharma ehf.

Reykjavikurvegur 78

IS-220 Hafnarfjordur

Island

Z.Nr.: 141632

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

8

Österreich: Teriflunomid Zentiva 14 mg Filmtabletten Bulgarien: Терифлуномид Зентива

Tschechische Republik: Teriflunomid Zentiva

Deutschland: Teriflunomid Zentiva 14 mg Filmtabletten Dänemark: Teriflunomid Zentiva

Estland: Teriflunomide Zentiva

Frankreich: Teriflunomide Zentiva 14 mg, comprimés pelliculés Kroatien: Teriflunomid Zentiva 14 mg filmom obložene tablete Ungarn: Teriflunomide Zentiva 14mg filmtabletta Island: Teriflunomide Zentiva 14 mg, filmuhúðuð tafla Italien: Teriflunomide Zentiva

Litauen: Teriflunomide Zentiva 14 mg plėvele dengtos tabletės Lettland: Teriflunomide Zentiva 14 mg apvalkotās tabletes Norwegen: Teriflunomide Zentiva

Polen: Teriflunomide Zentiva

Portugal: Teriflunomida Zentiva

Rumänien: Teriflunomida Zentiva 14mg, comprimate filmate Schweden: Teriflunomid Zentiva

Slowakei: Teriflunomide Zentiva

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2026.

9

10

Über dieses Dokument

Quelle: BASG – Medikamente Info Austria, Stand 04/2026 · Zulassungsnummer (Z.Nr.): 141632

Was die Abschnitte und die Häufigkeiten der Nebenwirkungen bedeuten: Beipackzettel richtig lesen

Einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite.

Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat Ihrer Ärztin, Ihres Arztes oder Ihrer Apotheke.

Angaben zum Medikament Teriflunomid Zentiva 14 mg Filmtabletten

Was diese Angaben bedeuten

Abgabe?
Rezeptpflichtig?
  • Dieses Medikament ist rezeptpflichtig: Sie bekommen es nur mit einem ärztlichen Rezept. Bei einmaliger Abgabe gilt das Rezept für eine Abgabe, außer die Ärztin oder der Arzt ordnet die wiederholte Abgabe ausdrücklich an. Bei wiederholter Abgabe darf die Apotheke das Medikament noch bis zu fünfmal abgeben, wenn auf dem Rezept nichts anderes steht.
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf ärztliche Verschreibung
Abgabestelle? Apotheke
Wirkstoff? Teriflunomid
Darreichungsform? Filmtablette
ATC-Klassifikation?
  1. L Antineoplastische und immunmodulierende Mittel
    1. L04 Immunsuppressiva
      1. L04A Immunsuppressiva
        1. L04AK02 Teriflunomid
Zulassung (Z.Nr.)? 141632; seit 20.03.2023; Verfahren: IS/H/0469/001
Inverkehrbringen? keine Einstellung gemeldet
Zulassungsinhaber? Zentiva k.s., U Kabelovny 130, 102 37 Praha 10, Tschechische Republik

Quelle: BASG – Medikamente Info Austria, Daten vom 27.10.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat.