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easystop 100 mg Hartkapseln - Zusammengefasste Informationen

Enthält den aktiven Wirkstoff :

ATC-Gruppe:

Dostupné balení:

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels - easystop 100 mg Hartkapseln

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Kapsel enthält 100 mg Racecadotril.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 1 Kapsel enthält 41 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel

Gelbe, undurchsichtige, Hartkapseln, Kapselgröße 2, mit weißem bis annähernd weißem Puder

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1. Anwendungsgebiete

easystop ist angezeigt zur symptomatischen Behandlung des akuten Durchfalls bei Erwachsenen über 18 Jahren, sofern eine kausale Therapie nicht möglich ist.

Sollte eine kausale Therapie möglich sein, kann Racecadotril als ergänzende Therapie gegeben werden.

4.2. Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Eine Kapsel 3-mal täglich, vorzugsweise vor den Hauptmahlzeiten. Die Behandlung soll bis zum Auftreten von 2 geformten Stühlen fortgesetzt werden. Die maximale Behandlungsdauer beträgt 3 Tage. Eine Langzeitbehandlung mit Racecadotril wird nicht empfohlen.

Wenn nach 3 Tagen keine Besserung oder gar eine Verschlechterung eintritt, ist der Arzt zu konsultieren.

Ältere Patienten

Eine Dosisanpassung ist bei älteren Patienten nicht notwendig.

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit beeinträchtigter Leber- oder Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.4 und 5.2).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3. Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile. easystop darf nicht angewendet werden bei Durchfällen, die mit Fieber und/oder blutigem oder schleimigem (eitrigem) Stuhl einhergehen, da diese auf das Vorliegen invasiver Bakterien oder anderer schwerer Erkrankungen hinweisen. In diesen Fällen soll ein Arzt konsultiert werden. easystop darf nicht angewendet werden bei Durchfällen, die während oder nach der Einnahme von Antibiotika auftreten (pseudomembranöse Colitis). easystop darf nicht angewendet werden bei Patienten, bei denen unter der Therapie mit ACE-Hemmern (z. B. Captopril, Enalapril, Lisinopril, Perindopril, Ramipril) Angioödeme aufgetreten sind.

4.4. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Die Anwendung von easystop verändert nicht die üblichen Rehydratation­smaßnahmen.

Bei einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa soll ein Arzt konsultiert werden.

Es gibt nur begrenzte Daten bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz. Diese Patienten sollen mit besonderer Vorsicht und nur nach ärztlicher Verordnung mit easystop behandelt werden (siehe Abschnitt 5.2).

Bei Patienten mit anhaltendem Erbrechen ist möglicherweise die Verfügbarkeit des Wirkstoffes reduziert.

Bei chronischem Durchfall ist ein Arzt zu konsultieren.

Warnhinweis:

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Unter Anwendung von easystop wurde von Hautreaktionen berichtet. In den meisten Fällen sind diese mild ausgeprägt und bedürfen keiner Behandlung. In einigen Fällen können diese jedoch schwerwiegend bis lebensbedrohlich sein (Stevens-Johnson Syndrom, toxisch-epidermale Nekrolyse, Hautabschälungen, Drug Rash with Eosinophilia and Systemic Symptoms [DRESS]). Ein Zusammenhang mit Racecadotril kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Daher ist bei Auftreten von schweren Hautreaktionen (z. B. progredientes Exanthem oft mit Blasenbildung oder Schleimhautläsi­onen) die Behandlung mit easystop sofort zu beenden. Patienten sollen auf die Anzeichen und Symptome hingewiesen und sorgfältig im Hinblick auf Hautreaktionen überwacht werden.

Hypersensitivität/An­gioneurotische Ödeme wurden bei Patienten berichtet, die Racecadotril angewendet haben. Diese können jederzeit während der Therapie auftreten.

Die Angioödeme können im Gesicht und auf den Extremitäten, Lippen und Schleimhäuten auftreten. Im Fall einer Obstruktion der oberen Atemwege durch ein aufgetretenes Angioödem, wie z.B. im Bereich der Zunge, der Glottis und/oder des Larynx, sollen umgehend Notfallmaßnahmen eingeleitet werden.

Die Einnahme von Racecadotril soll umgehend abgebrochen und der Patient unter strenge medizinische Beobachtung mit geeigneter Überwachung gestellt werden, bis die aufgetretenen Symptome vollständig und nachhaltig abgeklungen sind.

Patienten, bei denen in der Vergangenheit bereits Angioödeme ohne Zusammenhang mit einer Therapie mit Racecadotril aufgetreten sind, können ein erhöhtes Risiko haben, dass sich Angioödeme bilden.

Die gleichzeitige Einnahme von Racecadotril und ACE-Hemmern kann das Risiko zur Bildung von Angioödemen erhöhen (siehe Abschnitt 4.5). Deshalb ist es notwendig, dass eine sorgfältige NutzenRisiko-Analyse vorgenommen wird, bevor eine Behandlung mit Racecadotril bei Patienten, die ACE-Hemmer einnehmen, eingeleitet wird.

4.5. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Einnahme von Racecadotril und ACE-Hemmern (z.B. Captopril, Enalapril, Lisinopril, Perindopril, Ramipril) kann das Risiko der Bildung eines Angioödems erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).

Eine kombinierte Behandlung mit Racecadotril und Loperamid oder Nifuroxazid verändert die Kinetik von Racecadotril beim Menschen nicht.

4.6. Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzten Erfahrungen mit der Anwendung von Racecadotril bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen auf Schwangerschaft, Fertilität, embryo-fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Da jedoch keine spezifischen klinischen Studien verfügbar sind, soll easystop bei Schwangeren nicht angewendet werden.

Stillzeit:

Aufgrund fehlender Daten bezüglich der Sekretion von Racecadotril in die Muttermilch soll dieses Arzneimittel in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Fertilität:

Mit Racecadotril durchgeführte Fertilitätsstudien an Ratten zeigten keine Auswirkungen auf die Fertilität.

4.7. Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

easystop hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8. Nebenwirkungen

Es liegen Daten aus klinischen Studien zur Behandlung von akuter Diarrhoe vor, in welchen 2.193 erwachsene Patienten mit Racecadotril behandelt wurden und 282 Patienten ein Placebo verabreicht wurde.

Die folgenden, unten aufgelisteten Nebenwirkungen sind nach Anwendung von Racecadotril häufiger aufgetreten als nach Placebo oder sind nach dem Inverkehrbringen berichtet worden. Bei den Nebenwirkungshäu­figkeiten werden folgende Häufigkeitska­tegorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig

> 1/10

Häufig

> 1/100 bis < 1/10

Gelegentlich

> 1/1.000 bis < 1/100

Selten

> 1/10.000 bis < 1/1.000

Sehr selten

< 1/10.000

nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Systemorganklasse

Sehr häufig >1/10

Häufig

>1/100, <1/10

Gelegentlich

>1/1.000,

<1/100

Selten

>1/10.000,

<1/1.000

Sehr selten <1/10.000

nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerzen

Erkrankungen der Haut und des

Hautausschlag, Erythem

Erythema multiforme,

Unterhautzellge­webes

Zungenödem, Gesichtsödem, Lippenödem, Augenlidödem, Angioödem, Urtikaria, Erythema nodosum, papulöser Hautausschlag, Prurigo, Pruritus, toxisches Exanthem

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5 1200 Wien ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website:

4.9. Überdosierung

4.9. Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Bei Erwachsenen hatten Einmalgaben von über 2 g (entsprechend der 20-fachen Menge der therapeutischen Dosis) keine schädlichen Wirkungen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1. Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakothera­peutische Gruppe: Antidiarrhoika und intestinale Antiphlogisti­ka/Antiinfekti­va, Andere Antidiarrhoika, ATC-Code: A07XA04

Racecadotril ist ein ,,pro-drug“, das zu dem aktiven Metaboliten Thiorphan hydrolisiert wird. Dieser ist ein Inhibitor der Enkephalinase, einer Zellmembran-Peptidase, die in verschiedenen Geweben, insbesondere im Dünndarmepithel lokalisiert ist. Dieses Enzym trägt sowohl zur Hydrolyse exogener Peptide als auch zum Abbau endogener Peptide wie den Enkephalinen bei. Racecadotril schützt die Enkephaline vor enzymatischem Abbau (der bei akutem Durchfall verstärkt ist), wodurch ihre Wirkung an den enkephalinergen Synapsen im Dünndarm verlängert und damit die Hypersekretion verringert wird, ohne dass die basale Sekretion beeinflusst wird.

Racecadotril wirkt ausschließlich im Darm antisekretorisch. Es verringert die durch Choleratoxine oder Entzündung induzierte intestinale Hypersekretion von Wasser und Elektrolyten und hat keinen Effekt auf die basale Sekretion. Durch die Potenzierung der Enkephalinwirkung auf DeltaOpioidre­zeptoren hat Racecadotril eine schnelle antidiarrhoische Wirkung, ohne den intestinalen Transit zu verändern.

