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BRONCHOSTOP Hustenpastillen – Fachinformation

Die Fachinformation ist für Ärztinnen, Ärzte und Apotheken bestimmt. Leicht verständliche Angaben für Patientinnen und Patienten stehen im Beipackzettel: Dosierung, Nebenwirkungen, Andere Medikamente, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Rezeptfrei
Enthält den Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - BRONCHOSTOP Hustenpastillen

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

BRONCHOSTOP Hustenpastillen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Lutschpastille enthält 59,5 mg Thymiantrockenextrakt (Thymi herba, Droge-Extrakt-Verhältnis 7-13 : 1; Auszugsmittel Wasser)

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

300 mg Fructose, 523 mg Sorbitol (E 420), 5,53 mg Propylenglycol (E 1520), 0,0018 mg Benzyl-alkohol (E 1519)

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Sechseckige, braune Lutschpastillen mit Fruchtgeschmack.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Förderung des Abhustens von festsitzendem, zähem Schleim bei Husten im Zusammenhang mit einer Erkältung.

Dieses Arzneimittel ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel, das ausschließlich auf Grund langjähriger Verwendung für die genannten Anwendungsgebiete registriert ist.

Dieses Arzneimittel wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:

1 bis 2 Lutschpastillen alle 3 bis 4 Stunden (4 - bis 6 - mal täglich).

Kinder von 6 bis 11 Jahren:

1 Lutschpastille 3 - mal täglich

Kinder:

Die Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren wird aufgrund fehlender Daten und der Gefahr von unabsichtlichem Verschlucken der ganzen Lutschpastille nicht empfohlen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Durch Lutschen im Mund zergehen lassen.

Dauer der Anwendung

Die Selbstbehandlung mit BRONCHOSTOP Hustenpastillen sollte auf 5 Tage begrenzt sein. Wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder nach 5 Tagen keine Besserung eintritt, ist ein Arzt aufzusuchen.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Thymian, gegen andere Vertreter aus der Familie der Lippenblütler oder gegen einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wenn eine Atemwegserkrankung mit Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf einhergeht, ist ein Arzt aufzusuchen.

Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich schwerer Reaktionen mit Angioödem, Dyspnoe und Schock, die möglicherweise eine Notfallversorgung erfordern, wurden nach der Anwendung von thymianhaltigen Produkten beobachtet. Die Behandlung sollte bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion abgebrochen werden (siehe auch Abschnitt 4.8 Unerwünschte Wirkungen).

Bei Patienten mit Asthma oder allergischen Reaktionen in der Vorgeschichte kann ein erhöhtes Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen bestehen, die auch schwerwiegend sein können. Diese Patienten sollten vor der Anwendung dieses Produkts einen Arzt konsultieren.

Kinder

Die Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren wird aufgrund fehlender Daten und der Gefahr von unabsichtlichem Verschlucken der ganzen Lutschpastille nicht empfohlen.

Dieses Arzneimittel enthält 300 mg Fructose und 523 mg Sorbitol pro Lutschpastille. Patienten mit hereditärer Fructoseintoleranz dürfen dieses Arzneimittel nicht anwenden/erhalten.

Sorbitol kann Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen und kann eine leicht abführende Wirkung haben.

Hinweis für Diabetiker: 1 Lutschpastille entspricht ca. 0,1 BE. Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.

Dieses Arzneimittel enthält 5,53 mg Propylenglycol und 0,0018 mg Benzylalkohol pro Lutschpastille. Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Lutschpastille, das heißt, es ist nahezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Bisher sind keine Wechselwirkungen bekannt geworden.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Da keine ausreichenden Daten vorliegen, wird die Anwendung dieses Arzneimittels in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.

Es liegen keine Daten zur Beeinflussung der Fertilität vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8 Nebenwirkungen

Die folgende Liste der Nebenwirkungen basiert auf den Erfahrungen nach der Markteinführung.

