Fachinformation - Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
| Ampicillin | Noridem | 1 | g | Pulver | zur | Herstellung | einer | Injektions-/Infusionslösung |
| Ampicillin | Noridem | 2 | g | Pulver | zur | Herstellung | einer | Injektions-/Infusionslösung |
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Jede Durchstechflasche enthält Ampicillin-Natrium, entsprechend 500 mg Ampicillin.
| Ampicillin | Noridem | 1 | g | Pulver | zur | Herstellung | einer | Injektions-/Infusionslösung: | |||
| Jede | Durchstechflasche | enthält | Ampicillin-Natrium, | entsprechend 1 | g | Ampicillin. | |||||
| Ampicillin | Noridem | 2 | g | Pulver | zur | Herstellung | einer | Injektions-/Infusionslösung: | |||
| Jede | Durchstechflasche | enthält | Ampicillin-Natrium, | entsprechend 2 | g | Ampicillin. | |||||
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung
Jede Durchstechflasche Ampicillin Noridem 500 mg enthält 1,43 mmol (oder 32,9 mg) Natrium.
| Jede | Durchstechflasche | Ampicillin | Noridem | 1 g | enthält | 2,86 | mmol | (oder | 65,8 | mg) | Natrium. | |
| Jede | Durchstechflasche | Ampicillin | Noridem | 2 g | enthält | 5,72 | mmol | (oder | 131,6 | mg) | Natrium. | |
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Weißes oder fast weißes Pulver.
Nach der Rekonstitution ist die Lösung klar und praktisch frei von Partikeln, der pH-Wert liegt zwischen 8,0 und 10,0 und der Osmolalitätswert liegt bei 500 mg bei etwa 525 mOsm/kg, bei 1 g bei 1 000 mOsm/kg und bei 2 g bei 1 050 mOsm/kg.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Ampicillin wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern zur Behandlung der folgenden Infektionen, die durch grampositive und gramnegative Bakterien hervorgerufen werden, insbesondere bei Patienten, bei denen die orale Anwendung nicht möglich ist (siehe Abschnitt 5.1).
Infektionen des Respirationstraktes:
Infektionen der oberen Atemwege und Infektionen im Bereich von Hals, Nase und Ohren
(HNO): akute Sinusitis (von einem Facharzt diagnostiziert), akute Otitis media. - Infektionen der tiefen Atemwege: akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis, ambulant erworbene Pneumonie.
Haut- und Weichteilinfektionen:
- Wundinfektionen
- Infektionen nach Tierbissen.
Infektionen des Urogenitaltraktes:
- akute und chronische Pyelonephritis, Pyelitis, Zystitis, Urethritis.
Infektionen im Bereich der weiblichen Genitalorgane:
Abortus febrilis, Adnexitis, Salpingitis, Endo- und Parametritis, Pelveoperitonitis,
Puerperalfieber.
Infektionen des Gastrointestinaltraktes:
- Infektionen der Gallenwege (Cholangitis) und der Gallenblase (Cholecystitis).
Listeriose, einschließlich Listeria-Meningitis, in Kombination mit anderen antibakteriellen Wirkstoffen.
Leptospirosen in Kombination mit anderen antibakteriellen Wirkstoffen.
Behandlung einer Bakteriämie, welche im Zusammenhang oder vermutlich im Zusammenhang mit einer der oben angeführten Infektionen steht.
Ampicillin ist auch angezeigt zur Behandlung und Prophylaxe von Endokarditis bei Risikopatienten.
Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Arzneimitteln sind zu beachten.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Zur genauen Dosierung steht dieses Arzneimittel in verschiedenen Wirkungsstärken zur Verfügung.
Die Höhe der Dosis von Ampicillin ist abhängig von Alter, Körpergewicht und Nierenfunktion des Patienten, vom Schweregrad und Ort der Infektion sowie von den vermuteten oder nachgewiesenen Erregern.
Allgemeine Dosierungsempfehlungen für Ampicillin:
| Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre | 2 g bis 6 g pro Tag in 2 bis 4 Dosen intravenös oder intramuskulär |
| Kinder und Säuglinge (1 Monat bis 12 Jahre) | 25 mg bis 50 mg/kg Körpergewicht in 4 Dosen als intravenöse Injektion oder Infusion |
| Neugeborene | |
| < 7 Tage | 30 mg bis 60 mg/kg Körpergewicht in 2 Dosen als intravenöse Injektion oder Infusion |
| 7 bis 21 Tage | 30 mg bis 60 mg/kg Körpergewicht in 3 Dosen als intravenöse Injektion oder Infusion |
| 21 bis 28 Tage | 30 mg bis 60 mg/kg Körpergewicht in 4 Dosen als intravenöse Injektion oder Infusion |
Dosierungsempfehlungen für Listerien-Meningitiden und andere schwere Infektionen:
| Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre | 8 g bis 16 g pro Tag intravenös als kurze Injektion in 3 bis 4 Dosen |
| Kinder und Säuglinge (1 Monat bis 12 Jahre) | 50 mg/kg Körpergewicht in 4 bis 6 Dosen (max. 2 g alle 4 Stunden) als intravenöse Injektion oder Infusion |
| Neugeborene | |
| < 7 Tage | 100 mg/kg Körpergewicht in 2 Dosen als intravenöse Injektion oder Infusion |
| 7 bis 21 Tage | 100 mg/kg Körpergewicht in 3 Dosen als intravenöse Injektion oder Infusion |
| 21 bis 28 Tage | 100 mg/kg Körpergewicht in 4 Dosen als intravenöse Injektion oder Infusion |
Allgemeine Dosierungsempfehlungen zur Endokarditis-Prophylaxe:
| Erwachsene | 2 g intravenös als Einzeldosis 30 bis 60 Minuten vor dem Eingriff |
| Kinder | 50 mg/kg Körpergewicht intravenös als Einzeldosis 30 bis 60 Minuten vor dem Eingriff |
Bei Meningitis ist die Wiederherstellung der Blut-Hirn Schranke nach Besserung zu berücksichtigen und die Dosis ist dementsprechend nicht zu reduzieren.
Infektionen mit hochempfindlichen Keimen bzw. an Infektionsorten, an denen hohe Wirkstoffkonzentrationen erzielt werden, können mit Tagesdosen therapiert werden, die im unteren Bereich der oben angegebenen Dosierungsempfehlungen liegen.
Eine Mindestdosierung von 1 g/Tag soll bei Erwachsenen nicht unterschritten werden.
Nach Eintritt einer klinischen Besserung kann die Therapie auf orale Aminopenicilline umgestellt werden.
Bei Früh- und Neugeborenen ist die Dosis bzw. das Dosierungsintervall der verminderten renalen Ausscheidung anzupassen.
Besondere Patientengruppen
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist die Dosis bzw. das Dosierungsintervall der verminderten renalen Ausscheidung anzupassen. Bei schwerer Niereninsuffizienz darf eine Dosis von 1 g Ampicillin pro 8 h nicht überschritten werden. Bei einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min erhöht sich das Dosierungsintervall bis auf 12 h bis 15 h.
| Kreatinin-Clearance | Parenterale Ampicillin-Dosis |
| über 30 ml/min | normale Dosierung |
| 30 bis 20 ml/min | 2/3 der Normdosis |
| < 20 ml/min | 1/3 der Normdosis |
Dauer der Anwendung
Infektionen des Urogenitaltraktes: mindestens 4 bis 10 Tage
Infektionen mit ß-hämolysierenden Streptokokken: mindestens 10 Tage
Pneumonie: 10 bis 14 Tage
Endokarditiden: 4 bis 6 Wochen
Bei anderen Infektionen: 48 Stunden über die klinische bzw. bakteriologische Heilung hinaus bzw. bis 7 Tage nach Abklingen des Fiebers und klinischer Besserung.
Art der Anwendung
Intramuskuläre oder intravenöse Injektion oder als intermittierende oder Dauerinfusion. Bei intramuskulärer Anwendung muss der übliche Grenzwert für das Injektionsvolumen eingehalten werden.
Wenn die anzuwendende Gesamtdosis 5 ml übersteigt, muss das Injektionsvolumen auf mehrere Injektionsstellen in den Muskeln, die für solche Volumina als geeignet angesehen werden, aufgeteilt werden.
Die i.v. Injektion muss langsam über einen Zeitraum von mindestens 5 bis 10 Minuten erfolgen. Die Infusionsdauer soll zwischen 20 und 30 Minuten betragen. Für eine Dauerinfusion ist nach Möglichkeit eine Infusionspumpe anzuwenden.
Hinweise zur Rekonstitution/Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.
Erwiesene und vermutete Überempfindlichkeit gegenüber ß-Laktam-Antibiotika, wie z B. Penicilline und Cephalosporine.
