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Arzneimitteln, die den Wirkstoff enthalten FUROSEMID ()

Furosemid ist ein Wirkstoff, der in der Medizin als Diuretikum eingesetzt wird. Es handelt sich um eine Substanz, die die Harnausscheidung fördert und somit den Wasserhaushalt im Körper beeinflusst. In Österreich ist Furosemid unter verschiedenen Handelsnamen wie Lasix, Furorese oder Furobeta erhältlich.

Der Wirkmechanismus von Furosemid basiert auf seiner hemmenden Wirkung auf den sogenannten Na-K-2Cl-Cotransporter in den Nieren. Dieser Transporter spielt eine entscheidende Rolle bei der Rückresorption von Natrium, Kalium und Chlorid aus dem Primärharn in das Blut. Durch die Hemmung dieses Transporters verbleiben mehr Natrium- und Chloridionen im Harn, was wiederum zu einer vermehrten Wasserausscheidung führt. Dadurch wird das Blutvolumen reduziert und der Blutdruck gesenkt.

Furosemid wird vor allem zur Behandlung von Ödemen eingesetzt, also Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, die häufig bei Herzinsuffizienz oder Lebererkrankungen auftreten. Darüber hinaus kann es auch bei Hypertonie (Bluthochdruck) angewendet werden, wenn andere blutdrucksenkende Medikamente nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden.

In Österreich leiden etwa 1,8 Millionen Menschen an Bluthochdruck – das entspricht rund 25 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Etwa 20 Prozent dieser Patienten benötigen eine Kombination aus mehreren blutdrucksenkenden Medikamenten, um ihren Blutdruck unter Kontrolle zu halten. Furosemid kann in solchen Fällen als zusätzliche Therapieoption in Betracht gezogen werden.

Die Dosierung von Furosemid ist individuell und richtet sich nach der Schwere der Erkrankung sowie dem Ansprechen des Patienten auf die Therapie. In der Regel wird mit einer niedrigen Dosis begonnen, die bei Bedarf schrittweise erhöht werden kann. Die Einnahme erfolgt meist einmal täglich, vorzugsweise am Morgen, um nächtliche Toilettengänge zu vermeiden.

Furosemid hat ein relativ gutes Sicherheitsprofil, jedoch können auch Nebenwirkungen auftreten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie (niedriger Kaliumspiegel im Blut) oder Hyponatriämie (niedriger Natriumspiegel im Blut). Diese können in manchen Fällen schwerwiegend sein und müssen durch regelmäßige Blutuntersuchungen überwacht werden.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Hautausschlag. Bei Auftreten von schwerwiegenderen Symptomen wie starkem Schwindel oder Atemnot sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden.

Die Anwendung von Furosemid ist bei bestimmten Vorerkrankungen oder in Kombination mit anderen Medikamenten kontraindiziert. Dazu gehören zum Beispiel schwere Nierenfunktionsstörungen, Hypokaliämie oder eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Furosemid nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden.

Zusammenfassend ist Furosemid ein wirksames Diuretikum, das in Österreich zur Behandlung von Ödemen und Bluthochdruck eingesetzt wird. Die Anwendung erfordert eine individuelle Dosierung und regelmäßige Kontrollen der Blutwerte, um mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Bei Beachtung der Kontraindikationen und einer sorgfältigen Überwachung durch den Arzt stellt Furosemid eine wichtige Therapieoption für betroffene Patienten dar.

Arzneimitteln, die den Wirkstoff enthalten FUROSEMID ()