Die Häufigkeit des Auftretens wurde gemäß folgender Konvention klassifiziert:

Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); selten (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000); sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).

MedDRA System Organ KlasseUnerwünschte WirkungenFrequenz
Erkrankungen des ImmunsystemsAnaphylaktische Reaktion, Überempfindlichkeit (einschließlich Angioödem, Atemnot und anaphylaktischem Schock), (siehe auch Abschnitt 4.4)Nicht bekannt
Gastrointestinale StörungenÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchbeschwerden, Bauchschmerzen, Magen-Darm-StörungenNicht bekannt

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Ausschlag, Urtikaria, PruritusNicht bekannt

Die unerwünschten Wirkungen, die unter den Klassen Magen-Darm-Störungen und Haut- und Unterhautgewebsstörungen aufgeführt sind, können auch als Symptome einer Überempfindlichkeit auftreten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Es sind keine Fälle von Überdosierung bekannt.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Expektorantien: R05CA

Die Inhaltsstoffe von Thymian unterstützen durch ihre sekretolytischen, sekretomotorischen und bronchospasmolytischen Eigenschaften das Abhusten von festsitzendem, zähem Schleim. Das ätherische Öl des Thymiankrauts, das auch im Trockenextrakt enthalten ist, besitzt zudem antiseptische Eigenschaften.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Es wurden keine Studien zur Pharmakokinetik durchgeführt.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Daten lassen kein Risiko für den Menschen erkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Arabisches Gummi (Gummi arabicum) (E 414), Fructose, Sorbitol-Lösung 70% (nicht kristallisierend) (E 420), Maltodextrin, Citronensäure (E 330), Saccharin-Natrium (E 954), Aroniaaroma (enthält Propylenglykol (E 1520)), Waldbeerenaroma (enthält Propylenglycol (E 1520) und Benzylalkohol (E 1519)), Paraffin dünnflüssig, gereinigtes Wasser.

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PE/PVdC-Alu-Blisterpackungen zu 20 und 40 Lutschpastillen. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER REGISTRIERUNG

Kwizda Pharma GmbH, Effingergasse 21, 1160 Wien

8. REGISTRIIERUNGSNUMMER

Reg.Nr.: HERB-00087

9. DATUM DER ERTEILUNG DER REGISTRIERUNG/VERLÄNGERUNG DER REGISTRIERUNG

Datum der Erteilung der Registrierung: 28. September 2011

Datum der letzten Verlängerung der Registrierung: 13. Februar 2018

10. STAND DER INFORMATION

09/2024

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezeptfrei, apothekenpflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BASG – Medikamente Info Austria, Stand 09/2024 · Zulassungsnummer (Z.Nr.): HERB-00087

Was die Abschnitte und die Häufigkeiten der Nebenwirkungen bedeuten: Beipackzettel richtig lesen

Einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite.

Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat Ihrer Ärztin, Ihres Arztes oder Ihrer Apotheke.

Angaben zum Medikament BRONCHOSTOP Hustenpastillen

Was diese Angaben bedeuten

Abgabe?
Rezeptfrei?
  • Dieses Medikament ist rezeptfrei: Sie bekommen es ohne ärztliches Rezept.
  • Arzneimittel zur Abgabe ohne ärztliche Verschreibung
Abgabestelle? Apotheke
Wirkstoff? Thymi herba (auszug)
Darreichungsform? Lutschpastille
ATC-Klassifikation?
  1. R Respirationstrakt
    1. R05 Husten- und Erkältungsmittel
      1. R05C Expektoranzien, exkl. Kombinationen mit Antitussiva
        1. R05CA Expektoranzien
Zulassung (Z.Nr.)? HERB-00087; seit 28.09.2011
Inverkehrbringen? keine Einstellung gemeldet
Zulassungsinhaber? Kwizda Pharma GmbH, Effingergasse 21, 1160 Wien, Österreich

Quelle: BASG – Medikamente Info Austria, Daten vom 27.10.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke um Rat.