Racecadotril bewirkt kein geblähtes Abdomen oder erhöhte Bauchdeckenspan­nung. Im Verlauf der klinischen Entwicklung war das Auftreten einer sekundären Obstipation unter Racecadotril vergleichbar mit Placebo. Bei oraler Anwendung ist die Aktivität von Racecadotril ausschließlich peripher, ohne Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem.

In randomisierten doppelblinden Vergleichsstudien bei Patienten mit akutem Durchfall zeigte sich für den Sekretionshemmer Racecadotril im Vergleich zu dem Motilitätshemmer Loperamid kein Unterschied bezüglich Wirkeintritt, Reduktion der Stuhlfrequenz und Durchfalldauer.

Eine randomisierte Crossover-Studie zeigte, dass Racecadotril 100 mg Kapseln in therapeutischen Dosen (1 Kapsel) oder supratherapeu­tischen Dosen (4 Kapseln) bei 56 gesunden Probanden keine QT/QTc-Verlängerung induzierten (im Gegensatz zu Moxifloxacin, das als positive Kontrolle eingesetzt wurde).

5.2. Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Gabe wird Racecadotril schnell resorbiert.

Die Bioverfügbarkeit von Racecadotril wird durch Nahrung nicht verändert, aber die Spitzenaktivität ist um ungefähr 1*ä Stunden verzögert.

Verteilung

Nach oraler Gabe von C14-markiertem Racecadotril bei gesunden Probanden, war die Racecadotril-Konzentration im Plasma mehr als 200-fach höher als in Blutzellen und im Plasma 3-fach höher als im gesamten Blut. Somit hat der Wirkstoff nicht in signifikantem Umfang an Blutzellen gebunden. Die Radiocarbonver­teilung in anderen Körpergeweben war moderat, wie es das mittlere scheinbare Verteilungsvolumen im Plasma von 66,4 kg andeutet.

90 % des aktiven Metaboliten von Racecadotril, Thiorphan (RS)-N-(1-oxo-2-(mercaptomethyl)-3-phenylpropyl)gly­cin, liegt an Plasmaproteine (hauptsächlich Albumin) gebunden vor.

Biotransformation

Die Halbwertszeit von Racecadotril, gemessen als Plasma-Enkephalinase-Hemmung, beträgt ca. 3 Stunden.

Racecadotril wird schnell zum aktiven Metaboliten Thiorphan (RS)-N-(1-oxo-2-(mercaptomethyl)-3-phenylpropyl)glycin hydrolisiert, der wiederum zu inaktiven Metaboliten transformiert wird, identifiziert als S-Methylthiorphan-Sulfoxid, S-Methylthiorphan, 2-Methansulfinyl­methylpropion­säure und 2-Methylsulfanyl­methylpropion­säure. Die Menge dieser gebildeten Metabolite übersteigt jeweils 10 % der systemischen Exposition des Ausgangsstoffes.

Elimination

Racecadotril wird in Form aktiver und inaktiver Metabolite eliminiert, hauptsächlich renal (81,4 %) und in einem wesentlich geringeren Ausmaß über den Stuhl (etwa 8 %). Eine signifikante Ausscheidung über die Lunge findet nicht statt (weniger als 1 % der Dosis).

Pharmakokinetis­che/pharmakody­namische Zusammenhänge

Dauer und Ausmaß der Racecadotril-Wirkung sind dosisabhängig. Die Plasma-Enkephalinase wird signifikant innerhalb der ersten 30 Minuten nach Einnahme inhibiert. Die maximale Hemmung der Plasma-Enkephalinase wird nach ca. 2 Stunden erreicht und entspricht einer Inhibition von 75 % bei einer Dosis von 100 mg. Bei dieser Dosis beträgt die Dauer der Plasma-Enkephalinase-Hemmung ca. 8 Stunden.

Die wiederholte Anwendung von Racecadotril verursacht keine Akkumulation im Körper.

In-vitro -Daten zeigen, dass Racecadotril/Thi­orphan und die vier inaktiven Hauptmetabolite die bedeutendsten CYP-Enzym-Isoformen 3A4, 2D6, 2C9, 1A2 und 2C19 nicht in klinisch relevantem Ausmaß inhibieren.

In-vitro -Daten zeigen, dass Racecadotril/Thi­orphan und die vier Haupmetabolite die CYP-Enzym-Isoformen (3A-Familie, 2A6, 2B6, 2C9/2C19, 1A-Familie, 2E1) und UGT-bindende Enzyme nicht in klinisch relevantem Ausmaß induzieren.

Racecadotril verändert nicht die Proteinbindung von Wirkstoffen mit starker Proteinbindung, wie Tolbutamid, Warfarin, Niflumat, Digoxin oder Phenytoin.

Bei Patienten mit Leberversagen (Zirrhose Grad B der Child-Pugh-Klassifikation) zeigte das kinetische Profil des aktiven Metaboliten von Racecadotril ähnliche Tmax und T1/2 und geringere Cmax (-65 %) und AUC (-29 %) im Vergleich zu gesunden Probanden.

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 11 – 39 ml/min) zeigte das kinetische Profil des aktiven Metaboliten von Racecadotril kleinere Cmax (-49 %) und größere AUC (+16 %) und T1/2 im Vergleich zu gesunden Probanden (Kreatinin-Clearance > 70 ml/min).

In der Kinderpopulation waren die pharmakokinetischen Ergebnisse ähnlich den Ergebnissen der Erwachsenenpo­pulation. Cmax wurde nach 2 Stunden und 30 Minuten nach Einnahme erreicht. Nach Mehrfachdosierung alle 8 Stunden für 7 Tage kam es zu keiner Akkumulation.

5.3. Präklinische Daten zur Sicherheit

5.3. Präklinische Daten zur Sicherheit

Chronische Toxizitätsstudien über 4 Wochen an Affen und Hunden, die für die Behandlungsdauer am Menschen relevant sind, zeigten keine Auswirkungen bei Dosen bis zu 1.250 mg/kg/Tag bzw. 200 mg/kg/Tag, jeweils entsprechend einer Sicherheitsspanne des 625-fachen und 62-fachen der Dosis beim Menschen. Racecadotril war nicht immunotoxisch bei Mäusen, welchen Racecadotril bis zu 1 Monat gegeben wurde. Die längere Exposition (1 Jahr) bei Affen zeigte generalisierte Infektionen und reduzierte Antikörperantworten bei Impfung einer Dosis von 500 mg/kg/Tag und keine Infektions-/Immunsuppression bei 120 mg/kg/Tag. Gleichermaßen wurden bei Hunden, die über 26 Wochen 200 mg/kg/Tag erhielten, einige Infektions-/Immunparameter beeinflusst. Die klinische Relevanz ist unbekannt (siehe Abschnitt 4.8).

Es wurde kein mutagener oder klastogener Effekt von Racecadotril bei den Standard-In-vitro – und In-vivo -Untersuchungen gefunden.

Karzinogenitätsun­tersuchungen wurden mit Racecadotril nicht durchgeführt, da die Substanz zur Kurzzeitbehandlung eingesetzt wird.

Reproduktions- und Entwicklungsto­xizitätsstudi­en (Fertilität und frühe Embryonalentwic­klungsstudien, pränatale und postnatale Entwicklungsstudien einschließlich mütterlicher Funktion, embryo-fetale Entwicklungsstu­dien) ergaben keine ungewöhnlichen Effekte von Racecadotril.

Andere präklinische Effekte (z. B. schwere, höchstwahrsche­inlich aplastische Anämie, verstärkte Diurese, Ketonurie und Diarrhoe) wurden nur nach Expositionen beobachtet, die ausreichend über der maximalen humantherapeu­tischen Exposition lagen. Deren klinische Relevanz ist nicht bekannt. Andere sicherheitsphar­makologische Studien zeigten keine schädlichen Effekte von Racecadotril auf das zentrale Nervensystem, auf die kardiovaskuläre oder respiratorische Funktion.

Bei Tieren bewirkte Racecadotril eine Verstärkung des Effektes von Butylscopolamin auf die Darmpassage und eine Verstärkung des antikonvulsiven Effektes von Phenytoin.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1. Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat

Vorverkleisterte Maisstärke

Hochdisperses, hydrophobes Siliciumdioxid

Magnesiumstearat

Gelatine

Eisenoxid gelb (E172) Titandioxid (E171).

Gereinigtes Wasser

6.2. Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3. Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedin­gungen erforderlich.

6.5. Art und Inhalt des Behältnisses

Transparente PVC-PVDC/Aluminium Blisterpackung

Packung mit 6, 10 oder 20 Hartkapseln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

6.6. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Rivopharm Limited

17 Corrig Road

Sandyford

Dublin 18

Irland

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

Z. Nr.:

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

10. STAND DER INFORMATION

05.2021

Mehr Informationen über das Medikament easystop 100 mg Hartkapseln

Arzneimittelkategorie: standardarzneimittel
Suchtgift: Nein
Psychotrop: Nein
Zulassungsnummer: 140239
Rezeptpflichtstatus: Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Abgabestatus: Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Inhaber/-in:
Rivopharm Ltd, 17 Corrig Road, Sandyford -, 18 Dublin, Irland

Das Medikament ist im ATC-Baum enthalten: