Fachinformation - Flow 15 Mikrogramm/60 Mikrogramm Filmtabletten
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Flow 15 Mikrogramm/60 Mikrogramm Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede gelbe Filmtablette (wirkstoffhaltig) enthält 15 Mikrogramm Ethinylestradiol und 60 Mikrogramm Gestoden.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 46,725 mg Lactose-Monohydrat.
Die weißen Filmtabletten sind wirkstofffrei (Placebo).
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 46,67 mg Lactose-Monohydrat.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette
Aussehen:
Wirkstoffhaltige Tabletten: runde, gelbe, beidseitig gewölbte Filmtabletten (Durchmesser ca. 5,7 mm, Höhe ca. 2,5 mm).
Wirkstofffreie Tabletten (Placebo): runde, weiße, beidseitig gewölbte Filmtabletten (Durchmesser ca. 5,7 mm, Höhe ca. 2,5 mm).
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Orale hormonale Kontrazeption
Bei der Entscheidung, Flow zu verschreiben, sollten die aktuellen, individuellen Risikofaktoren der einzelnen Frauen, insbesondere im Hinblick auf venöse Thromboembolien (VTE), berücksichtigt werden. Auch sollte das Risiko für eine VTE bei Anwendung von Flow mit dem anderer kombinierter hormonaler Kontrazeptiva (KHK) verglichen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Die Einnahme hat regelmäßig und ohne Weglassen von Tabletten, einmal täglich, möglichst zur gleichen Zeit, an 28 aufeinanderfolgenden Tagen und ohne Einnahmepause zwischen den einzelnen Blisterstreifen zu erfolgen (je eine gelbe wirkstoffhaltige Filmtablette während der ersten 24 Tage, je eine weiße wirkstofffreie Filmtablette während der folgenden 4 Tage). Es wird empfohlen den entsprechenden Wochentag, an dem die Einnahme begonnen wird, auf dem am Blister vorgesehenen Kästchen zu markieren. Eine Entzugsblutung beginnt normalerweise 2-3 Tage nach der Einnahme der letzten gelben Tablette und kann noch andauern, wenn bereits die nächste Packung angefangen wird.
Wie Flow eingenommen wird
Keine vorangegangene Anwendung von hormonellen Kontrazeptiva im letzten Monat: Die Anwenderin sollte die erste Tablette am ersten Tag ihrer Monatsblutung einnehmen.
Umstellung von einem anderen kombinierten hormonellen Kontrazeptivum – kombiniertes orales Kontrazeptivum (KOK), Vaginalring oder transdermalen Pflaster:
Die Frau muss am Tag nach der Einnahme der letzten wirkstoffhaltigen Tablette ihres bisherigen oralen Kontrazeptivums mit der Einnahme von Flow beginnen.
Bei der vorherigen Anwendung eines Ringes oder Pflasters ist mit der Einnahme von Flow am Tag nach dem Entfernen zu beginnen.
Umstellung von einer reinen Gestagen-Methode (Minipille, Injektion, Implantat) oder von einem Gestagen-freisetzenden Intrauterinsystem (IUS):
Die Frau kann an jedem beliebigen Tag von der Minipille wechseln, wobei mit der Anwendung von Flow am Tag nach dem Absetzen der Minipille begonnen werden muss.
Bei Wechsel von einem Implantat oder IUS sollte die Anwenderin mit der Einnahme von Flow am Tag der Entfernung beginnen und bei Wechsel von einem Injektionspräparat zu dem Zeitpunkt, an dem die nächste Injektion fällig wäre.
In all diesen Fällen ist die Frau darauf hinzuweisen, an den ersten 7 Tagen der Tabletteneinnahme, eine zusätzliche nicht-hormonelle Verhütungsmaßnahmen anzuwenden.
Nach einem Abort im 1. Trimenon:
Die Frau kann sofort mit der Einnahme von Flow beginnen. Zusätzliche Verhütungsmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Nach einer Entbindung oder einem Abort im 2. Trimenon:
Da die unmittelbaren Post-partum-Periode mit einem erhöhten Thromboembolie-Risiko verbunden ist, ist mit der Einnahme von KOKs nicht vor dem 21. bis 28. Tag nach einer Entbindung bei nicht stillenden Müttern oder einem Abort im 2. Trimenon zu beginnen. Die Frau muss darauf hingewiesen werden in den ersten 7 Tagen der Tabletteneinnahme zusätzliche nicht-hormonelle Verhütungsmaßnahmen anzuwenden. Hat jedoch in der Zwischenzeit bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden, ist vor dem eigentlichen Beginn der Einnahme von KOK eine Schwangerschaft auszuschließen oder die erste Monatsblutung abzuwarten.
Für stillende Frauen siehe Abschnitt 4.6. „Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit“
Auslassen einer oder mehrerer Tabletten
Der Konzeptionsschutz kann beeinträchtigt sein, wenn die Einnahme gelber Filmtabletten, besonders während der ersten Einnahmetage eines Zyklus, vergessen wird.
Wenn die vergessene Einnahme der gelben Filmtablette innerhalb von 12 Stunden nach der gewohnten Einnahmezeit bemerkt wird, ist die vergessene Filmtablette sofort einzunehmen und die Einnahme normal fortzusetzten, also ist die nächste Filmtablette zur gewohnten Zeit einzunehmen.
Wenn die Frau das Fehlen der gelben Filmtablette mehr als 12 Stunden nach der gewohnten Einnahmezeit bemerkt, ist die Empfängnisverhütung nicht mehr gewährleistet.
Die letzte vergessene Filmtablette ist unverzüglich einzunehmen, auch dann, wenn dadurch an einem Tag 2 Tabletten einzunehmen sind, und die Einnahme des oralen Kontrazeptivums hat bis zum Ende des Blisterstreifens fortgesetzt werden, gemeinsam mit einer nicht-hormonellen Verhütungsmethode (Kondome, Spermizide usw.), welche für die folgenden 7 Tage angewendet werden muss. Erstreckt sich die Anwendung der nicht-hormonellen Verhütungsmethode über die letzte wirkstoffhaltige Filmtablette der gegenwärtigen Packung hinaus, ist die Einnahme aus der nächsten Packung unmittelbar nach Einnahme der letzten wirkstoffhaltigen Tablette der aktuellen Packung fortzusetzen und die wirkstofffreien Tabletten sind zu entsorgen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Frau bis zum Intervall der inaktiven Tabletten eine Entzugsblutung hat, aber es kann zu Schmier- und Durchbruchblutungen kommen. Wenn die Frau am Ende der zweiten Packung keine Entzugsblutung hat, muss die Möglichkeit einer Schwangerschaft ausgeschlossen werden, bevor die Tabletteneinnahme wieder aufgenommen wird.
Fehler bei der Einnahme einer oder mehrerer weißer Filmtabletten haben keine Folgen, vorausgesetzt der Zeitabstand zwischen der letzten gelben Filmtablette der aktuellen Packung und der ersten gelben Filmtablette der folgenden Packung ist nicht größer als 4 Tage.
Gastrointestinale Störungen
Das Auftreten von Verdauungsstörungen, wie Erbrechen oder schwerer Diarrhoe, innerhalb von 4 Stunden nach der Tabletten-Einnahme kann zu einer vorübergehenden Unwirksamkeit der Methode führen, aufgrund verminderter KOK Hormonresorption und bei solchen Situationen ist wie beim Vergessen einer Tablette für weniger als 12 Stunden vorzugehen. Die zusätzlich einzunehmende Tablette muss aus der Ersatzpackung genommen werden. Wenn diese Vorfälle über mehrere Tage lang immer wieder auftreten, ist bis zum Beginn des nächsten Blisterstreifens eine zusätzliche nicht-hormonelle Verhütungsmethode (Kondom, Spermizide, etc.) anzuwenden.
Kinder und Jugendliche
Für die Anwendung bei Jugendlichen unter 18 Jahren liegen nur begrenzte Daten vor.
Ältere Menschen
Flow ist nach der Menopause nicht indiziert.
Patientinnen mit Leberfunktionsstörungen
Flow ist bei Frauen mit schweren Lebererkrankungen kontraindiziert. Siehe auch Abschnitt "Gegenanzeigen".
Patientinnen mit Nierenfunktionsstörungen
Flow wurde bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht speziell untersucht.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
4.3. Gegenanzeigen
Kombinierte hormonale Kontrazeptiva (KHK) dürfen unter den folgenden Bedingungen nicht angewendet werden.
Sollte eine der aufgelisteten Bedingungen zum ersten Mal während der Einnahme eines KOK auftreten, muss die Einnahme sofort beendet werden.
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile
- Koronare Herzkrankheit
- Vulvopathie
- thrombogene Rhythmusstörungen
Vorliegen einer oder Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
Venöse Thromboembolie – bestehende VTE (auch unter Therapie mit Antikoagulanzien) oder
VTE in der Vorgeschichte (z. B. tiefe Venenthrombose [TVT] oder Lungenembolie [LE]) o Bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine venöse Thromboembolie, wie z. B.
APC-Resistenz (einschließlich Faktor-V-Leiden), Antithrombin-III-Mangel, Protein-C-Mangel oder Protein-S-Mangel
Größere Operationen mit längerer Immobilisierung (siehe Abschnitt 4.4) o Hohes Risiko für eine venöse Thromboembolie aufgrund mehrerer Risikofaktoren (siehe
Vorliegen einer oder Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
Arterielle Thromboembolie – bestehende ATE, ATE in der Vorgeschichte (z. B. Myokardinfarkt)
oder Erkrankung im Prodromalstadium (z. B. Angina pectoris)
Zerebrovaskuläre Erkrankung – bestehender Schlaganfall, Schlaganfall oder prodromale
Erkrankung (z. B. transitorische ischämische Attacke [TIA]) in der Vorgeschichte o Bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine arterielle Thromboembolie, wie z. B.
Hyperhomocysteinämie und Antiphospholipid-Antikörper (Anticardiolipin-Antikörper, Lupusantikoagulans)
Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte o Hohes Risiko für eine arterielle Thromboembolie aufgrund mehrerer Risikofaktoren (siehe
Abschnitt 4.4) oder eines schwerwiegenden Risikofaktors wie:
- Diabetes mellitus mit Gefäßschädigung ▪ Schwere Hypertonie
- Schwere Dyslipoproteinämie • bekanntes oder vermutetes Mammakarzinom
Karzinom der Gebärmutterschleimhaut oder andere bekannte oder vermutete estrogenabhängige
Neoplasien
Leber-Adenome oder -Karzinomen oder aktive Lebererkrankung, solange sich die
Leberfunktionswerte noch nicht normalisiert haben.
- Genitalblutungen unklarer Genese
- Pankreatitis in Zusammenhang mit schwerer Hypertriglyceridämie
Flow ist kontraindiziert für die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir, Arzneimitteln, die Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten (siehe Abschnitt 4.5).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Warnhinweise
Die Eignung von Flow sollte mit der Frau besprochen werden, falls eine der im Folgenden aufgeführten Erkrankungen oder Risikofaktoren vorliegt.
Bei einer Verschlechterung oder dem ersten Auftreten einer dieser Erkrankungen oder Risikofaktoren ist der Anwenderin anzuraten, sich an ihren Arzt zu wenden, um zu entscheiden, ob die Anwendung von Flow beendet werden sollte.
Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
- Die Anwendung jedes kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (KHK) erhöht das Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE) im Vergleich zur Nichtanwendung. Arzneimittel, die Levonorgestrel, Norgestimat oder Norethisteron enthalten, sind mit dem geringsten Risiko für eine VTE verbunden. Andere Arzneimittel, wie Flow, können ein bis zu doppelt so hohes Risiko aufweisen. Die Entscheidung, ein Arzneimittel anzuwenden, das nicht zu denen mit dem geringsten VTE-Risiko gehört, sollte nur nach einem Gespräch mit der Frau getroffen werden, bei dem sicherzustellen ist, dass sie Folgendes versteht: das Risiko für eine VTE bei Anwendung von Flow, wie ihre vorliegenden individuellen Risikofaktoren dieses Risiko beeinflussen, und dass ihr Risiko für VTE in ihrem allerersten Anwendungsjahr am höchsten ist. Es gibt zudem Hinweise, dass das Risiko erhöht ist, wenn die Anwendung eines KHK nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen wieder aufgenommen wird.
Ungefähr 2 von 10.000 Frauen, die kein KHK anwenden und nicht schwanger sind, erleiden im
Verlauf eines Jahres eine VTE. Bei einer einzelnen Frau kann das Risiko jedoch in Abhängigkeit von ihren zugrunde liegenden Risikofaktoren bedeutend höher sein (siehe unten).
- Es wird geschätzt1, dass im Verlauf eines Jahres 9 bis 12 von 10.000 Frauen, die ein Gestoden-haltiges KHK anwenden, eine VTE erleiden; im Vergleich hierzu kommt es pro Jahr bei ungefähr 62 von 10.000 Frauen, die ein Levonorgestrel-haltiges KHK anwenden, zu einer VTE.
In beiden Fällen ist die Anzahl an VTE pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während der
Schwangerschaft oder in der Zeit nach der Geburt.
VTE verlaufen in 1-2 % der Fälle tödlich.
Jährliche Anzahl an VTE-Ereignissen pro 10.000 Frauen
Anzahl an
VTE-Ereignissen
Nicht-KHK-Anwenderinnen Levonorgestrel-enthaltende KHK Gestoden-enthaltende KHK
(2 Ereignisse) (5-7 Ereignisse) (9-12 Ereignisse)
Äußerst selten wurde bei Anwenderinnen von KHK über eine Thrombose in anderen Blutgefäßen berichtet, wie z. B. in Venen und Arterien von Leber, Mesenterium, Nieren oder Retina.
Risikofaktoren für VTE
Das Risiko für venöse thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von KHK kann deutlich ansteigen, wenn bei der Anwenderin zusätzliche Risikofaktoren bestehen, insbesondere wenn mehrere Risikofaktoren vorliegen (siehe Tabelle).
1 Diese Inzidenzen wurden aus der Gesamtheit der epidemiologischen Studiendaten abgeleitet, wobei relative Risiken der verschiedenen Arzneimittel im Vergleich zu Levonorgestrel-haltigen KHK verwendet wurden.
2 Mittelwert der Spannweite 5-7 pro 10.000 Frauenjahre, auf der Grundlage eines relativen Risikos für Levonorgestrel-haltige KHK versus Nichtanwendung von ungefähr 2,3 bis 3,6
Flow ist kontraindiziert, wenn bei einer Frau mehrere Risikofaktoren gleichzeitig bestehen, die sie insgesamt einem hohen Risiko für eine Venenthrombose aussetzen (siehe Abschnitt 4.3). Weist eine Frau mehr als einen Risikofaktor auf, ist es möglich, dass der Anstieg des Risikos das Risiko der Summe der einzelnen Faktoren übersteigt – in diesem Fall muss ihr Gesamtrisiko für eine VTE in Betracht gezogen werden. Wenn das Nutzen/Risiko-Verhältnis als ungünstig erachtet wird, darf ein KHK nicht verschrieben werden (siehe Abschnitt 4.3).
Tabelle: Risikofaktoren für VTE
| Risikofaktor | Anmerkung |
| Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m²) | Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu. Besonders wichtig, wenn weitere Risikofaktoren vorliegen. |
Längere Immobilisierung, größere Operationen, jede Operation an Beinen oder Hüfte, neurochirurgische Operation oder schweres Trauma Hinweis: Eine vorübergehende Immobilisierung einschließlich einer Flugreise von > 4 Stunden Dauer kann ebenfalls einen Risikofaktor für eine VTE darstellen, insbesondere bei Frauen mit weiteren Risikofaktoren. | In diesen Fällen ist es ratsam, die Anwendung des Pflasters/der Tablette/des Rings (bei einer geplanten Operation mindestens vier Wochen vorher) zu unterbrechen und erst zwei Wochen nach der kompletten Mobilisierung wieder aufzunehmen. Es ist eine andere Verhütungsmethode anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Eine antithrombotische Therapie muss erwogen werden, wenn Flow nicht vorab abgesetzt wurde. |
| Familiäre Vorbelastung (jede venöse Thromboembolie bei einem Geschwister oder Elternteil, insbesondere in relativ jungen Jahren, z. B. jünger als 50 Jahre). | Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die Frau zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung eines KHKs getroffen wird. |
| Andere Erkrankungen, die mit einer VTE verknüpft sind. | Krebs, systemischer Lupus erythematodes, hämolytisches urämisches Syndrom, chronisch entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) und Sichelzellkrankheit |
| Zunehmendes Alter | Insbesondere älter als 35 Jahre |
Es besteht kein Konsens über die mögliche Rolle von Varizen und oberflächlicher Thrombophlebitis bezüglich des Beginns oder Fortschreitens einer Venenthrombose.
Das erhöhte Risiko einer Thromboembolie in der Schwangerschaft und insbesondere während der 6-wöchigen Dauer des Wochenbetts muss berücksichtigt werden (Informationen zur „Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit“ siehe Abschnitt 4.6).
Symptome einer VTE (tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie)
Beim Auftreten von Symptomen ist den Anwenderinnen anzuraten, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie ein KHK anwenden.
Bei einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) können folgende Symptome auftreten:
- unilaterale Schwellung des Beins und/oder Fußes oder entlang einer Beinvene;
- Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird,
- Erwärmung des betroffenen Beins; gerötete oder entfärbte Haut am Bein.
Bei einer Lungenembolie (LE) können folgende Symptome auftreten:
- plötzliches Auftreten unerklärlicher Kurzatmigkeit oder schnellen Atmens;
- plötzlich auftretender Husten möglicherweise in Verbindung mit Hämoptyse;
- stechender Brustschmerz;
- starke Benommenheit oder Schwindelgefühl;
- schneller oder unregelmäßiger Herzschlag.
Einige dieser Symptome (z. B. „Kurzatmigkeit“, „Husten“) sind unspezifisch und können als häufiger vorkommende und weniger schwerwiegende Ereignisse fehlinterpretiert werden (z. B. als Atemwegsinfektionen).
Andere Anzeichen für einen Gefäßverschluss können plötzlicher Schmerz sowie Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung einer Extremität sein.
Tritt der Gefäßverschluss im Auge auf, können die Symptome von einem schmerzlosen verschwommenen Sehen bis zu einem Verlust des Sehvermögens reichen. In manchen Fällen tritt der Verlust des Sehvermögens sehr plötzlich auf.
Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
Epidemiologische Studien haben die Anwendung von KHK mit einem erhöhten Risiko für arterielle Thromboembolie (Myokardinfarkt) oder apoplektischen Insult (z. B. transitorische ischämische Attacke, Schlaganfall) in Verbindung gebracht. Arterielle thromboembolische Ereignisse können tödlich verlaufen.
Risikofaktoren für ATE
Das Risiko für arterielle thromboembolische Komplikationen oder einen apoplektischen Insult bei Anwenderinnen von KHK erhöht sich bei Frauen, die Risikofaktoren aufweisen (siehe Tabelle). Flow ist kontraindiziert bei Frauen, die einen schwerwiegenden oder mehrere Risikofaktoren für eine ATE haben, die sie einem hohen Risiko für eine Arterienthrombose aussetzen (siehe Abschnitt 4.3). Weist eine Frau mehr als einen Risikofaktor auf, ist es möglich, dass der Anstieg des Risikos das Risiko der Summe der einzelnen Faktoren übersteigt – in diesem Fall muss ihr Gesamtrisiko betrachtet werden. Bei Vorliegen eines ungünstigen Nutzen/Risiko-Verhältnis darf ein KHK nicht verschrieben werden (siehe Abschnitt 4.3).
Tabelle: Risikofaktoren für ATE
| Risikofaktor | Anmerkung |
| Zunehmendes Alter | Insbesondere älter als 35 Jahre |
| Rauchen | Frauen ist anzuraten, nicht zu rauchen, wenn |
sie ein KHK anwenden möchten. Frauen über 35 Jahren, die weiterhin rauchen, ist dringend zu empfehlen, eine andere Verhütungsmethode anzuwenden. | |
| Hypertonie | |
| Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m²) | Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu. Besonders wichtig bei Frauen mit zusätzlichen Risikofaktoren. |
| Familiäre Vorbelastung (jede arterielle Thromboembolie bei einem Geschwister oder Elternteil, insbesondere in relativ jungen Jahren, d. h. jünger als 50 Jahre). | Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die Frau zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung eines KHKs getroffen wird. |
| Migräne | Ein Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrads der Migräne während der Anwendung von KHK (die einem zerebrovaskulären Ereignis vorausgehen kann) kann ein Grund für ein sofortiges Absetzen sein. |
Andere Erkrankungen, die mit unerwünschten Gefäßereignissen verknüpft sind. | Diabetes mellitus, Hyperhomocysteinämie, Erkrankung der Herzklappen und Vorhofflimmern, Dyslipoproteinämie und systemischer Lupus erythematodes. |
Symptome einer ATE
Beim Auftreten von Symptomen ist den Frauen anzuraten, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie ein KHK anwenden.
Bei einem apoplektischen Insult können folgende Symptome auftreten:
- plötzliche Taubheitsgefühl oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein, besonders auf einer Köperseite;
- plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl, Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörungen;
- plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verständnisschwierigkeiten;
- plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen;
- plötzliche, schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache;
- Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit oder ohne Krampfanfall.
Vorübergehende Symptome weisen auf eine transitorische ischämische Attacke (TIA) hin.
Bei einem Myokardinfarkt (MI) können folgende Symptome auftreten:
- Schmerz, Unbehagen, Druck, Schweregefühl, Enge- oder Völlegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des Sternums;
- in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm, Magen ausstrahlende Beschwerden;
- Völlegefühl, Indigestion oder Erstickungsgefühl;
- Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl;
- extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit;
schnelle oder unregelmäßige Herzschläge.
GYNÄKOLOGISCHE KREBSERKRANKUNGEN
Eine Metaanalyse von Daten aus 54 internationalen Studien zeigt ein leicht erhöhtes Brustkrebs-Risiko bei Anwenderinnen von oralen Kontrazeptiva. Dieses erhöhte Risiko scheint nicht von der Dauer der Einnahme abhängig zu sein. Der Einfluss von Risikofaktoren, wie Nulliparität oder Brustkrebs in der Familiengeschichte ist nicht erwiesen.
Dieses erhöhte Risiko ist vorübergehend und verschwindet 10 Jahre nach Absetzen des oralen Kontrazeptivums.
Es ist möglich, dass eine regelmäßigere klinische Überwachung von Frauen, die orale Kontrazeptiva einnehmen, und die damit verbundene höhere Wahrscheinlichkeit einer früheren Diagnose eine wichtige Rolle bei der höheren Zahl der diagnostizierten Brustkrebsfälle spielt. Da Brustkrebs bei Frauen unter 40 Jahren selten vorkommt, ist die überhöhte Zahl der Brustkrebsdiagnosen bei derzeitigen und kürzlich erfolgten KOK-Anwenderinnen im Verhältnis zum Lebenszeitrisiko für Brustkrebs gering. Brustkrebs, der bei regelmäßigen Anwenderinnen diagnostiziert wird, ist in der Regel klinisch weniger weit fortgeschritten, als der Krebs, der bei Nie-Anwenderinnen diagnostiziert wird.
Die veröffentlichten Daten stellen die Verwendung oraler Kontrazeptiva nicht in Frage, da die Vorteile die potenziellen Risiken zu überwiegen scheinen.
Außerdem verringert die orale Kontrazeption das Risiko von Eierstock- und Gebärmutterkrebs.
HEPATISCHE NEOPLASIE/ LEBERERKRANKUNGEN
In seltenen Fällen wurde über gutartige Lebertumore (z.B. fokale noduläre Hyperplasie, Leberadenome) und noch seltener über bösartiger Lebertumore bei Anwenderinnen von KOK berichtet. In Einzelfällen haben diese Tumore zu lebensbedrohlichen intraabdominellen Blutungen geführt.
Es wurde berichtet, dass Cholestase sowohl während der Schwangerschaft als auch bei der Einnahme von KOK auftreten oder sich verschlechtern kann, aber die Beweise für einen Zusammenhang mit der Einnahme von KOK sind nicht eindeutig.
Hepatische und hepatobiliäre Störungen wurden im Zusammenhang mit der Einnahme von KOK berichtet. Akute oder chronische Leberfunktionsstörungen können ein Absetzen von KOK erforderlich machen, bis sich die Leberfunktionsparameter wieder normalisiert haben.
KOPFSCHMERZEN
Das erstmalige Auftreten oder die Verschlimmerung von Migräne oder die Entwicklung von Kopfschmerzen anderer Ausprägung, die wiederholt auftreten, anhaltend oder schwer sind, erfordern ein Absetzen von KOK und die Untersuchung der Ursache.
HYPERTONIE
Obwohl selten, wurde bei Frauen, die KOK einnehmen, über einen Anstieg des Blutdrucks berichtet.
Bei Frauen mit Hypertonie, Hypertonie in der Anamnese, oder Erkrankungen, die mit einer Hypertonie im Zusammenhang stehen (einschließlich bestimmter Nierenerkrankungen) ist möglicherweise eine andere Art der Kontrazeption vorzuziehen.
Bei Anwendung von KOK in diesen Fällen, wird eine engmaschige Überwachung empfohlen, und die Anwendung des KOK im Falle eines deutlichen Blutdruckanstiegs abgebrochen werden.
ANDERE
Vorsicht ist geboten bei Frauen mit:
Stoffwechselstörungen, wie z.B. unkomplizierter Diabetes mellitus. − Hyperlipidämie (Hypertriglyceridämie, Hypercholesterinämie); Frauen, die wegen einer
Hyperlipidämie behandelt werden, sollten engmaschig überwacht werden, wenn sie sich für die Anwendung von KOK entscheiden. Bei einem geringen Anteil von KOK-Anwenderinnen kann eine anhaltende Hypertriglyceridämie auftreten. − Bei Frauen mit erhöhten Triglyceriden kann die Einnahme von estrogenhaltigen
Präparaten möglicherweise zu einer seltenen, aber starken Erhöhung der Plasma-Triglyceride und damit zu einer Pankreatitis führen.
- Adipositas (Body Mass Index = Gewicht/Größe2 ≥30).
- gutartigen Tumoren der Brust und Uterusdystrophie (Hyperplasie, Fibrom) − Hyperprolaktinämie mit oder ohne Galaktorrhoe.
Eine engmaschige Überwachung sollte auch bei Vorliegen von Erkrankungen erfolgen, von denen berichtet wurde, dass sie im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft oder der Anwendung von KOK auftreten oder sich verschlechtern , bzw. bei Patientinnen, bei denen Epilepsie, Migräne, Otosklerose, Asthma, Gefäßerkrankungen in der Familienanamnese vorliege oder aufgetreten sind, Varizen, Herpes gestationis, Cholelithiasis, systemischer Lupus erythematodes, kardiale, renale oder hepatische Dysfunktion, Depression, Hypertonie, Chorea, hämolytisch-urämisches Syndrom, Porphyrie, Sichelzellenanämie, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Exogene Estrogene können Symptome eines hereditären und erworbenen Angioödems auslösen oder verschlimmern.
Obwohl KOK einen Einfluss auf die periphere Insulinresistenz und Glukosetoleranz haben können, liegen keine Hinweise für eine Notwendigkeit zur Änderung des Therapieplanes bei Diabetikerinnen vor, welche niedrig dosierte KOK (<0,05 mg Ethinylestradiol) anwenden. Dennoch sollen Diabetikerinnen, insbesondere in der ersten Zeit der KOK-Anwendung, sorgfältig überwacht werden. In klinischen Prüfungen wurde eine nicht schwangerschaftsbedingte Amenorrhoe in 7 % der Zyklen beobachtet (sie trat bei 24 % der Frauen während der gesamten Dauer der klinischen Studie auf), und 3,6 % der Frauen hatten aufeinanderfolgende amenorrhoische Zyklen. In den klinischen Studien brach nur 1 % der Frauen die Behandlung aufgrund von Amenorrhoe ab.
Wenn Flow vorschriftsmäßig eingenommen wird, besteht beim Auftreten eines amenorrhoischen Zyklus kein Grund, die Einnahme abzubrechen und einen Schwangerschaftstest durchzuführen. Wenn Flow nicht vorschriftsmäßig eingenommen wird oder wenn die Amenorrhoe nach einer langen Periode regelmäßiger Menstruationsblutungen auftritt, sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
Bei einigen Frauen kann eine post-therapeutische Amenorrhoe (eventuell mit Anovulation) oder Oligomenorrhoe auftreten, insbesondere, wenn ein solcher Zustand bereits vorher bestand. Normalerweise verschwinden diese spontan. Wenn sie länger andauert, sollten vor einer weiteren Verschreibung Untersuchungen über mögliche Störungen der Hypophyse durchgeführt werden.
Bei allen KOK können, insbesondere in den ersten Monaten der Anwendung, unregelmäßige Blutungen (Schmier- oder Durchbruchblutungen) auftreten. Die Bewertung jeglicher unregelmäßigen Blutungen ist daher erst nach einer Anpassungsphase von ungefähr drei Zyklen sinnvoll. Falls die unregelmäßigen Blutungen anhalten oder nach zuvor regelmäßigen Zyklen auftreten, sollten nicht-hormonelle Ursachen in Betracht gezogen, und geeignete diagnostische Maßnahmen müssen ergriffen werden, um eine maligne Erkrankung oder eine Schwangerschaft auszuschließen. Weitere diagnostische Maßnahmen können auch eine Kürettage beinhalten.
Es wurden Fälle von Depressionen während der Anwendung von KOKs berichtet. Frauen mit einer Vorgeschichte von Depressionen, die KOKs anwenden, sollten sorgfältig beobachtet werden. Depressive Verstimmung und Depression stellen bei der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva allgemein bekannte Nebenwirkungen dar (siehe Abschnitt 4.8). Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein allgemein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid. Frauen sollte geraten werden, sich im Falle von Stimmungsschwankungen und depressiven Symptomen - auch wenn diese kurz nach Einleitung der Behandlung auftreten - mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen.
Trat während einer Schwangerschaft oder bei früherer Einnahme von KOK Melasma/Chloasma auf, sollte eine Sonnenlichtexposition oder ultraviolette Bestrahlung vermieden werden, um die Gefahr einer Exazerbation zu minimieren.
Diarrhoe und/oder Erbrechen können die Resorption von KOK-Hormonen verringern (siehe Abschnitt 4.2).
Ärztliche Untersuchung/Beratung
Vor der Einleitung oder Wiederaufnahme der Behandlung mit Flow muss eine vollständige Anamnese (inklusive Familienanamnese) erhoben und eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Der Blutdruck sollte gemessen und eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden, die sich an den Gegenanzeigen (siehe Abschnitt 4.3) und Warnhinweisen (siehe Abschnitt 4.4) orientiert. Es ist wichtig, die Frau auf die Informationen zu venösen und arteriellen Thrombosen hinzuweisen, einschließlich des Risikos von Flow im Vergleich zu anderen KHK, die Symptome einer VTE und ATE, die bekannten Risikofaktoren und darauf, was im Falle einer vermuteten Thrombose zu tun ist.
Die Anwenderin ist zudem anzuweisen, die Packungsbeilage sorgfältig zu lesen und die darin gegebenen Ratschläge zu befolgen. Die Häufigkeit und Art der Untersuchungen sollte den gängigen Untersuchungsleitlinien entsprechen und individuell auf die Frau abgestimmt werden.
Die Anwenderinnen sind darüber aufzuklären, dass hormonale Kontrazeptiva nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.
Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Hinweis: Um mögliche Wechselwirkungen zu erkennen, sollten die verschreibungspflichtigen Informationen der gleichzeitig eingenommenen Arzneimittel herangezogen werden.
Wechselwirkungen zwischen Ethinylestradiol oder Gestoden und anderen Wirkstoffen können zu erhöhten oder verminderten Plasma- und Gewebekonzentrationen von Ethinylestradiol oder Gestoden führen.
Verminderte Serumkonzentrationen an Ethinylestradiol können zu einem vermehrten Auftreten von Durchbruchblutungen und Menstruationsunregelmäßigkeiten führen und eventuell die Wirksamkeit des KOK verringern.
Eine Enzyminduktion kann bereits nach wenigen Tagen der Behandlung beobachtet werden. Die maximale Enzyminduktion wird im Allgemeinen innerhalb weniger Wochen erreicht. Nach Beendigung der medikamentösen Therapie kann die Enzyminduktion für etwa 4 Wochen anhalten.
Gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen:
Enzyminduktoren, wie Antikonvulsiva (Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Carbamazepin,
Topiramat, Felbamat); Rifabutin; Rifampicin; Griseofulvin und möglicherweise Johanniskraut. Durch den verstärkten Lebermetabolismus wird der Konzeptionsschutz während der Anwendung und für einen Zyklus nach Beendigung der Behandlung vermindert. Einer nicht-hormonellen Verhütungsmethode sollte der Vorzug gegeben werden.
- Bei gleichzeitiger Verabreichung mit KOKs können viele HIV/HCV-Proteaseinhibitoren und nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren die Plasmakonzentrationen von Östrogen oder Gestagen erhöhen oder verringern. Diese Veränderungen können in einigen Fällen klinisch relevant sein. Spezifische Empfehlungen finden Sie in der entsprechenden Fachinformationen der HIV- oder HCV-Proteaseinhibitoren und der nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Hemmer.
Starke und mäßige CYP3A4-Inhibitoren, wie Azol-Antimykotika (z. B. Itraconazol, Voriconazol,
Fluconazol), Makrolide (z. B. Clarithromycin, Erythromycin), Verapamil, Diltiazem und Grapefruitsaft können die Plasmakonzentrationen des Östrogens oder des Gestagens oder beider erhöhen.
Etoricoxib kann in Dosen von 60 bis 120 mg/Tag die Plasmakonzentrationen von Ethinylestradiol um das 1,4- bis 1,6-fache erhöhen, wenn es gleichzeitig mit einem kombinierten hormonellen Verhütungsmittel eingenommen wird, das 0,035 mg Ethinylestradiol enthält. Die klinische Relevanz potenzieller Wechselwirkungen mit Enzyminhibitoren ist nicht bekannt. − Modafinil: Risiko einer verminderten empfängnisverhütenden Wirksamkeit während der
Behandlung und während des ersten Monatszyklus nach Beendigung der Behandlung. − Flunarizin: Risiko einer Galaktorrhoe aufgrund erhöhter Empfindlichkeit des Brustdrüsengewebes gegenüber Prolaktin durch die Wirkung von Flunarizin.
Troleandomycin kann bei gleichzeitiger Gabe mit KOK das Risiko für eine intrahepatische
Cholestase erhöhen.
Um mögliche Wechselwirkungen zu erkennen, ist die Fachinformation gleichzeitig eingenommener Arzneimittel zu beachten.
Auswirkungen von Flow auf andere Arzneimittel
Orale Kontrazeptiva können den Metabolismus bestimmter anderer Arzneimittel beeinflussen. Dementsprechend können die Plasma- und Gewebekonzentrationen entweder ansteigen (z. B. Cyclosporin) oder abfallen (z. B. Lamotrigin).
Klinische Daten deuten darauf hin, dass Ethinylestradiol die Clearance von CYP1A2-Substraten hemmt, was zu einem schwachen (z. B. Theophyllin) oder mäßigen (z. B. Tizanidin) Anstieg ihrer Plasmakonzentration führt.
Wechselwirkungen mit Laboruntersuchungen
Unter Anwendung von kombinierten oralen Kontrazeptiva können die Ergebnisse bestimmter Labortests verändert werden, einschließlich derer zur Bestimmung der Leber-, Nebennierenrinden-, Nieren- und Schilddrüsenfunktion, der Plasmaspiegel von Trägerproteinen (z. B. sexualhormonbindendes Globulin [SHBG], Lipoproteine), Parameter des Kohlenhydratstoffwechsels, der Gerinnung und der Fibrinolyse. Art und Ausmaß sind zum Teil abhängig von der Dosis der angewendeten Hormone.
Pharmakodynamische Gegenanzeigen
Während klinischer Studien mit Patienten mit einer Hepatitis C-Virusinfektion (HCV), die mit Arzneimitteln behandelt wurden, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir mit oder ohne Ribavirin enthalten, ist eine Erhöhung der Transaminase (ALT), die um das 5-fache höher, als das oberste Limit des Normalwertes (OLN) war, deutlich öfter bei Frauen aufgetreten, die Arzneimittel mit Ethinylestradiol sowie kombinierte hormonelle Kontrazeptiva (KHK) einnehmen, aufgetreten. Zusätzlich wurde auch bei Patienten, die mit Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir behandelt wurden, eine Erhöhung der ALT bei Frauen, die Arzneimittel mit Ethinylestradiol, sowie KHKs einnehmen, beobachtet (siehe Abschnitt 4.3).
Deshalb müssen Flow-Anwenderinnen auf eine alternative Verhütungsmethode (z. B. Verhütungsmittel, die nur ein Progestin enthalten oder nicht-hormonelle Methoden) wechseln, bevor sie mit der Behandlung mit diesen Arzneimittelkombinationen beginnen. Zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung mit diesen Arzneimittelkombinationen kann mit Flow wieder begonnen werden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Dieses Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
Vor Beginn der Anwendung dieses Arzneimittels ist eine Schwangerschaft auszuschließen. Tritt unter der Anwendung eine Schwangerschaft ein, ist das Arzneimittel sofort abzusetzen.
Bei der bisherigen klinischen Anwendung konnte im Gegensatz zu Diethylstilbestrol aufgrund der Ergebnisse zahlreicher epidemiologischer Studien das Risiko von Fehlbildungen bei Östrogenen, die in der Frühschwangerschaft allein oder in Kombination verabreicht werden, ausgeschlossen werden. Darüber hinaus können die Risiken hinsichtlich der fötalen Geschlechtsdifferenzierung (insbesondere der weiblichen), die bei frühen, stark androgenomimetischen Gestagenen beschrieben wurden, nicht auf neuere Gestagene (wie das in dieser Arzneispezialität verwendete) extrapoliert werden, die deutlich weniger oder gar nicht androgenomimetisch sind.
Folglich rechtfertigt die Feststellung einer Schwangerschaft bei einer Frau, die eine Östrogen-Gestagen-Kombination erhält, keinen Schwangerschaftsabbruch.
Das erhöhte VTE-Risiko in der Zeit nach der Geburt sollte vor der erneuten Anwendung nach einer Anwendungspause bedacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Stillzeit
Die Anwendung dieses Arzneimittels bei stillenden Müttern ist nicht empfehlenswert, da Östrogen-Gestagene in die Muttermilch übergehen können.
Während der Stillzeit sollte eine andere Methode der Empfängnisverhütung vorgeschlagen werden.#
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Folgende Nebenwirkungen wurden bei Anwenderinnen von KOK berichtet:
Über schwerwiegende Nebenwirkungen bei KOK Anwenderinnen siehe Abschnitt 4.4.
Amenorrhoe wurde bei 15 % der Frauen beobachtet, die an klinischen Studien teilnahmen, siehe Abschnitt 4.4.
Zu den am häufigsten (mehr als 10 %) gemeldeten Nebenwirkungen während Phase-III-Studien und Beobachtungen nach der Markteinführung bei Frauen, die Flow anwenden, gehören Kopfschmerzen, einschließlich Migräne, Durchbruchblutungen/Schmierblutungen.
Weitere Nebenwirkungen wurden bei Frauen unter KOK-Anwendung berichtet:
Häufig (≥1/100, <1/10) | Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100) | Selten (≥1/10.000, <1/1.000) | Sehr selten (<1/10.000) | Nicht bekannt (kann anhand der verfügbaren Daten nicht eingeschätzt werden) | |
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen) | Hepatozelluläre Karzinome und benigne Lebertumore (z.B. fokale noduläre Hyperplasie, Leberadenome) | ||||
Infektionen und parasitäre Erkrankungen | Vaginitis, inklusive Candidiasis | ||||
| Erkrankungen des Immunsystems | Anaphylaktische/ Anaphylaktoide Reaktionen, einschließlich sehr seltenen Fällen von Urticaria und schweren Reaktionen mit respiratorischen Symptomen und Kreislauf-beschwerden. | Verschlechteru ng von systemischem Lupus erythematosus | Verschlimmerung der Symptome des hereditären und erworbenen Angioödems | ||
Stoffwechsel und Ernährungs- störungen | Veränderungen des Appetits (Zu- oder Abnahme) | Glucoseintoleranz | Verschlechteru ng von Porphyrie | ||
| Psychiatrische Erkrankungen | Stimmungs- schwankungen, inklusive Depressionen, Libidoveränderungen | ||||
| Erkrankungen des Nervensystems | Nervosität, Schwindel | Verschlechteru ng von Chorea | |||
| Augenerkrankungen | Kontaktlinsen-unverträglichkeit | Optische Neuritis, retinale Vascular-thrombosen | |||
| Gefäßerkrankungen | Venöse Thromboembolien, arterielle Thromboembolien | ||||
Erkrankungen des Gastro- intestinaltrakts | Nausea, Erbrechen, Schmerzen im Abdominalbereich | Abdominal-krämpfe, Blähungen | Pankreatitis |
Leber- und Gallen- erkrankungen | Cholestatischer Ikterus | Biliäre Lithiasis und Cholestase* hepatische und hepatobiliäre Störungen (z.B. Hepatitis, Leberfunktions-störungen) | |||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzell-gewebes | Akne | Ausschlag, Chloasma (Melasma), der anhaltend sein kann, Hirsutismus, Alopezie | Erythema nodosum | Erythema multiforme | |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Hämolytisch-urämisches Syndrom | ||||
| Erkrankungen der Geschlechts-organe und der Brustdrüse | Schmerzen, Spannungsgefühl, Vergrößerung, Sekretion der Brüste; Dysmenorrhoe, Veränderungen des Menstruationsflusses ; Veränderungen der zervikalen Ektropion und Sekretion | ||||
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungso rt | Flüssigkeitsan-sammlung/Ödem | ||||
| Untersuchungen | Gewichtsver-änderungen | Blutdruck-anstieg, Veränderung der Serum-Lipidspiegel , inklusive Hypertri- glyceridämie |
* KOK können bestehende biliäre Lithiasis und Cholestase verschlimmern.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Bei Anwenderinnen von KHK wurde ein erhöhtes Risiko für arterielle und venöse thrombotische und thromboembolische Ereignisse einschließlich Myokardinfarkt, Schlaganfall, transitorische ischämische Attacken, Venenthrombose und Lungenembolie beobachtet, die in Abschnitt 4.4 eingehender behandelt werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung direkt über das nationale Meldesystem anzuzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
4.9 Überdosierung
Symptome einer Überdosierung von oralen Kontrazeptiva bei Erwachsenen und Kindern können Übelkeit, Erbrechen, Brustspannen, Schwindel, Schmerzen im Abdominalbereich, Benommenheit/Müdigkeit beinhalten; bei Frauen können Entzugsblutungen auftreten. Entzugsblutungen können sogar bei Mädchen vor ihrer Menarche auftreten, wenn sie das Arzneimittel versehentlich einnehmen. Es gibt kein Antidot und die weitere Behandlung sollte symptomatisch erfolgen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Gestagene und Estrogene, fixe Kombination ATC-Code: G03AA10 (Urogenitalsystem und Geschlechtshormone).
Einphasige Estrogen-Gestagen Kombination. Unkorrigierter Pearl Index: 0,24 (21.521 Zyklen).
Die kontrazeptive Wirksamkeit von Ethinylestradiol/Gestoden basiert auf drei, einander ergänzenden Wirkprinzipien:
- Die Ovulation wird auf Ebene der hypothalamisch–hypophysären Achse gehemmt.
- Das Zervikalsekret wird für Spermien unpassierbar.
- Das Endometrium wird für eine Nidation ungeeignet.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Ethinylestradiol:
Resorption
Ethinylestradiol wird rasch und vollständig nach oraler Einnahme resorbiert.
Nach Verabreichung von 15 µg werden maximale Plasmakonzentrationen von 30 pg/ml nach 1-1,5 Stunden erreicht. Ethinylestradiol unterliegt einem starken First-Pass-Effekt, der große interindividuelle Unterschiede zeigt. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt ca. 45 %.
Verteilung
Ethinylestradiol hat ein offensichtliches Verteilungsvolumen von 15 L/kg und bindet zu ungefähr 98 % an Plasmaproteine. Ethinylestradiol induziert die hepatische Synthese von Sexhormon-Binding Globulins (SHBG) und Corticoid-Binding-Globulins (CBG).
Während der Behandlung mit 15 μg Ethinylestradiol steigt die Plasmakonzentration des SHBG von 86 auf ca. 200 nmol/L.
Biotransformation
Ethinylestradiol wird vollständig metabolisiert (die metabolische Plasmaclearance beträgt ca. 10 ml/min/kg). Die gebildeten Metaboliten werden mit dem Harn (40 %) und den Faeces (60 %) ausgeschieden.
In-vitro ist Ethinylestradiol ein reversibler Inhibitor von CYP2C19, CYP1A1 und CYP1A2 sowie ein mechanismusbasierter Inhibitor von CYP3A4/5, CYP2C8 und CYP2J2.
Elimination
Die Eliminationshalbwertszeit von Ethinylestradiol beträgt ca. 15 Stunden. Ethinylestradiol wird in keinem signifikanten Ausmaß unverändert ausgeschieden. Die Metaboliten von Ethinylestradiol werden im Verhältnis 4:6 mit dem Urin und der Galle ausgeschieden.
Steady State Bedingungen
Steady State Bedingungen werden während der zweiten Zyklushälfte erreicht, wobei die Serumspiegel von Ethinylestradiol ca. mit dem Faktor 1,4 - 2,1 kumulieren.
Gestoden:
Resorption
Nach oraler Verabreichung wird Gestoden rasch und vollständig resorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt ca. 100 %. Nach oraler Einnahme einer Einzeldosis von 60 μg Gestoden werden maximale Plasmakonzentrationen von 2 ng/ml innerhalb von ca. 60 Minuten erreicht. Die Plasmakonzentrationen sind stark abhängig von der SHBG-Konzentration.
Verteilung
Nach einer Einzeldosis von 60 μg hat Gestoden ein Verteilungsvolumen von 1,4 L/kg. Es ist zu 30 % an Plasma-Albumin und zu 50 bis 70 % an SHBG gebunden.
Biotransformation
Gestoden wird nahezu vollständig über die Wege des Steroidmetabolismus metabolisiert. Die metabolische Clearance beträgt nach einer Einzeldosis von 60 μg ca. 0,8 ml/min/kg. Nichtaktive Metaboliten werden mit dem Harn (60 %) und den Faeces (40 %) ausgeschieden.
Elimination
Die offensichtliche Eliminationshalbwertszeit von Gestoden beträgt ungefähr 13 Stunden. Die Halbwertszeit verlängert sich bei gleichzeitiger Verabreichung mit Ethinylestradiol auf 20 Stunden.
Steady State Bedingungen
Nach mehrfacher gleichzeitiger Dosierung in Kombination mit Ethinylestradiol nimmt die Plasmakonzentration ca. um den Faktor 2 bis 4 zu.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Studien zur Toxikologie der Einzelkomponenten sowie deren Kombination wurden durchgeführt. Studien zur akuten Toxizität an Tieren brachten keinen Hinweis auf ein Risiko akuter Symptome nach versehentlicher Überdosierung.
Studien zur systemischen Verträglichkeit unter wiederholter Verabreichung ergaben keine Hinweise auf unerwartete Risiken für die Anwendung beim Menschen.
Langzeitstudien zur Kanzerogenität unter wiederholter Verabreichung ergaben keinen Hinweis auf ein kanzerogenes Potential. Es ist jedoch zu bedenken, dass Sexualsteroide die Transformation bestimmter Gewebe in hormonabhängige Tumore fördern können.
Studien zur Teratogenität zeigten keinen Hinweis auf ein besonderes Risiko, vorausgesetzt die Estrogen-Gestagen - Kombinationen werden richtig angewendet. Es ist jedoch erforderlich, die Behandlung sofort abzubrechen, wenn die Einnahme zu Beginn der Schwangerschaft versehentlich erfolgte.
Mutagenitätsstudien zeigten kein mutagenes Potential für Ethinylestradiol oder Gestoden.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Wirkstoffhältige Filmtabletten:
Tablettenkern:
Lactose-Monohydrat
mikrokristalline Cellulose
Polacrilin-Kalium
Glycerindistearat Typ I
Filmüberzug
AquaPolish (yellow 024.15 MS) bestehend aus: Hypromellose, Hydroxypropylcellulose, Talkum, Baumwollöl (gehärtet), Titandioxid (E 171), Eisenoxid, gelb (E 172), Eisenoxid, rot (E 172)
Wirkstofffreie Filmtablette:
Tablettenkern
Lactose-Monohydrat
mikrokristalline Cellulose
Polacrilin-Kalium
Glycerindistearat Typ I
Filmüberzug
AquaPolish (white 018.03 MS) bestehend aus: Hypromellose, Macrogol, Baumwollöl (gehärtet), modifizierte Stärke, Titandioxid (E 171)
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
PVC/Aluminium Blisterpackung (24 wirkstoffhaltige gelbe und 4 wirkstofffreie weiße Filmtabletten pro Blisterstreifen)
Kalenderpackungen mit 1 x 28, 3 x 28 und 6 x 28 Stück
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
TEVA B.V.
Swensweg 5
2031 GA Haarlem
Niederlande
Tel. Nr.: +43/1/97007-0
Fax-Nr.: +43/1/97007-66
E-Mail: info@ratiopharm.at
8. ZULASSUNGSNUMMER
Z.Nr.: 1-31080
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 09. Februar 2012
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 09. Februar 2017
10. STAND DER INFORMATION
02.2024
REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT
Rezept- und apothekenpflichtig.