Anamnese eines Ikterus oder eingeschränkter Leberfunktion aufgrund der Anwendung von Ampicillin.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Die gleichzeitige Anwendung von Ampicillin Noridem bei Patienten mit Mononucleosis infectiosa (Pfeiffer'sches Drüsenfieber), Cytomegalievirus-Infektion oder lymphatischer Leukämie muss vermieden werden, da dabei häufiger Hautreaktionen auftreten.
Bei Auftreten einer Allergie vom „Soforttyp“ (z. B. Urticaria, Anaphylaxie) ist die Therapie abzubrechen und der Patient mit den üblichen Mitteln wie Adrenalin, Antihistamin und Kortikosteroid zu behandeln.
Bei Patienten mit allergischer Diathese bzw. Asthma bronchiale und bei Patienten mit Mykosen ist besondere Vorsicht geboten.
Vor Beginn der Behandlung mit Ampicillin ist eine sorgfältige Anamnese hinsichtlich früherer Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Penicilline und Cephalosporine zu erheben. Die Möglichkeit einer Kreuzallergie (10 % bis 15 %) gegen Cephalosporine ist in Betracht zu ziehen.
Bei Patienten, die mit Penicillin behandelt wurden, sind schwerwiegende und mitunter tödliche (anaphylaktoide) Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet worden. Dieses Risiko ist bei Patienten mit anamnestisch bekannter Überempfindlichkeit gegen Beta-Lactam-Antibiotika erhöht.
Der Patient ist auf die Möglichkeit des Auftretens von allergischen Reaktionen und auf die Notwendigkeit, diese zu melden, aufmerksam zu machen.
Bei der Behandlung von abdominalem Typhus, Leptospirose oder während der Syphilis-Behandlung kann es infolge einer Bakteriolyse zu einer Jarisch-Herxheimer-Reaktion kommen.
Schwere kutane Nebenwirkungen (SCAR), wie das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktionen mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) sowie akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) wurden bei Patienten berichtet, bei denen Ampicillin angewendet wurde (siehe Abschnitt 4.8). Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hindeuten, muss Ampicillin sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.
Die alleinige Anwendung von Antibiotika zur Behandlung von Cholangitis und Cholecystitis ist nur in leichteren Fällen ohne stärkere Cholestase geeignet.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird die Ausscheidung von Ampicillin verzögert; in Abhängigkeit vom Schweregrad der Funktionseinschränkung kann es notwendig sein, die Tageshöchstdosis zu reduzieren.
Bei einer Langzeitbehandlung mit hohen Dosen werden Leberfunktionskontrollen und bei vorgeschädigter Niere oder auftretenden Hautaffektionen Harnanalysen und Nierenfunktionstests empfohlen. Blutbildkontrollen sind angezeigt, um antikörperbedingte Reaktionen des hämatopoetischen Systems, vor allem aber eine hämolytische Anämie zu erfassen.
Auf das Überwuchern resistenter Keime bzw. Pilze bei Langzeittherapie ist zu achten. Bei Infusion ist die Applikationsstelle alle 48 Stunden zu wechseln. Bei Auftreten von Sekundärinfektionen sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Eine Antigengemeinschaft kann zwischen Dermatophyten und Penicillin bestehen, sodass bei Patienten mit Mykosen auch bei erstmaliger Anwendung von Penicillin allergische Reaktionen, wie nach Zweitkontakt auftretend, nicht ausgeschlossen werden kann.
Bei schweren und anhaltenden Durchfällen, ist eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Colitis in Betracht zu ziehen (blutig-schleimige, wässrige Durchfälle, dumpfer, diffuser bis kolikartiger Bauchschmerz, Fieber, gelegentlich Tenesmen), die lebensbedrohlich sein kann. Deshalb ist in diesen Fällen Ampicillin Noridem sofort abzusetzen und eine Therapie auf Grundlage von Erregeruntersuchungen einzuleiten. Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert. Bei Patienten, bei denen Ampicillin angewendet wurde, wurde eine verlängerte Prothrombinzeit beobachtet. Wenn gleichzeitig Antikoagulanzien verordnet werden, muss daher eine zweckmäßige Überwachung erfolgen. Eine Dosisanpassung der oralen Antikoagulanzien kann erforderlich sein (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8).
Einfluss auf Glukosebestimmungen im Urin
Während einer Therapie mit Ampicillin sind enzymatische Glukose-Oxidase-Methoden anzuwenden, wenn eine Glukosebestimmung im Urin erforderlich ist, da nicht enzymatische Methoden falsch-positive Ergebnisse ergeben können.
Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Dieses Arzneimittel enthält 32,9 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 1,6 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
| Ampicillin | Noridem | 1 | g | Pulver | zur | Herstellung | einer | Injektions-/Infusionslösung: | ||||||||||||||||||
| Dieses | Arzneimittel | enthält | 65,8 | mg | Natrium p | ro | Durchstechflasche, | entsprechend | 3,3 | % d | er | von | der | |||||||||||||
| WHO | für | einen | Erwachsenen | empfohlenen | maximalen | täglichen | Natriumaufnahme | mit | de | r Nahrung | ||||||||||||||||
| von | 2 | g. | ||||||||||||||||||||||||
| Ampicillin | Noridem | 2 | g | Pulver | zur | Herstellung | einer | Injektions-/Infusionslösung: | |||||||||||||||||||
| Dieses | Arzneimittel | enthält | 131, | 6 m | g Natrium | pro | Durchstechflasche | , entsprechend | 6,6 | % | der | von | der | ||||||||||||||
| WHO | für | einen | Erwachsenen | empfohlenen | maximalen | täglichen | Natriumaufnahme | mit | de | r Nahrung | |||||||||||||||||
| von | 2 | g. | |||||||||||||||||||||||||
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Da Penicilline wie Ampicillin nur auf proliferierende Keime wirken, sind sie nicht mit bakteriostatischen Antibiotika zu kombinieren. Bei entsprechendem Antibiogramm ist eine Kombination mit anderen bakteriziden Antibiotika (Cephalosporine, Aminoglykoside) möglich.
Gleichzeitige Anwendung von Probenecid führt zu höheren und längeren Plasmakonzentrationen durch Hemmung der renalen Elimination.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Allopurinol ist das Exanthemrisiko erhöht.
Ampicillin kann die Harnausscheidung von Atenolol reduzieren.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Antikoagulantien vom Cumarin-Typ kann die Blutungsneigung verstärkt werden. Es wurde von einer Verlängerung der Prothrombinzeit bei Patienten, bei denen Ampicillin angewendet wurde, berichtet. Adäquates Monitoring ist bei einer gleichzeitigen Anwendung von Ampicillin und Antikoagulantien durchzuführen, auch kann eine Dosisanpassung von oral angewendeten Antikoagulantien nötig sein.
Die Wirksamkeit eines oralen Thyphus-Impfstoffes kann herabgesetzt sein, wenn Ampicillin gleichzeitig angewendet wird.
Ampicillin kann die Ausscheidung von Methotrexat hemmen und dadurch Nebenwirkungen von Methotrexat verstärken. Die Methotrexat-Spiegel im Blut müssen kontrolliert werden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Ampicillin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen. Bisher sind keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen (siehe Abschnitt 5.3). Aufgrund begrenzter Erfahrung beim Menschen darf die Anwendung nur bei strenger Indikationsstellung und Nutzen-Risiko-Abschätzung erfolgen.
Stillzeit
Ampicillin geht in die Muttermilch über. Beim gestillten Säugling können deshalb Durchfälle und Sprosspilzbesiedlung der Schleimhäute auftreten, sodass unter Umständen abgestillt werden muss. Die Möglichkeit einer Sensibilisierung ist in Betracht zu ziehen.
Ampicillin darf jedoch nach entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung während der Stillzeit angewendet werden.
Fertilität
Es sind keine Daten zum Einfluss auf die Fertilität verfügbar.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen
Nach bisherigen Erfahrungen hat Ampicillin keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Selten können allerdings Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4.8) zu Risiken bei der Ausübung der genannten Tätigkeiten führen. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
4.8 Nebenwirkungen
Die Nebenwirklungen sind nach Systemorganklassen und ihrer Häufigkeit gemäß folgender Einteilung geordnet:
Sehr häufig: ≥ 1/10
Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10
Gelegentlich: ≥ 1/1 000 bis < 1/100
Selten: ≥ 1/10 000 bis < 1/1 000
Sehr selten: < 1/10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
| Systemorgan klasse | Häufigkeit | |||||
| Sehr häufig | Häufig | Gelegentlic h | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt | |
Infektionen und parasitäre Erkrankung en | Superinfekti ona | |||||
| Systemorgan klasse | Häufigkeit | |||||
| Sehr häufig | Häufig | Gelegentlic h | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt | |
Erkrankung en des Blutes und des Lymphsyste ms | Myelosuppressio n, Blutdyskrasien wie Thrombozytopeni e, Agranulozytose, Leukopenie, Eosinophilie, Anämie, Panzytopenie, Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeitb | |||||
Erkrankung en des Immunsyste ms | Arzneimit telfieber, Larynxöde m, Serumkra nkheit, allergische Vaskulitis, hämolytis che Anämie | Anaphylaktische Reaktionen | Jarisch- Herxheimer-Reaktion (siehe | |||
Erkrankung en des Nervensyste ms | Schwindel , Kopfschm erzen | zentralnervö se Erregungszu stände, Myoklonie und Krampfanfäl lec | ||||
Erkrankung en des Gastrointesti naltrakts | Erkrankung en des Gastrointest inaltrakts (gastrischer Schmerz, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Meteorismu s)d (siehe auch | Glossitis, Stomatitis, Mundtrocke nheit, Störungen des Geschmacks sinnes | ||||
| Leber- und Gallenerkra nkungen | Hepatitis, cholestatis che Gelbsucht | Vorübergehender Anstieg der Transaminasen | ||||
| Erkrankung en der Haut und des | Hautreak tionen, die sich | „Ampi cillin“-Exanth | Lyell- Syndrom (toxische | Angioneurotische s Ödem (Überempfindlich | Schwere kutane Nebenwirku | |
| Systemorgan klasse | Häufigkeit | |||||
| Sehr häufig | Häufig | Gelegentlic h | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt | |
| Unterhautzel lgewebes | in Form von Juckreiz, Hautrötu ng mit Hitzegef ühl (Rash) und Nesselau sschlag zeigen. | em | epidermal e Nekrolyse (TEN)), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) | keitsreaktion), exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme | ngen (SCAR) einschließlic h Arzneimittel reaktionen mit Eosinophilie und systemische n Symptomen (DRESS) sowie akute generalisiert e exanthemati sche Pustulose (AGEP) (siehe | |
Skelettmusk ulatur-, Bindegewebe s- und Knochenerk rankungen | Gelenksschmerze n | |||||
Erkrankung en der Nieren und Harnwege | Kristalluri e (bei hochdosie rter intravenös er Anwendu ng) | interstitielle Nephritis | ||||
Allgemeine Erkrankung en und Symptome am Anwendungs ort | Fieber | |||||
a langfristige und wiederholte Anwendung kann zu einer Superinfektion mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen führen.
b Diese Erscheinungen sind in der Regel reversibel nach Absetzen.
c Bei sehr hohen Ampicillin-Konzentrationen im Serum, die z. B. durch eine eingeschränkte Nierenfunktion oder Anwendung sehr hoher Dosen bedingt sein können, kann es zu zentralnervösen Erregungszuständen, Myoklonien und Krämpfen kommen.
d Gastrointestinale Erkrankungen (Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen) klingen während der Behandlung häufig ab und erfordern in den meisten Fällen kein Absetzen des Arzneimittels. Eine Normalisierung der Darmflora ist etwa 3 bis 5 Tage nach Beendigung der Behandlung zu erwarten. Wenn während der Behandlung Durchfall auftritt, ist die Möglichkeit einer pseudomembranösen Colitis in Betracht zu ziehen (siehe auch Abschnitt 4.4). e Das typische "Ampicillin"-Exanthem ist meist morbilliform/maculopapulös und tritt nach 8 bis 10 Tagen bei erstmaliger Anwendung auf, bei wiederholter Anwendung tritt es am 2. bis 3. Tag auf. Das Exanthem klingt im Allgemeinen trotz Fortsetzung der Therapie innerhalb weniger Tage ab. Exantheme scheinen bei Virusinfekten, bei Niereninsuffizienz oder bei Dosen über 6 g/Tag häufiger als sonst vorzukommen.
Es können Pilzinfektionen im Mund und im Genitalbereich auftreten.
Bei intramuskulären Injektionen können lokale Schmerzen auftreten.
Im Fall von Mononukleose kommt es häufig zu Exanthemen. Auch bei Leukämie wurden vermehrt Exantheme beobachtet.
Aufgrund einer lokalen Freisetzung an der Injektionsstelle wurden erhöhte AST-Werte festgestellt. Dies ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf eine Leberbeteiligung.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
4.9 Überdosierung
Bei Überdosierung von Aminopenicillinen sind in Einzelfällen urologische Symptome wie Hämaturie und Kristallurie, hämorrhagische Zystitis, interstitielle Nephritis, Oligurie, Hyperkaliämie bzw. Niereninsuffizienz aufgetreten, die bisher ohne bleibende Folgen reversibel verliefen. Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion, Epilepsie und Meningitis ist das Risiko des Auftretens dieser Nebenwirkungen erhöht.
Bei Erreichen hoher Liquorkonzentrationen könnten neurologische Symptome einschließlich Krampfanfälle auftreten.
Bei Überdosierung sind die sorgfältige Beobachtung der Vitalzeichen und eine symptomatische Behandlung aller auftretenden Symptome unter besonderer Beachtung des Wasser- und Elektrolytgleichgewichts angezeigt. Ein spezifisches Antidot existiert nicht.
Ampicillin kann mittels Hämodialyse aus dem Blutkreislauf entfernt werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe:
Antibiotika zur systemischen Anwendung; Penicilline mit erweitertem Wirkspektrum
ATC-Code: J01CA01
Ampicillin ist ein halbsynthetisches, nicht Betalaktamase-festes Aminopenicillin. Wirkmechanismus
Der Wirkungsmechanismus von Ampicillin beruht auf einer Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese (in der Wachstumsphase) durch Blockade der Penicillin-bindenden Proteine (PBPs) wie z. B. der Transpeptidasen. Hieraus resultiert eine bakterizide Wirkung.
Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik
Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von der Zeitdauer ab, während der der Wirkstoffspiegel oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.
Resistenzmechanismen
Eine Resistenz gegenüber Ampicillin kann auf folgenden Mechanismen beruhen: - Inaktivierung durch Betalaktamasen: Ampicillin verfügt nur über eine geringe Betalaktamase-
Stabilität, sodass es nicht gegen Betalaktamase-bildende Bakterien wirkt. Von einigen Bakterienspezies bilden nahezu alle Stämme Betalaktamase. Diese Spezies sind somit von Natur aus gegen Ampicillin resistent (z. B. Enterobacter cloacae, Klebsiella pneumoniae). - Reduzierte Affinität von PBPs gegenüber Ampicillin: Die erworbene Resistenz bei
Pneumokokken und anderen Streptokokken beruht auf Modifikationen vorhandener PBPs als Folge einer Mutation. Für die Resistenz bei Methicillin (Oxacillin)-resistenten Staphylokokken hingegen ist die Bildung eines zusätzlichen PBPs mit verminderter Affinität gegenüber Ampicillin verantwortlich.
Unzureichende Penetration von Ampicillin durch die äußere Zellwand kann bei Gramnegativen
Bakterien dazu führen, dass die PBPs nicht ausreichend gehemmt werden. - Durch Effluxpumpen kann Ampicillin aktiv aus der Zelle transportiert werden. Eine vollständige Kreuzresistenz von Ampicillin besteht mit Amoxicillin sowie teilweise mit anderen Penicillinen und Cephalosporinen.
Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung
Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung in der MHK (minimalen Hemmkonzentration) wurden vom Europäischen Ausschuss für die Untersuchung auf Antibiotikaempfindlichkeit (EUCAST) für Ampicillin festgelegt und sind hier aufgeführt: https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-mic-breakpoints_en.xlsx
Prävalenz der erworbenen Resistenz
Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind - insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen - lokale Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Gegebenenfalls wird empfohlen, nationale oder lokale Daten und Leitlinien zur Überwachung der Antibiotikaresistenz zu konsultieren, um fundierte Behandlungsentscheidungen zu treffen.
Falls auf Grund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Ampicillin in Frage gestellt ist, ist eine Therapieberatung durch Experten anzustreben. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber Ampicillin anzustreben.
| Empfindlichkeit von Mikroorganismen gegenüber Ampicillin | |
Üblicherweise empfindliche Spezies | Aerobe grampositive Mikroorganismen |
Enterococcus spp.1,2 Listeria monocytogenes Streptococcus spp. | |
| Aerobe gramnegative Mikroorganismen | |
Haemophilus influenzae 2 Helicobacter pylori Neisseria meningitidis Proteus mirabilis 2 | |
| Anaerobe Mikroorganismen | |
| Fusobacterium spp. Peptostreptococcus spp. | |
| Spezies, bei denen eine erworbene Resistenz problematisch sein kann | Aerobe gramnegative Mikroorganismen |
Campylobacter spp. Escherichia coli 2 Neisseria gonorrhoeae Salmonella enterica 2 Shigella spp.2 | |
| Anaerobe Mikroorganismen | |
| Prevotella spp. | |
| Von Natur aus resistente Organismen | Aerobe grampositive Mikroorganismen |
| Staphylococcus spp. | |
| Aerobe gramnegative Mikroorganismen | |
Acinetobacter baumannii Beta lactamase-producing Haemophilus influenzae Citrobacter spp. 2 Enterobacter spp.2 Klebsiella spp. 2 Legionella pneumophila Moraxella catarrhalis Morganella morganii 2 Proteus vulgaris 2 Providencia spp.2 Pseudomonas aeruginosa Serratia spp.2 Stenotrophomonas maltophila Yersinia enterocolitica 2 | |
| Anaerobe Mikroorganismen | |
| Bacteroides fragilis Clostridioides difficile | |
| Andere Mikroorganismen | |
| Chlamydia spp. Mycoplasma spp. |
1Resistenz tritt bei Enterococcus faecalis gelegentlich auf (1–10 %).
2Resistenz ist häufig (>10 %) bei Enterococcus faecium, Haemophilus influenzae und Enterobacterales.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Maximale Serumspiegel werden ca. 1 Stunde nach i.m. Anwendung erreicht.
Verteilung
Die Diffusion in Gewebe und Körperflüssigkeiten, einschließlich entzündlicher Exsudate, ist gut. Bei intakter Leberfunktion werden hohe Konzentrationen in der Galle erzielt. In den Liquor gehen bei intakten Meningen nur 5 % der Ampicillin-Konzentration im Plasma über. Bei entzündeten Meningen kann die Ampicillin-Konzentration im Liquor auf 50 % der Ampicillin-Konzentration im Plasma ansteigen. Ampicillin ist placentagängig und wird in die Muttermilch ausgeschieden. Die Plasmaproteinbindung ist gering (etwa 15 %). Das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt etwa 15 l.
Biotransformation
Ampicillin wird teilweise zu mikrobiologisch inaktiven Penicilloaten abgebaut.
Elimination
Ampicillin wird mit einer Halbwertszeit von 1 bis 2 Stunden (hauptsächlich über die Nieren) aus dem Körper eliminiert. Ein großer Teil (ca. 70 %) der gegebenen Dosis liegt im Harn in therapeutisch aktiver Form vor. Bis zu 10 % einer Dosis werden in Form von Umwandlungsprodukten ausgeschieden.
Bei Oligurie kann die Halbwertszeit bis auf 8 bis 20 Stunden verlängert sein. Bei Neugeborenen ist die Halbwertszeit ebenfalls verlängert (2 bis 4 Stunden).
Ampicillin wird durch Hämodialyse, nicht jedoch durch Peritonealdialyse aus dem Körper entfernt.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Anwendung, Genotoxizität und Reproduktionstoxizität, lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Herkömmliche in-vitro-Testmethoden und Tierversuche haben keinen Hinweis auf ein teratogenes oder mutagenes Potential von Ampicillin gezeigt. Systematische präklinische Langzeitstudien zur Karzinogenese und Beeinträchtigung der Fertilität nach den neuesten Kriterien, liegen für Ampicillin aber nicht vor.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Keine.
6.2 Inkompatibilitäten
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
Nach Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke muss die Lösung sofort angewendet werden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution/Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Farblose Durchstechflaschen aus Glas vom Typ III mit einem Fassungsvermögen von 10 ml, verschlossen mit einem chlorbutylsilikonisierten Gummistopfen und versiegelt mit weißen Aluminiumkappen mit Flip-off-Verschluss aus Kunststoff.
| Ampicillin | Noridem | 1 | g Pulver | zur | Herstellung | einer | Injektions-/Infusionslösung: | |||||||||||||||||||
| Farblose | Durchstechflaschen | aus | Glas | vom | Typ | III | mit | einem | Fassungsvermögen | von | 20 | ml, | ||||||||||||||
| verschlossen | mit | einem | chlorbutylsilikonisierten | Gummistopfen | und | versiegelt | mit | blaue | ||||||||||||||||||
n
| Aluminiumkappen | mit | Flip-off-Verschluss | aus | Kunststoff. | |||||||||||||
| Ampicillin | Noridem | 2 | g Pulver | zur | Herstellung | einer | Injektions-/Infusionslösung: | |||||||||||
| Farblose | Durchstechflaschen | aus | Glas | vom | Typ | III | mit | einem | Fassungsvermögen | von | 20 | ml, | ||||||
| verschlossen | mit e | inem | chlorbutylsilikonisierten | Gummistopfen | und | versiegelt | mit | roten | ||
| Aluminiumkappe | n mit F | lip-off-Verschluss | aus | Kunststoff | ||||||
.
Packungsgrößen: 1 oder 10 Durchstechflaschen in einem Karton.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur
Handhabung
Hinweise zur Zubereitung
Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: - Intramuskuläre Injektion:
Das Pulver wird in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst.
Intravenöse Injektion:
Das Pulver wird in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst.
Intravenöse Infusion:
Das Pulver wird in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. Die zubereitete Lösung kann mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) verdünnt werden. Die Konzentration der verdünnten Lösung darf 30 mg/ml nicht überschreiten.
| Ampicillin | Noridem 1 g | Pulver | zur | Herstellung | einer | ||||||
Injektions-/Infusionslösung:
| - | Intramuskuläre In | jektion | ||||
:
| Das | Pulver | wird i | n 5 ml | Wasser f | ür I | njektionszwecke | |||||
gelöst.
| - | Intravenöse | Injekt | |||
ion:
| Das | Pulver | wird i | n 5 ml | Wasser f | ür I | njektionszwecke | |||||
gelöst.
| - | Intravenöse | Infusi | |||
on:
| Das | Pulver | wird i | n 5 ml | Wasser f | ür I | njektionszwecke | gelöst. | Die | zubereitete | Lösung | kann | mi | |||||||
t
| Natriumchlorid 9 | mg/ml | (0,9 | %) | verdünn | t werden. | Die | Konzentration | de | r verdünnten | Lösung | |||||||||
| darf | 30 | mg/ml nic | ht überschreite | ||||||||||||||||
n.
| Ampicillin | Noridem 2 g | Pulver | zur | Herstellung | einer | |||||||
Injektions-/Infusionslösung:
| - | Intramuskuläre In | jektion | ||||
:
| Das | Pulver | wird i | n 10 ml | Wasser | für | Injektionszwecke | gelöst. | |||||||
| - | Intravenöse | Injekt | ||||||||||||
ion:
| Das | Pulver | wird i | n 10 ml | Wasser | für | Injektionszwecke | gelöst. | |||||||
| - | Intravenöse | Infusi | ||||||||||||
on:
| Das | Pulver | wird i | n 10 m | l Wasse | r fü | r Injektionszweck | e gelöst | . | Die | zubereitete | Lösung | kann | mit | ||||||||||||||
| Natriumchlorid 9 | mg/ml | (0,9 | %) | verdünn | t | werden | . D | ie | Konzentration | der | verdünnten | Lösung | |||||||||||||||
| darf | 30 | mg/ml nic | ht überschreite | ||||||||||||||||||||||||
n.
Die Konzentrationen nach der Rekonstitution sind nachfolgend aufgeführt:
Empfohlene Menge an Lösungsmittel, die zur Rekonstitution hinzugefügt werden muss | Verdrängungsvolumen | Tatsächliche Konzentration der rekonstituierten Lösung | |
| Ampicillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions- | 5 ml | 0,44 ml | 91,9 mg/ml |
| /Infusionslösung | ||||||||||
| Ampicillin | Noridem | 5 ml | 0,76 ml | 173,6 mg/ml | ||||||
| 1 | g | Pulver | zur | |||||||
| Herstellung | einer | |||||||||
| Injektions- | ||||||||||
| /Infusionslösung | ||||||||||
| Ampicillin | Noridem | 10 ml | 1,56 ml | 173,0 mg/ml | ||||||
| 2 | g | Pulver | zur | |||||||
| Herstellung | einer | |||||||||
| Injektions- | ||||||||||
| /Infusionslösung | ||||||||||
Nach der Rekonstitution ist die Lösung klar und gelblich.
Überprüfen Sie die Durchstechflasche vor der Anwendung visuell. Sie darf nur angewendet werden, wenn die Lösung klar und praktisch frei von Partikeln ist.
Die Lösung ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. pH-Wert nach der Rekonstitution: 8,0 bis 10,0.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Noridem Enterprises Ltd.
Evagorou & Makariou, Mitsi Building 3, Office 115
1065 Nicosia,
Zypern
Mitvertrieb:
DEMO S.A. Pharmaceutical Industry
21st km National Road Athens-Lamia
14568 Kryoneri,
Griechenland
T: +30 210 8161802
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
Z.Nr.:
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung:
10. STAND DER INFORMATION
September 2025
REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT
Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten
